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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Chen Guangsheng Chinesische Vorführung

 ·  Die sich so unverhofft bietende Chance, die Vereinigten Staaten vorzuführen, hat sich China nicht entgehen lassen. Im Fall des Dissidenten Chen Guangsheng ist Peking Herr des Verfahrens.

Artikel Lesermeinungen (2)

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Gerhard Dünnhaupt

Viel Lärm um recht wenig

Der brave Herr Chen hatte seine "Flucht" in die US-Botschaft sorgfältig für den Vorabend von Frau Clintons Ankunft geplant, um einen maximalen politischen Eklat und die größtmögliche Aufmerksamkeit der internationalen Medien zu erzielen. Beide Seiten gewannen damit jedoch den Vorteil, die Medien von den tatsächlichen Verhandlungen zwischen Clinton-Geithner und Hu-Wen abzulenken, über die bis heute kein Wort verlautete.

Was Herrn Chen anbelangt, kann er sich nun wie jeder andere Chinese schriftlich um ein Auslandsstudium bewerben. Die Idee, mit Frau Clintons Flugzeug abzureisen, war derart absurd, dass man an seinem Verstand zweifeln muss.

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Dr. Michael Menzel

"...wie sie künftig mit China umgehen will"?

Haben die die USA eine Alternative, den Umgang mit China zu gestalten? In der jetzigen Situation, was Chen betrifft, doch wohl nicht!

Aber man kann hoffen, daß sich die Gespräche Clinton's mit der chinesischen Regierung auf einer astronomisch entfernt anderen Ebene befinden, als das menschliche Drama das sich aus chinesischer Sicht offensichtlich als Flohzirkus abspielt.
Es könnte ja sein, daß sie den "Dissidenten" laufen lassen mit Kind und Kegel; daß also so ein Gnadenakt, der im Stillen ablaufen sollte, innerhalb der chinesischen Frustrationstoleranz liegt.
Hoffen wir das Beste für diesen wahrlich genug gestraften Menschen.

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Jahrgang 1958, Redakteur in der Politik.

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