15.02.2012 · Dafür, dass er „die Wende in Afghanistan“ erreicht habe, hat Bundesverteidigungsminister de Maiziére dem heutigen CIA-Chef Petraeus das Bundesverdienstkreuz verliehen. Petraeus kommandierte ein Jahr lang die Schutztruppe Isaf.
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat CIA-Chef David Petraeus für seinen Einsatz als Kommandeur der Afghanistan-Schutztruppe Isaf das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Ihr Name ist verbunden mit der Wende in Afghanistan nach einem zehnjährigen Einsatz“, sagte de Maizière am Dienstagabend (Ortszeit) bei der Verleihung in Washington in seiner Laudatio.
Petraeus sei eine herausragende militärische Führungspersönlichkeit, ein außergewöhnlicher Stratege und ein wahrer Freund des deutschen Volkes. Der ehemalige General erhielt das große Verdienstkreuz mit Stern, die vierthöchste von acht Stufen des Ordens. Der Amerikaner gehörte 37 Jahre lang den amerikanischen Streitkräften an, hatte 2007 und 2008 das Kommando im Irak und führte die Afghanistan-Schutztruppe Isaf von Juli 2010 bis Juli 2011.
In diesem Zeitraum erreichte die Isaf mit etwa 140.000 Soldaten ihre größte Stärke, bevor die Vereinigten Staaten in der zweiten Jahreshälfte 2011 den Abzug einleiteten. Im September vergangenen Jahres übergab Petraeus das Isaf-Kommando an den amerikanischen General John Allen und übernahm die Führung des Auslandsgeheimdienstes CIA von Leon Panetta, der jetzt Verteidigungsminister ist.
De Maizière bedankte sich bei Petraeus vor allem dafür, dass die Vereinigten Staaten die Bundeswehr-Truppen in Nordafghanistan bis heute mit Sanitäts-Helikoptern unterstützen. Dadurch seien Leben gerettet worden, sagte er. „Das werden wir niemals vergessen.“ Vor knapp zwei Jahren waren bereits 14 amerikanische Soldaten mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr ausgezeichnet worden, weil sie nach Angriffen auf deutsche Patrouillen an der Bergung von Toten und Verletzten beteiligt waren.
De Maizière war am Dienstagnachmittag zu einem viertägigen Besuch in den Vereinigten Staaten eingetroffen. Am Mittwoch flog er von Washington Richtung New Mexico weiter. In Holloman und in der texanische Grenzstadt El Paso wollte er Ausbildungszentren der Luftwaffe besuchen. In den Vereinigten Staaten und Kanada sind rund 1300 Bundeswehrsoldaten an mehr als 80 Standorten stationiert. In Holloman werden Tornado-Besatzungen ausgebildet und in El Paso werden Soldaten am Flugabwehrsystem Patriot geschult, das Teil des geplanten Nato-Raketenschilds in Europa werden soll. Am Donnerstag kehrt de Maizière nach Washington zurück, um sich mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Leon Panetta zu treffen. Einen Tag später endet die Visite des CDU-Politikers mit einer Grundsatzrede an der renommierten Harvard-Universität in Boston.
Ärgerlich
Ludgar Mankowski (Ludgar1965)
- 17.02.2012, 18:06 Uhr
UNGLAUBLICH
Walter Gerhartz (GWalter)
- 17.02.2012, 12:00 Uhr
verlierer
thomas saalfeld (willard5)
- 16.02.2012, 07:50 Uhr
Auch mit Verdienstkreuzen kann man Politik machen...
Axel Lüssow (alsigma)
- 16.02.2012, 07:45 Uhr
Herr @Ulrich Stauf, der Terminus "Vasallen" fehlte noch in
Ihrem vorzüglichen Beitrag, ...
Lüder Osmers (Lueder_Osmers)
- 15.02.2012, 21:36 Uhr