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Drama vor Libyen Hunderte Bootsflüchtlinge im Mittelmeer vermisst

31.03.2009 ·  Beim Untergang mindestens eines Flüchtlingsschiffs im Mittelmeer sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration mehr als 300 Menschen ertrunken. Möglicherweise sind noch weitere Schiffe gesunken. Sie waren offenbar auf dem Weg von Tripolis nach Italien.

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Flüchtlingsdrama im Mittelmeer: Beim Untergang von mindestens einem Flüchtlingsschiff im Mittelmeer sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 300 Menschen ertrunken. Ein Sprecher der Organisation, Jean-Philippe Chauzy, teilte am Dienstag mit, möglicherweise seien am Montag auch zwei oder drei Schiffe mit Flüchtlingen gesunken.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von zwei Booten mit insgesamt mehr als 600 Flüchtlingen an Bord. Ein Boot habe 253 Flüchtlinge an Bord gehabt, das andere 365 Flüchtlinge. Die beiden Boote seien in der Nähe von Tripolis gestartet und hätten Kurs auf Italien genommen. An Bord der Boote seien keine Rettungsboote gewesen. Über die Unglücksursache lagen noch keine Angaben vor. Vermutlich sind die Schiffe in einen Sturm geraten.

Vier Flüchtlingsboote in Seenot?

Nach einem Bericht des italienischen Fernsehens wurde ein drittes Boot, das ebenfalls in Seenot geraten war, mit rund 350 Menschen an Bord von einem italienischen Frachter entdeckt. Beamten der libyschen Küstenwache gehen laut der Nachrichtenagentur dpa sogar davon aus, dass insgesamt vier Flüchtlingsboote in Seenot geraten sind.

Am Montag waren bereits über 400 Bootsflüchtlinge in Süditalien angekommen. Ein 20 Meter langes Holzboot mit 249 Menschen, darunter 31 Frauen und acht Minderjährige, erreichte in den frühen Morgenstunden den Hafen von Portopalo an der Südspitze von Sizilien, wie italienische Medien berichteten. Zuvor waren in der Nacht 153 Verzweifelte an einem anderen Strand der größten Insel Italiens angeschwemmt worden.

Im vergangenen Jahr kamen rund 33.000 Flüchtlinge von Nordafrika auf die süditalienische Insel Lampedusa. Oft geraten die überladenen Boote in Seenot und kentern.

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