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Frühere Wikileaks-Informantin : Chelsea Manning will für Senat kandidieren

  • Aktualisiert am

Chelsea Manning spricht am 17.9.2017 bei der „Nantucket Project“-Konferenz in Nantucket, Vereinigte Staaten. (Archivbild) Bild: dpa

Die ehemalige Wkileaks-Informantin Chelsea Manning will Senatorin werden. Sie kandidiert für die Demokraten in Maryland. Manning saß noch bis Mai in Haft.

          Die frühere Wikileaks-Informantin Chelsea Manning will für die Demokraten für den amerikanischen Senat kandidieren. Wie am Samstag aus Bundeswahlunterlagen hervorging, reichte Manning ihre Kandidatur für die Wahl im November ein, um im Senat den Bundesstaat Maryland zu vertreten. Das Dokument, das die Bundeswahlkommission (FEC) auf ihrer Website veröffentlichte, ist auf den 5. Januar datiert und wurde am Donnerstag persönlich eingereicht.

          Auf der Liste der registrierten Kandidaten des Bundesstaates Maryland tauchte Mannings Name allerdings zunächst nicht auf. Die Zeitung „Washington Post“, die zuerst über Mannings Kandidatur berichtet hatte, schrieb, die 30-Jährige sei bislang nicht für eine Stellungnahme erreichbar gewesen. Der Zeitung zufolge strebt Manning an, den Sitz des 74-jährigen Demokraten Ben Cardin zu übernehmen, den dieser seit 2007 inne hat.

          Manning hatte 700.000 vertrauliche Dokumente mit Bezug zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan von Militärrechnern heruntergeladen und 2010 der Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt. Damals war sie als Obergefreiter Bradley Manning in der Nähe von Bagdad stationiert.

          Im Mai 2010 wurde Manning festgenommen und im August 2013 zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt. Während der Haft nahm sie eine Geschlechtsumwandlung vor. Im Mai kam sie aufgrund eines Gnadenerlasses des damaligen demokratischen amerikanischen Präsidenten Barack Obama nach sieben Jahren Haft vorzeitig frei. Obamas republikanischer Nachfolger im Weißen Haus, Donald Trump, hatte Manning als „Verräterin“ bezeichnet, die das Gefängnis „niemals“ hätte verlassen dürfen.

          Quelle: AFP

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