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Chronik Zeit der Nachbarschaft

01.03.2008 ·  Trotz des etwas abgekühlten Verhältnisses zwischen Deutschland und Frankreich, sind sich die beiden Länder in vielerlei Hinsicht verbunden. Eine Chronik wichtiger Stationen der deutsch-französischen Freundschaft.

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22. September 1950: Die beiden ehemaligen württembergischen Residenzstädte Montbéliard (Mömpelgard) und Ludwigsburg schließen auf Anregung des Deutsch-französischen Instituts den ersten deutsch-französischen Partnerschaftsvertrag.

14. September 1958: Bundeskanzler Konrad Adenauer besucht den französischen Präsidenten Charles de Gaulle in dessen Heimatort Colombey-les-deux-Églises.

22. Januar 1963: Im Pariser Elysée-Palast unterzeichnen Adenauer und Präsident de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.

4./5. Juli 1963: Während eines Besuchs von de Gaulle in Bonn wird das Abkommen über das Deutsch-französische Jugendwerk unterzeichnet.

29. Mai 1968: Auf dem Höhepunkt der Maiunruhen in Frankreich fliegt de Gaulle heimlich mit dem Hubschrauber nach Baden-Baden. Dies wird ihm später als Flucht ausgelegt.

13./14. März 1969: Auf dem 13. deutsch-französischen Gipfeltreffen wird die gemeinsame Produktion des Airbus beschlossen.

04. Dezember 1974: Der französische Philosoph Jean Paul Sartre besucht den deutschen RAF-Terroristen Andreas Baader in der Justizvollzugsanstalt Stammheim.

10.-24. Mai 1979: Bei den 32. Internationalen Filmfestspielen in Cannes erhält Volker Schlöndorff als erster deutscher Regisseur für „Die Blechtrommel“ die Goldene Palme.

26. Juni 1980: In Frankfurt beginnt die Tour de France mit dem Prolog, den Bernard Hinault gewinnt.

08. Juli 1982: Im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft verliert die favorisierte Équipe Tricolore im Elfmeterschießen gegen Deutschland. Während des Spiels verliert der französische Stürmer Battiston bei einem unsportlichen Einsatz des Torwarts Harald „Toni“ Schumacher nicht nur das Bewusstsein, sondern auch zwei Zähne.

20. Januar 1983: Als erstes französisches Staatsoberhaupt spricht François Mitterrand vor dem Deutschen Bundestag.

22. September 1984: François Mitterrand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl reichen sich auf dem ehemaligen Schlachtfeld von Verdun zur „Versöhnung über den Gräbern“ die Hände.

01. November 1988: Helmut Kohl und François Mitterrand werden gemeinsam mit dem Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.

02. Oktober 1990: Der Vertrag über die Gründung des europäischen Kulturkanals Arte wird unterzeichnet.

05. Januar 1993: Das deutsch-französische Eurokorps mit 40.000 Soldaten wird in Straßburg in Dienst gestellt.

14. Juli 1994: Anlässlich des französischen Nationalfeiertags paradieren erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg deutsche Soldaten des Eurokorps auf den Champs-Élysées.

29. November 1999: Als erster deutscher Bundeskanzler spricht Gerhard Schröder vor der französischen Nationalversammlung.

22. Januar 2003: Im Schloss von Versailles findet eine gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Bundestages anlässlich des 40. Jahrestages des Élysée-Vertrages statt.

18. September 2003: Das 81. deutsch-französische Gipfeltreffen wird erstmals in Form eines gemeinsamen Ministerrats abgehalten.

08. Dezember 2003: Patricia Kaas erhält das Bundesverdienstkreuz erster Klasse für ihre Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft - eine Ehrung, die bisher nur wenigen internationalen Künstlern zuteil wurde.

16. Mai 2007: Noch am Tage seiner Amtseinführung reist der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach Berlin, um Kanzlerin Angela Merkel zu treffen.

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