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Das andere Schweden Pippi und Lisbeth

 ·  Lange prägte Pippi Langstrumpf das Bild Schwedens: „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“. Dann ließ Stieg Larsson seine Lisbeth Salander in einem Land ermitteln, das so düster anmutete wie die dichten Wälder im Norden des Königreichs.

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Als Pippi Langstrumpf noch klein war, fuhr ihr Vater zur See und kam nicht wieder. Lange zuvor schon war die Mutter gestorben. Pippi blieb zurück in der Villa Kunterbunt. Der Vater hatte ihr einen Koffer voller Goldstücke hinterlassen. Als Lisbeth Salander klein war, verprügelte ihr Vater ihre Mutter. Lisbeth rächte sie und zündete ihn an. Die Mutter erholte sich nicht. Der Vater überlebte und verschwand. Lisbeth wurde Hackerin und leerte die Konten von Betrügern. Sie kaufte sich eine Wohnung mit 21 Zimmern in Stockholms bester Lage. Am Ende blieben zwei Mädchen, allein in ihren Palästen: Pippi im selbstgenähten Kleid und mit bunten Strümpfen, die roten Haare zu abstehenden Zöpfen geflochten; Lisbeth in zerrissener Jeans und Lederjacke, die Haare dunkel gefärbt.

Vor vielen Jahren lernte Kurdo Baksi in Stockholm Stieg Larsson kennen, lange bevor dieser Krimis veröffentlichte und seine Lisbeth Salander zu einer der berühmtesten schwedischen Romanfiguren neben Pippi Langstrumpf wurde. Sie freundeten sich an. Larsson starb, bevor seine Bücher weltberühmt wurden. Als er dann berühmt war, schrieb Baksi ein Buch: „Mein Freund Stieg Larsson“. Er wurde auch ein wenig berühmt. Und er verdiente viel Geld.

So düster wie die Wälder in Nordschweden

Als Larsson und Baksi sich kennenlernten, trieb ein Mann seit Wochen sein Unwesen in Stockholm. Er schoss auf Menschen, die nicht mehr verband, als dass sie dunkle Haare oder dunkle Haut hatten. Der „Lasermann“ beherrschte 1991 und 1992 Stockholm; mit einem Laser visierte er seine Opfer an. Ein Mensch starb, zehn Personen wurden verletzt. Baksi ist Kurde. Mit Freunden bereitete er einen Solidaritätsstreik der Einwanderer vor. In einer Nacht im Februar rief Larsson ihn an: Er wolle am Streik teilnehmen. Weil „Rassismus kein Einwandererproblem“ sei, „sondern ein Schwedenproblem“. Larsson und Baksi führten beide kleine linke Magazine, schrieben Artikel über Rechtsextreme. Sie rauchten und tranken in Bars, redeten dabei über Rassismus und Rechtsextremismus. Und über Feminismus.

Die Bücher von Larsson sind so düster wie die Wälder im Norden Schwedens. Sie erzählen von Verschwörung, Hass und Perversionen. Baksi sagt, sie zeigten das „wahre Schweden“. Fernab von Ikea und schönen Frauen. Kratzer auf einem nicht vergilben wollenden Idealbild. Larsson erzählt, wie Frauen unterdrückt, missbraucht und verkauft werden. Er gräbt Naziwurzeln aus, die bis tief in die Vergangenheit reichen. 60 Millionen Bücher wurden verkauft, die Millennium-Trilogie wurde schon einmal verfilmt, und gerade verfilmt Hollywood sie wieder. Im Zentrum stehen die zwei Hauptfiguren, die Larsson geschaffen hat. Da ist der Journalist, der ein Magazin führt, raucht, trinkt, Frauen verführt und unermüdlich gegen scheinbar übermächtige Kräfte anschreibt - Mikael Blomkvist. Das sei der Typ, der Larsson auch gerne gewesen wäre, sagt Baksi. Und da ist das dürre Mädchen, tätowiert und gepierct, düster und allein, promisk und geschändet, stark und klug. Lisbeth Salander ist der Star. Ohne Pippi Langstrumpf, sagt Baksi, hätte Larsson sie nicht erschaffen können. Lisbeth sei eine erwachsene Pippi im Schweden der Gegenwart.

