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Diktatoren-Gipfel : Assad will Kim Jong-un besuchen

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Will Kim Jong-un in Nordkorea besuchen: Syriens Machthaber Baschar al-Assad Bild: dpa

Ob es am 12. Juni wirklich zum Gipfeltreffen von Donald Trump und Kim Jong-un kommt, ist weiter unklar. Dafür hat ein anderer Staatschef schon eine Visite bei Nordkoreas Diktator angekündigt.

          Syriens Präsident Baschar al-Assad plant einem nordkoreanischen Agenturbericht zufolge einen Besuch in Nordkorea. Dies habe er beim Antrittsbesuch des nordkoreanischen Botschafters, Mun Jong-nam, in Damaskus am 30. Mai gesagt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Es wäre das erste Treffen eines Staatschefs mit Kim Jong-un in Pjöngjang seit seinem Amtsantritt 2011. Sowohl Nordkorea als auch Syrien sind weitgehend isoliert, Nordkorea wegen seines Atomprogramms und Syrien wegen des Vorgehens im Bürgerkrieg.

          Seit Anfang des Jahres bemüht sich Kim jedoch um Entspannung auf der koreanischen Halbinsel. Für den 12. Juni ist ein Gipfeltreffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Singapur angesetzt. „Weltweit werden die außergewöhnlichen Entwicklungen auf der koreanischen Halbinsel begrüßt, die durch das herausragende politische Format und die kluge Führung von seiner Exzellenz Kim Jong-un herbeigeführt wurden“, zitierte die Agentur Assad. „Ich bin mir sicher, dass er den endgültigen Sieg erringen wird und die Wiedervereinigung Koreas gewiss umsetzt.“

          Eine Stellungnahme des syrischen Präsidialamts war zunächst nicht zu erhalten. Die Vereinigten Staaten und Japan wollen ungeachtet der Verhandlungen den Druck auf Nordkorea aufrecht erhalten. Er solle erst gelockert werden, wenn das Land überprüfbare und unumkehrbare Schritte hin zu atomarer Abrüstung geht, sagte der amerikanische Verteidigungsminister Jim Mattis am Sonntag. Der Weg zu dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim werde holprig.

          Bei dem Treffen mit seinen Kollegen aus Südkorea und Japan, dem sogenannten Shangri-La-Dialog, fügte Mattis hinzu, es sei lebenswichtig, dass die internationale Gemeinschaft die vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Nordkorea aufrechterhalte. Im Übrigen halte Washington „unverbrüchlich“ daran fest, die militärische Zusammenarbeit als „bestes Mittel der Friedenssicherung“ weiter zu verstärken.

          Zum Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim hatte sich Mattis bislang mit öffentlichen Äußerungen zurückgehalten und stattdessen auf das amerikanische Außenministerium verwiesen.

          Auch Japan verlangt eine härtere Linie gegen Nordkorea. Südkorea wirbt dagegen für einen Vertrauensvorschuss für den Nachbarn. Der südkoreanische Verteidigungsminister Song Young Moo sagte am Wochenende, er sehe dem Treffen von Trump und Kim „vorsichtig optimistisch“ entgegen.

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