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Nikab und Burka untersagt : Dänemark verbietet Vollverschleierung in der Öffentlichkeit

  • Aktualisiert am

Bild: EPA

Nach anderen europäischen Ländern hat nun auch Dänemark die Vollverschleierung von Frauen in der Öffentlichkeit untersagt. Das Burka-Verbots soll aber maßvoll durchgesetzt werden.

          Dänemark stellt von August an das Tragen von Burka oder Nikab in der Öffentlichkeit unter Strafe. Das Parlament in Kopenhagen stimmte am Donnerstag einem Gesetz zu, das die islamische Voll- oder Gesichtsverschleierung in öffentlichen Räumen verbietet. Damit ist das Tragen von Burka oder Nikab ähnlich wie in Frankreich, Belgien oder Österreich künftig in Dänemark mit Strafen belegt. In Deutschland verfolgten die AfD und Teile der CSU ähnliche Bestrebungen. Frankreich verbannte 2011 als erstes Land in Europa den Ganzkörperschleier Burka sowie den Nikab, der das Gesicht bis auf die Augen vollständig bedeckt.

          Das Verbot wurde mit einer Mehrheit von 75 gegen 30 Stimmen angenommen, wie die Zeitung der deutschen Minderheit in Dänemark, „Der Nordschleswiger“, berichtet. Der Vorschlag der Regierung, Haftstrafen zu verhängen, konnte sich demnach nicht durchsetzen. Stattdessen soll ein erstmaliger Verstoß mit 1000 Kronen (rund 134 Euro) bestraft werden; ab dem vierten Verstoß werden 10.000 Kronen (1340 Euro) Bußgeld fällig, wie es hieß.

          Justizminister Sören Pape Poulsen (Konservative) hatte zuvor erklärt, die Polizei werde von niemandem verlangen, die Verschleierung abzulegen. Stattdessen sollten die Betreffenden das Bußgeld aushändigen und nach Hause gehen. Dazu werde es noch ausführliche Instruktionen für die Polizisten geben.

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