Als die Mütter und Väter in der kleinen Stadt erfuhren, dass Pippi Langstrumpf niemanden hatte, der ihr sagen könnte, dass sie schlafen gehen sollte, und niemanden, der sie zwingen könnte, Lebertran zu nehmen, riefen sie die Polizei. Pippi sollte in ein Kinderheim kommen, doch sie wollte nicht. So trug das stärkste Mädchen der Welt die Polizisten einfach wieder von ihrem Grundstück und blieb allein und glücklich zurück. Lisbeth Salander wuchs in einer Klinik für psychisch gestörte Kinder auf. Als sie entlassen wurde, sollte ein Anwalt über sie wachen. Er fesselte und vergewaltigte sie. Sie rächte sich und tätowierte ihm auf den Bauch die Worte: „Ich bin ein sadistisches Schwein, ein Widerling und ein Vergewaltiger.“

Göran Lindberg galt als Freund der Frauen

Der Weg aus der Stockholmer Innenstadt hinaus zu Frau Hedqvist und ihren Mädchen führt über Wasser und vorbei an Schloss Drottningholm, in dem der König mit der Königin wohnt. Wo das Schild der Bushaltestelle einsam an der Landstraße steht, wartet Frau Hedqvist. Der Wald duftet, zwischen den Bäumen glitzert Wasser, Pferde weiden auf einer Wiese. Hedqvists Büro ist in einem kleinen rot gestrichenen Haus. Ihre Mädchen sind in einem anderen. Sie sind dort eingesperrt.

Wer bei Frau Hedqvist wohnt, muss bei ihr wohnen. Mädchen und junge Frauen, die zu ihr geschickt werden, weil sie drogenabhängig oder verhaltensauffällig sind. Mädchen wie Linda. Linda hat dunkles Haar, blaue Augen und heißt eigentlich nicht Linda. Sie ist 21 und trägt einen Anhänger von ihrem Freund, auf dem „Hoffnung“ steht. Ihre Eltern sind geschieden und drogenabhängig, zum Vater hat sie keinen Kontakt, zu ihrer Mutter guten. Als Kind hat sie alle Filme von Pippi Langstrumpf gesehen. Als sie zwölf war, begann sie, Drogen zu nehmen. Marihuana, Heroin, Ecstasy, LSD. Sie sei dann für kurze Zeit ein anderes Mädchen geworden, sagt Linda. „Stärker, selbstbewusster.“ Als ihr Freund ins Gefängnis musste, fühlte sie sich verloren. Sie hatte kein Geld, kein Essen, kein Dach über dem Kopf. Sie wollte Drogen, sie wollte Nähe. Sie bekam Männer, manche älter, mit mehr Geld, „mehr Macht“. Linda verkaufte ihren Körper. Seit fast einem Jahr ist Linda bei Frau Hedqvist, sie wird das Heim bald verlassen dürfen, dann will sie zurück nach Göteborg, in ihre Heimatstadt. Sie nennt sie „Little Chicago“; die Stadt, in der sie sich verkaufte. Linda kennt Lisbeth Salander nur aus Erzählungen. Wenn Lisbeth es geschafft habe, schaffe sie es auch, sagt Linda, und Frau Hedqvist tätschelt ihre Hand.

