04.07.2012 · Chinas Kommunisten suchen auf verschlungenen Wegen ihr neues Führungspersonal. Die alten Parteiführer treten zwar ab - ihren Einfluss aber geben sie nicht auf.
Von Petra Kolonko, PekingRichtlinien für Lesermeinungen
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hat zum Glück durchaus schon ein recht umfangreiches
Sozialversicherungssystem auf den Weg gebracht.
Angesichts der Kreditkrisen der westlichen Welt sollten wir den Chinesen
zudem wünschen erfolgreich eine stabile Kontinuität auf den
Weg zu bringen.
Nicht auszudenken, wenn es hier ebenfalls zu vergleichbaren Krisen
kommt. Man denke nur an den auch hier versiegenden Bauboom und die damit
zusammenhängenden risikoreichen Kreditvergaben. Ich nehme an, dass
solche Szenarien in Europa und den USA bei der derzeitigen Aufarbeitung
der aus den USA importierten Kreditblase noch gar nicht
berücksichtigt sind.
Ein starkes und stabiles China ist das Beste was wir uns in Europa zur
Bewältigung unserer Probleme wünschen müssen.
ist im Grunde ein Kaiserreich geblieben. Eine Monarchie, bestehend auch
aus Provinzkönigen, Stadtfürsten und Dorfältesten. Auf
eine einheitliche Staatsphilosopie scheint man im Grunde nicht mehr zu
bestehen. Die Wirtschaftsgrundlage ist ein staatsmonopolistischer
Kapitalismus, zerfasert durch Sonder- und Einzelinteressen aller
denkbaren Seilschaften. Ich glaube nicht, dass sich soziale Probleme
leichter lösen lassen. Sie haben weder ein gut funktionierendes
Schulwesen noch eine modernes Gesundheitswesen, ja nicht einmal eine Sozialversicherung.
Stärke und Bedeutung dieses Staates sind eine Interpretationsfrage.
Er ist nicht so stabil wie aus europ. Sicht vermutet. Der
pazifisch-indische Raum ist ganz und gar nicht chinafreundlich.
Datum bleibt noch immer im Dunkel
Trotzdes späten Zeitpunkts lässt China bis heute kein genaues Datum des Parteikongresses verlauten, sondern beschränkt sich nach wie vor auf "im kommenden Herbst". Offensichtlich ist das Gerangel hinter der Szene also noch keineswegs endgültig beendet.