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Dubiose Russland-Kontakte : Deutsche soll in Affäre um Trumps Ex-Wahlkampfchef verwickelt sein

  • Aktualisiert am

Trumps früherer Wahlkampfchef Paul Manafort im November 2017 Bild: AP

Eine deutsche Politikberaterin wird verdächtigt, für den früheren Wahlkampfchef von Donald Trump, Paul Manafort gearbeitet zu haben. Hat sie dabei auch für den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Lobbyarbeit betrieben?

          In den Ermittlungen zu den Russland-Kontakten des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump taucht nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ eine Verbindung nach Deutschland auf. In einer Anklage gegen Trumps ehemaligen Wahlkampfmanager Paul Manafort spiele die deutsche Politikberaterin Ina Kirsch eine zentrale Rolle, berichtet das Blatt. Sie sei von 2011 an Geschäftsführerin der Lobby-Organisation „European Centre for a Modern Ukraine“ in Brüssel gewesen, das Sonderermittler Robert Mueller als Sprachrohr des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch einordne.

          Dies ist nach Informationen des „Spiegel“ relevant, weil Sonderermittler Mueller versuche, Manafort mit einer Anklage wegen früherer illegaler Lobbytätigkeiten für Janukowitsch zu Aussagen in der Wahlkampf-Affäre zu bewegen. In dieser gibt es den Verdacht, dass es Absprachen zwischen dem Trump-Team und Russland hinsichtlich einer Wahlbeeinflussung gegeben haben könnte. Trump hatte sich noch im Wahlkampf von Manafort auf öffentlichen Druck hin getrennt.

          Dreimal getroffen, aber nie für ihn gearbeitet?

          Die deutsche Politikberaterin Kirsch soll Manafort geholfen haben, in den Vereinigten Staaten verdeckt für Janukowitsch und dessen Regierungspartei zu werben. Nach dem Bericht des „Spiegel“ weist sie diese Darstellungen allerdings zurück. Sie habe Manafort dreimal getroffen, aber nie für ihn gearbeitet – auch nicht für die ukrainische Regierung, wird sie von dem Blatt zitiert.

          Manafort soll laut Anklage mehr als 75 Millionen Dollar mit seiner Lobbyarbeit verdient haben. Trumps früherer Wahlkampfchef sowie die PR-Firmen Podesta und Mercury wollten sich auf Anfrage des „Spiegel“ nicht äußern.

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