Der Originaltitel des ersten Krimis von Stieg Larsson, der im Deutschen „Verblendung“ heißt, ist „Männer, die Frauen hassen“. Es gab einmal eine Zeit, da hätte kaum jemand Göran Lindberg einen Mann genannt, der Frauen hasst. Er war Rektor der Reichspolizeihochschule, später Polizeichef in Uppsala. Er galt als Freund der Frauen, als ihr Förderer. Er hielt Vorträge über Gleichberechtigung und Ethik. Er warb für ein EU-Projekt mit dem Namen „Genderforce“. Seine Kollegen nannten ihn „Hauptmann Kleid“. Doch ein Wintertag 2010 in der kleinen Stadt Falun änderte alles.

Mädchen, die mit Voodoo gefügig gemacht wurden

Lindberg stand an einer Tankstelle, als Polizisten ihn verhafteten. Er war nach Falun gekommen, um mit einer Minderjährigen Sex zu haben. Laut Anklage sei es nicht seine erste Tat gewesen. Schon zuvor soll er ein 17 Jahre altes Mädchen gefesselt, geschlagen und vergewaltigt haben. In seinem Wagen in Falun fand die Polizei eine Tasche mit Dildos, Gleitmitteln und Lederriemen. An diesem Wintertag in Falun war auch Lars bei der Tankstelle. Lange schon hatte er mit seinen Kollegen Lindberg observiert. Lars ist Undercover-Polizist, sein richtiger Name lautet anders. Er gehört zu einer Sondereinheit der Polizei, die im Rotlichtmilieu ermittelt. Es geht um Freier und Zuhälter, um Menschenhandel und Missbrauch. Sie fotografieren und filmen, sie lesen mit und hören mit. Sie verfolgen die Verdächtigen. „Jeden Schritt, rund um die Uhr.“ Viele Stunden sitzt Lars im Auto und wartet.

Als Lindberg nach seiner Verhaftung vor Gericht stand, bestritt er alle Vorwürfe. Nur dass er Frauen für Sex bezahlt habe, gab er zu. Auch das ist in Schweden seit 1999 eine Straftat, den Freiern droht Gefängnis. Als das Gesetz beschlossen wurde, argumentierte die Regierung, Prostitution sei ein Ausdruck männlicher Herrschaft über Frauen. Die Gleichstellung der Geschlechter sei nicht zu erreichen, solange Männer Frauen kauften, verkauften und ausbeuteten. Prostituierte lassen sich auch auf dem Straßenstrich der Hauptstadt seitdem nicht mehr leicht finden.

Lars kann von vielen Fällen erzählen. Von Mädchen aus Nigeria, die von ihren Eltern verkauft wurden, über Spanien und Italien nach Europa kamen und dann mit Zügen oder Lastwagen nach Schweden. Mädchen, die mit Voodoo gefügig gemacht wurden. Von all den Freiern, die er observiert hat: Bankmitarbeiter und Obdachlose, jung und alt. Doch wohl kein Fall hat für so viel Aufsehen gesorgt wie die Verhaftung von Göran Lindberg. Es ist, als hätte Stieg Larsson den Fall erfunden: ein Polizist und Vergewaltiger. Lindberg sei es nicht nur um Sex gegangen, sagt Lars. „Es ging ihm um Macht.“ Im November 2010 wurde Lindberg in letzter Instanz wegen schwerer Vergewaltigung, Misshandlung und Verstoß gegen das Prostitutionsverbot zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Die Partei tauschte die Flamme als Parteisymbol gegen eine Blume

In der kleinen, kleinen Stadt von Pippi Langstrumpf gibt es Ausländer nur als Angestellte im Zirkus und in ihrer Phantasie. Gerne erzählt sie Geschichten aus fernen Ländern, die sie bereist haben will. Von Kongolesen, die immer lügen, und von Argentiniern, denen Schularbeiten verboten sind. Und irgendwo herrscht ihr Vater als Negerkönig. In dem Schweden von Lisbeth Salander tauchen Ausländer in vielen Rollen auf: Freunde, Opfer, Retter, Täter. Als Lisbeth mit Mikael Blomkvist ihren ersten Fall bearbeitete, erforschten sie die Geschichte einer schwedischen Unternehmensfamilie, die in der Gesellschaft hoch angesehen ist. Sie blickten in einen Abgrund aus Hass und Fremdenfeindlichkeit.

