26.06.2012 · In Donezk, wo das erste EM-Halbfinalspiel ausgetragen wird, haben neunzig Prozent der Leute Präsident Janukowitsch gewählt - weil er „einer der Ihren“ war. Doch sie wurden enttäuscht - und die Stimmung kippt.
Von Konrad Schuller, DonezkRichtlinien für Lesermeinungen
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Jetzt wir wissen namen lügner, es Konrad Schuller, ist das Foto nicht Donetsk, ich war dort, dort kein es pflanze. Es scheint es Mariupol und Saporoshje. Donezk ist nicht eine industrielle stadt, aber stadt nationale konzerne. Industrie dort sehr wenig.
Ein bisschen dick aufgetragen...
...hat hier der Autor. Warum die "Arbeiterkasernen" in Donezk
nun ausgerechnet nach Urin riechen sollen, bleibt jedenfalls sein
Geheimnis. Das Speznas-Latein vom "blonden Hünen" mit der
Messernarbe der mit eigener Hand den "afghanischen Krieger"
tötete, riecht jedenfalls arg nach Klischee.
Die Enttäuschung der Ukrainer über ihre Regierung ist hingegen
echt- aber sie ist nicht neu. Janukowitsch hat seine Wähler genauso
enttäuscht wie sein Vorgänger der "orange" Herr
Juschenko vor einigen Jahren seine Wähler enttäuschte.
Ukrainische Politiker versprechen eben gerne viel, da macht
übrigens auch die Frau Timoschenko keine Ausnahme. Was die Ukraine
dringend bräuchte, das wäre eine neue Generation von
Politikern. Pragmatiker die weniger versprechen und die sich auch trauen
ihrem Volk mal ein paar unangenehme Wahrheiten zu sagen. Der Weg nach
Europa ist noch ein langer Weg für die Ukraine und er wird für
das Land auch kein bequemer Pfad sein.
Da soll mal also wieder die Saat für eine neue Farbrevolution ausgelegt werden: Die Millionen Dollar, die in die Ukraine gehen werden, liegen schon in ihren Koffern bereit. Die englischsprachigen Poster für die Kameras sind als Druckvorlage längst entworfen. Dem Westen scheint nicht klar zu sein, dass eine erneute Destabilisierungskampagnen diesmal wahrscheinlich zu einem Bürgerkrieg in der Ukraine führen wird, der den wertschöpfenden Osten der Ukraine dann in die Hände von Putin treibt.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.06.2012 08:05 UhrNaa, Hr.Mankowski, da haben Sie dick aufgetragen.
Die Amerikaner wurden hier mit keinem Wort erwähnt und trotzdem
wird es gleich zurück geschossen.
Gäbe es nicht die Millionen Ostdeutschen die das Malochen
aufgegeben haben und die Mauer vor über 20 Jahren zum Einsturz
gebracht hatten um an die Bananen ranzukommen. Die Bananen gab es
nämlich nur unter den Amerikaner, im "versklavten"
Westdeutschland.
Gäbe es auch nicht die Millionen Ukrainer, die seit 20 Jahren das
Glück im Westen, heißt unter Amerikaner suchen. Aber die
Ukrainer haben außer schmutzigen Steinkohle keine Rohrstoffe, an
den die Amerikaner, wie Sie immer behaupten, interessiert sein
könnten.
..dieses land nicht in der Eurozone aufgenommen zu haben. Ein Faß
ohne Boden.
Es bleibt abzuwarten wie die hart arbeitende Bevölkerung
demnächst wählen wird. Ich hoffe sie haben diesesmal mehr
Glück und es gibt Hoffnung!
War selber schon mal dort, in Donezk. Die Menschen sind freundlich und
zeigen mit Stolz, was sie mit ihren spärlichen Mitteln auf die
Beine stellen. Da gibt es riesen Potential, welches es zu fördern
und nutzen gilt. Es braucht nur die richtigen Leute an der richtigen Stelle!
hat seit der napoleonischer Zeit laufend Pech gehabt. Die tiefgehende
Loyalität zu den jewei- lig Herrschenden hat sich nie ausgezahlt.
Weder unter den Zaren, noch Lenin, Stalin und den angeblich
demokratischeren Nachfolgern, nicht unter Gorbi und erst recht nicht
unter den Diktatoren der neueren GUS-Staaten. Neben enormer Armut in
Friedenszeiten lagen unge- heure Blutzölle in den Kriegen und
unglaubliche Unterdrückung durch den Staat zu allen Zeiten. Es ist
uns in Europa nie bekannt und bewusst gewesen: In Stalingrad sind bis
1943 wesentlich mehr Soldaten der Roten Armee in den dt. Kessel
desertiert als umgekehrt. Die Hälfte der eingesetzten Soldaten
waren in Strafkompanien. Den "enormen" Verlusten der
Deutschen i.H.v. 300 Tsd. Mann stehen 1,2 Millionen Rotarmisten
gegenüber. So war es, seit
Russen denken können. Anscheinend ist ein demokratischer Umbau der
Gesellschaft ohne Erfolgsaussicht.
Konrad Schuller Jahrgang 1961, politischer Korrespondent für Polen und die Ukraine mit Sitz in Warschau.
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