http://www.faz.net/-gpf-93mo6

Rede vor Apec-Gipfel : Trump warnt vor „perversen Phantasien“ Nordkoreas

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump am Freitag auf dem Apec-Gipfel Bild: NA/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Bei seiner Rede auf dem Apec-Gipfel greift der amerikanische Präsident Trump Nordkorea abermals scharf an und warnt Asien vor einer „Geiselhaft“ durch einen Diktator. Zugleich leitet er einen Kurswechsel ein.

          Asien darf nach den Worten des amerikanischen Präsidenten Donald Trump nicht von einem nordkoreanischen „Diktator“ in „Geiselhaft“ genommen werden. Trump nutzte seine Rede am Freitag beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Vietnam für scharfe Attacken gegen die Führung in Pjöngjang. Er sagte: „Die Zukunft dieser Region und ihrer wundervollen Menschen darf nicht durch die perversen Phantasien eines Diktators über gewaltsame Eroberung und atomare Erpressung in Geiselhaft genommen werden.“ Verwirrung hatte es bei dem Gipfel wegen eines möglichen Treffens mit Wladimir Putin gegeben, bei dem das Thema auch hätte besprochen werden können. Erst war das Treffen angekündigt, dann wieder abgesagt worden.

          In seiner Rede bekräftigte Trump außerdem seinen Vorwurf, die Vereinigten Staaten würden von anderen Ländern beim gegenseitigen Handel unfair behandelt. Zugleich sicherte er denjenigen Staaten gute Wirtschaftsbeziehungen zu, die zu Geschäftsabschlüssen auf Basis „gegenseitigen Respekts und gegenseitigen Vorteils“ bereit seien. Die Vereinigten Staaten würden ab sofort auf eine „faire und für alle gleiche“ Handelspolitik bestehen, sagte Trump am Freitag in seiner Rede vor dem Gipfeltreffen der Anrainerstaaten des Asien-Pazifikraums. Es müsse sichergestellt werden, dass alle Staaten nach den aufgestellten Regeln spielten, forderte der amerikanische Präsident. Dies sei bislang aber nicht der Fall.

          Bei seinem Besuch in Peking vor dem Apec-Gipfel hatte Trump im Atomkonflikt mit Nordkorea gemahnt, China müsse seinen Einfluss auf Pjöngjang stärker geltend machen. China habe die Möglichkeit, „dieses Problem einfach und schnell zu lösen“, sagte Trump. In Südkorea hatte er zuvor während seiner knapp zweiwöchigen Asienreise gesagt, jetzt sei „die Zeit für Stärke“ gegenüber Nordkorea. Gleichzeitig forderte er Pjöngjang zu Gesprächen über sein Atom- und Raketenprogramm auf.

          Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die Vereinigten Staaten herausgefordert. Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Im September drohte Trump in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der „völligen Zerstörung“ Nordkoreas.

          Trumps Warnung an Nordkorea : „Unterschätzt uns nicht“

          Quelle: AFP/Reuters

          Weitere Themen

          Bye Bye freies Internet Video-Seite öffnen

          Netzneutralität in Amerika : Bye Bye freies Internet

          Die Entscheidung ist ein Rückschlag für Google & Co und könnte das Internet nachhaltig verändern. Donald Trump und seine Regierung schaffen damit die der Obama-Regierung eingeführte Gleichbehandlung aller Daten im Netz ab.

          Die katalanische Hymne rocken Video-Seite öffnen

          Els Segadors : Die katalanische Hymne rocken

          Über eine Million Klicks auf Youtube hat die Heavy-Metal-Version der katalanischen Hymne. Die Sängerin der Band aus den Vereingten Staaten hat katalanische Wurzeln.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Die provisorische Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlages auf dem Breitscheidplatz in Berlin.

          Behördenversagen : Attentäter Amri stärker überwacht als bekannt

          Neue Hinweise zeigen, wie viel die Behörden dank umfassender Überwachung schon mehr als ein Jahr vor seinem Weihnachtsmarkt-Anschlag über Anis Amri wussten. Warum wurde er nicht festgenommen? Auch dazu gibt es Vermutungen.
          Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner Mitte Dezember in Berlin.

          Sonntagsfrage : FDP und Union verlieren an Zustimmung

          Der Jamaika-Abbruch tat offenbar weder den Liberalen noch der Union gut – zumindest in der jüngsten Umfrage. Von Zweistelligkeit wäre Christian Lindners Partei derzeit ein gutes Stück entfernt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.