Es war das Jahr 2006, als ein junger Ökonom in der schwedischen Botschaft in Israel ein Praktikum antrat und bald wieder hinausgeworfen wurde. Kent Ekeroth ist Mitglied bei den „Schwedendemokraten“, und er sagt, nur deshalb sei er gefeuert worden. In den schwedischen Medien wurde damals die Botschaft mit den Worten zitiert, Ekeroth sei bei einer Partei aktiv, die von allen anderen Parteien als „undemokratisch“ und „fremdenfeindlich“ angesehen werde. Er habe sein Engagement in diesem Umfeld bei seiner Bewerbung nicht angegeben. Später hieß es, Ekeroth habe während der Arbeitszeit fremdenfeindliche Blogeinträge geschrieben. Ekeroth beschwerte sich beim obersten schwedischen Justizbeamten über seine Entlassung; er bekam 2008 recht und 30.000 Kronen Schadensersatz zugesprochen. So wurde er in seiner Partei berühmt. 2010 zogen die Schwedendemokraten zum ersten Mal in den Reichstag ein. Kent Ekeroth ist nun einer von 20 Abgeordneten der Partei.

Ekeroth ist 29 Jahre alt und bullig. Seine Augen sind ernst. Er sitzt in seinem Büro im Reichstag, die Füße auf dem Mülleimer, unter dem Schreibtisch liegt eine leere Coladose. In den Regalen steht nur eine ausgetrunkene Sektflasche. Bei der Wahl 2010 haben die Schwedendemokraten 5,7 Prozent der Stimmen bekommen. Als Stieg Larsson noch lebte, schrieb er über die Partei, die langsam wuchs, vor allem in den Städten im Süden des Königreichs. Er warnte vor den Schwedendemokraten und ihren Verbindungen in den rassistischen Untergrund. Die Partei verwischte die Spuren und kappte die Verbindungen über viele Jahre hinweg. Sie tauschte die Flamme als Parteisymbol gegen eine Blume, so wie sie auch alle anderen Parteien im Reichstag schmückt.

Bei der Eröffnung des Parlaments verließen die Demokraten die Kirche

Ein kommunaler Kandidat trat aus der Partei aus, nachdem er im Wahlkampf in einem Blog über die Faulheit und das Paarungsverhalten von „Negern“ schwadronierte hatte. Um ihr nicht zu schaden, wie er sagte. „Es gab Mitglieder in der Partei, die keine Mitglieder hätten sein sollen“, sagt Ekeroth. Dem Erfolg der Schwedendemokraten schadete dies nicht; Umfragen verrieten nach der Wahl, dass ihre Wähler vor allem vier Themen bewegten: Einwanderung, Islamisierung, Arbeitslosigkeit und Kriminalität. „Die Leute sind es leid“, sagt Ekeroth. Und: „Die anderen Parteien haben mindestens zwei Probleme. Sie glauben an den Multikulturalismus, und sie haben eine zu laxe Kriminalitätspolitik.“ Als sich im vorigen Dezember ein Schwede, geboren im Irak, in der Stockholmer Innenstadt in die Luft sprengte, sah die Partei sich bestätigt. „Wir haben davor gewarnt“, sagt Ekeroth. Bei dem Anschlag starb nur der Attentäter. Er hinterließ schwarze Flecken an einer Fassade.

Ekeroth sitzt nun im Justizausschuss und bringt Vorschläge ein, wie die Strafen für Verbrechen zu verschärfen seien. Die bürgerliche Regierung hat keine Mehrheit im Parlament. Manchmal verschaffen die Schwedendemokraten ihr die fehlenden Stimmen, manchmal auch nicht. Einen Eklat gab es nur zur feierlichen Eröffnung des Parlaments, da sprach eine Bischöfin in der Kirche. Sie sagte, Rassismus sei mit einem Leben in Freiheit nicht vereinbar. Die Schwedendemokraten verließen die Kirche.

