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CIA-Affäre Nun auch Ermittlungen gegen Isaf-Kommandeur

Der CIA-Skandal weitet sich aus. Nun wird gegen den Isaf-Kommandeur John Allen ermittelt. Er soll mit der Petraeus-Bekannten Jill Kelley in „unangemessenen E-Mails“ kommuniziert haben. Unterdessen durchsuchte das FBI das Haus der Petraeus-Biografin Paula Broadwell.

© AFP Großes Medienspektakel: Hausdurchsuchung bei Petraeus-Biografin Paula Broadwell

Die Geheimdienstaffäre um den zurückgetretenen CIA-Chef David Petraeus weitet sich aus. Nun steht auch John Allen, der Befehlshaber der Nato-Truppen in Afghanistan (Isaf), unter dem Verdacht, mit einer Frau vor allem per E-Mail Informationen in „unangemessener“ Weise ausgetauscht zu haben. Das verlautete am Dienstag aus amerikanischen Militärkreisen.

Bei der Frau handelt es sich demnach um Jill Kelley, die mit der Familie Petraeus befreundet ist. Sie arbeitet als ehrenamtliche soziale Vertrauensperson für den Luftwaffenstützpunkt MacDill in Florida, steht aber nicht in Diensten der  amerikanischen Regierung. Jill Kelley war es auch, die die Ermittlungen der Bundespolizei FBI im Fall des zurückgetretenen CIA-Chefs auslöste. Jill Kelley hatte sich bei Ermittlern über mutmaßliche Belästigungsmails der Petraeus-Biografin Paula Broadwell beschwert. Woraufhin das FBI bei seinen Ermittlungen auf die außereheliche Affäre zwischen Broadwell und Petraeus stieß. Der CIA-Chef trat daraufhin zurück.

Mehr als 20.000 Seiten E-Mails sichergestellt

Der Vier-Sterne-General Allen ist einer der wichtigsten Vertreter der  amerikanischen Streitkräfte und soll Kommandeur der amerikanischen Truppen in Europa werden. Petraeus war sein Vorgänger als Kommandeur in Afghanistan. Aus den  amerikanischen Militärkreisen verlautete nun, das FBI habe vor allem E-Mails mit einem Umfang zwischen 20.000 und 30.000 Seiten aus den Jahren 2010 bis 2012 zwischen Allen und Kelley sichergestellt. Man sei besorgt, dass es sich dabei um eine „unangemessene Kommunikation“ handele. Man wolle aber nicht über den Inhalt der Dokumente spekulieren, hieß es. Allen wies die Vorwürfe zurück.

Verteidigungsminister Leon Panetta teilte in einem offiziellen Statement mit, dass Allens Berufung zum Nato-Oberkommandeur in Europa verschoben werde. Ursprünglich war für den 15. November eine Senatsanhörung zu Allens Nominierung angesetzt. Diese wurde auf Anraten Panettas abgesagt. Der Verteidigungsminister teilte weiterhin mit, er habe am Montag Pentagon-Ermittlungen gegen Allen eingeleitet. Zuvor hatte das FBI den Fall an das amerikanische Verteidigungsministerium weitergegeben. Bis der Fall aufgeklärt sei, bleibe Allen auf seinem Posten in Afghanistan.

Und auch die Ermittlungen gegen die Petraeus-Biografin Paula Broadwell wurden fortgesetzt. In der Nacht hatten FBI-Agenten ihr Haus durchsucht und mehrere Kisten mit Beweismaterial sichergestellt.

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Quelle: marw./FAZ.NET

 
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