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China Debatte über Amoklauf in Henan

„Kalte und gefühllose“ Haltung der Behörden nach Amoklauf in einer Schule im chinesischen Henan: Dort wurden 23 Schüler von einem psychisch kranken Täter zum Teil schwer verletzt.

An dem Tag, als im amerikanischen Bundesstaat Connecticut das Massaker in der Sandy-Hook-Grundschule stattfand, hatte auch China einen Amoklauf in einer Schule zu beklagen. Ein mit einem Messer bewaffneter Mann stürmte am Freitag in eine Dorfschule der Provinz Henan und verletzte 23 Schüler im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, zwei davon schwer. Die meisten Opfer erlitten Wunden am Kopf und den Händen.

Petra  Kolonko Folgen:    

Die Chinesen sind schockiert, nicht nur über die Tat, sondern auch über die Reaktion ihrer Behörden und Medien. Im chinesischen Internet vergleichen Leser die Reaktionen der amerikanischen und der chinesischen Behörden und kommen zu keinem für ihre Bürokraten schmeichelhaften Ergebnis.

Nachricht unterdrückt

Während auch in China ausführlich über die Tat im fernen Connecticut berichtet wurde, taten die chinesischen Verantwortlichen zuerst alles, um die Nachricht von der schrecklichen Tat in ihrem Land zu unterdrücken. Ein Bericht auf der Internetseite der zuständigen Lokalbehörde wurde nach wenigen Stunden gelöscht, eine für Samstag angesetzte Pressekonferenz abgesagt.

Während sich in Amerika der Präsident äußerte und im ganzen Land die Flaggen auf halbmast wehten, hätten sich die lokalen Behörden in Henan kalt und gefühllos verhalten. Das jedenfalls berichteten Reporter der offiziellen Nachrichtenagentur Xinhua vom Tatort.

Kein Funktionär erschien demnach bei den Eltern der Opfer, weder mit Zuspruch noch mit einer Hilfszusage. Die Region um den Tatort ist arm, die Eltern werden Hilfe für medizinischen Behandlung brauchen. In den vergangenen Jahren hat es mehrere Angriffe in chinesischen Schulen gegeben. Die meisten Taten sollen, wie auch jetzt in Henan, von psychisch Kranken begangen worden sein. Darüber ist jetzt auch eine neue Debatte über die mangelnde Behandlung psychischer Krankheiten in China entbrannt.

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Quelle: F.A.Z.

 
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