Als Kind musste Kent Ekeroth die Schule wechseln. Es war die erste Pause in der neuen Schule, er saß auf dem Hof und wollte ein Buch lesen, als die Kinder der Einwanderer kamen. Sie verprügelten ihn. Dies ist seine politische Erweckungsgeschichte - ob sie wahr ist, weiß nur er. Wenn er von seinen Erfahrungen mit Einwanderern spricht, dann redet er von Türken und Araber-Gangs. Er sagt: „Ich sah es überall, die ganze Zeit: Respektlosigkeit, Gewalt, grundlose Aggression.“ Das Schweden, für das er mit den Schwedendemokraten nun kämpft, klingt wie das Schweden von Pippi Langstrumpf. Er spricht von einem „homogenen Land“, von „homogener Bevölkerung“, von „sicher“ und von „weniger Gewalt“. Die Bücher von Stieg Larsson hat Ekeroth nicht gelesen, doch sagt er, es sei nicht schlecht, wenn sich ein anderes Bild von Schweden verbreite. Ein düsteres Bild. Wenn die Menschen in der Welt glaubten, dass Schweden nicht so nett sei. Er sagt: Vielleicht kämen dann auch weniger Einwanderer.

„Das neue Land“

Es sind viele Stufen in den siebten Stock zur Redaktion von „Expo“, dem kleinen Magazin, das Larsson führte und das ihm als Vorlage für das Millennium-Magazin in seinen Krimis diente. 2004 lief Larsson hier die Stufen hinauf, der Aufzug war kaputt. Oben angekommen, wurde ihm schlecht. Er starb an einem Herzinfarkt. Anders Dalsbro war an diesem Tag im siebten Stock, er ist Redakteur. Das Magazin schreibt seit seiner Gründung 1995 über Rassismus und Rechtsextremismus. Die Redaktion ist klein, kaum zehn Mitarbeiter sind hier angestellt. „Ich würde uns nicht Aktivisten nennen, aber jeder, der bei ,Expo' arbeitet, hat eine antirassistische Agenda“, sagt Dalsbro.

Unten am Klingelschild steht der Name Larsson schwarz auf silber. Als Larsson noch lebte, soll der Zigarettenrauch in den Fluren gestanden haben, jetzt ist Rauchen verboten. Dachschrägen machen die Zimmer klein, Rohre hängen unter der Decke. In einem Raum lagern Flyer und Zeitungen aus der rechten Szene. Im Magazin sind die Schwedendemokraten ein alles durchdringendes Thema. Die Partei und das Magazin - man kennt und verabscheut sich. Nachdem die Schwedendemokraten in den Reichstag eingezogen waren, hat „Expo“ Autoren losgeschickt. Sie sind durch Schweden gereist, um mit Politikern und Wählern der Schwedendemokraten zu sprechen. Der Ausgabe mit den Geschichten aus Schweden haben sie den Titel „Das neue Land“ gegeben. Auf dem Cover grinst ein dicker Glatzkopf den Leser an.

Am Rande von Djurgården, wo die königliche Familie einst zur Jagd auszog, steht das Museum Junibacken. Es ist Astrid Lindgren gewidmet. In vielen Reihen stehen Kinderwagen davor. Drinnen toben Kinder über zu Holz und Plastik gewordene Phantasielandschaften. Auch eine Villa Kunterbunt gibt es. Ein Bild ohne Kratzer. Vor dem Museum sitzt, in Bronze gegossen, auf ewig Astrid Lindgren. In ihren Händen hält sie ein aufgeschlagenes Buch. Sie scheint bereit, Geschichten aus Schweden zu erzählen.

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Jahrgang 1982, Redakteur in der Politik.

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