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Trump zu Kim : „Mein Atomknopf ist größer“

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Ein Bildschirm in einer Bahnstation in Seoul zeigt Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un (r) und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. (Archivbild) Bild: dpa

Amerikas Präsident reagiert auf eine neue Drohung von Nordkoreas Machthaber. Der treibt mit einem neuen Schritt seinen Keil weiter zwischen Seoul und Washington.

          In seiner Neujahrsansprache hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gegenüber Seoul Dialogbereitschaft signalisiert – und den Vereinigten Staaten mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Während sich Südkorea aufgeschlossen zeigte und ein Treffen mit Vertretern Nordkoreas plant, reagierte der Amerikas Präsident auf Twitter mit einer Gegendrohung.

          Donald Trump schrieb am Dienstag: „Kann jemand aus seinem ausgelaugten und ausgehungerten Regime ihm bitte sagen, dass ich auch einen Atomknopf habe“, schrieb der amerikanische Präsident nun auf Twitter. „Aber er ist viel größer und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!“ Damit nahm Trump Bezug auf eine Aussage Kim Jong-uns. Dieser hatte am Montag in seiner Neujahrsrede gesagt, der Atomknopf sei immer auf seinem Tisch.

          Zuvor hatten die Vereinigten Staaten bereits die Erwartungen an mögliche Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea gedämpft. Pjöngjangs Annäherung an Seoul wird von Fachleuten als Versuch des nordkoreanischen Regimes gewertet, einen Keil zwischen die Partner Amerika und Südkorea zu treiben.

          Unterdessen wurde bekannt, dass Nordkorea die suspendierte Kommunikationsleitung zu Südkorea an der schwer bewachten Landesgrenze „wiederherstellen“ will. Das habe der staatliche Rundfunk in Nordkorea angekündigt, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit. Die Telefonleitung im Grenzort Panmunjom solle am Nachmittag (Ortszeit) wieder aktiviert werden.

          Am Dienstag klingelte dort bereits zweimal das Telefon. Doch wie schon in den vergangenen fast zwei Jahren blieb die Leitung stumm. Im Norden nahm niemand den Hörer ab.

          Seoul wertete den Vorstoß aus Pjöngjang als „sehr bedeutsam“. Es handele sich um einen wichtigen Schritt, den auf Eis liegenden Dialog wieder aufzunehmen, sagte Präsidentensprecher Yoon Young-chan. „Dies schafft eine Umgebung, in der Kommunikation zu jeder Zeit möglich sein wird.“ Südkoreas Präsident brachte vor Arbeitern der Daewoo Schiffswerft seinen starken Willen zum Ausdruck, Gespräche über einen Weg zum Frieden mit dem Norden zu eröffnen. Er sei so stark wie ein Eisbrecher, der in dieser Werft gebaut werde, sagte Moon mit Blick auf seine Willen.

          Hintergrund ist ein Gesprächsangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un vom Montag. In seiner Neujahrsansprache hatte er sich bereit zum Dialog gezeigt. Südkorea hatte daraufhin vorgeschlagen, in der nächsten Woche ein Treffen auf hoher Ebene in Panmunjom abzuhalten. Es soll dabei um eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar und die Verbesserung der bilateralen Beziehungen gehen.

          China lobte derweil die von Nordkorea angekündigte Aktivierung der stillgelegten Telefonleitung. Man „begrüße und unterstütze“ die Anstrengungen beider Seiten, die Beziehungen vor den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongcheng zu verbessern, sagte Außenamtssprecher Geng Shuang am Mittwoch in Peking. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien sollten den „positiven Trend nutzen und sich auf halbem Wege treffen“.

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