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Bush unterstützt Erdogan „PKK ist ein Feind für uns“

06.11.2007 ·  Der amerikanische Präsident hat bei dem Treffen mit Erdogan in Washington die kurdischen Rebellen als gemeinsamen „Feind“ und die PKK als Terrororganisation bezeichnet. International wächst die Besorgnis über eine Eskalation der Krise an der Grenze zum Nordirak.

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Der amerikanische Präsident George W. Bush hat die kurdische Arbeiterpartei PKK als gemeinsamen “Feind“ bezeichnet und der Türkei Hilfe im Kampf gegen die Rebellen angeboten. Bei einem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Washington nannte Bush die PKK am Montag eine terroristische Gruppe. „Sie sind ein Feind der Türkei, ein Feind des Irak und ein Feind der Vereinigten Staaten.“

Konkret bot Bush seinem Gast an, Geheimdienstmaterial zu teilen, um den Rebellen im Grenzgebiet zum Irak Einhalt zu gebieten. „Gute, akkurate Geheimdienstinformationen, die schnell geliefert werden und auf moderner Technik basieren, werden es viel einfacher machen, effektiv gegen die Rebellen vorzugehen“, sagte Bush. Die Streitkräfte beider Länder müssten in ständigem Kontakt stehen.

Ernste Belastungsprobe

Die Drohung der Türkei mit einem militärischen Vorgehen gegen die PKK im Nordirak hatten zu einer ernsten Belastungsprobe für die Beziehungen der Nato-Verbündeten geführt. Erdogan hatte vor seinem Abflug nach Washington betont, er erwarte von der Führung in Washington konkrete Schritte. Die Türkei wirft den Vereinigten Staaten ebenso wie der Regierung in Bagdad vor, nicht konsequent genug gegen die Rebellen im Nordirak vorzugehen.

PKK-Kämpfer haben in den vergangenen Wochen in der Region verstärkt türkische Streitkräfte angegriffen. Die Türkei hat mittlerweile bis zu 100.000 Soldaten an der Grenze zum Irak zusammengezogen und schließt einen größeren Einsatz gegen die rund 3000 Rebellen nicht mehr aus. Amerika hat die Türkei mehrfach zur Zurückhaltung aufgefordert.

Trotz internationaler Besorgnis über eine Eskalation in der Kurden-Krise will Erdogan die Truppen seines Landes an der Grenze zum Irak belassen. Sein Land sei an einem Krieg nicht interessiert, betonte Erdogan später in einer Rede vor dem Nationalen Presseclub in Washington.

Das Mandat des türkischen Parlaments beziehe sich auf einen Einsatz gegen die PKK. Der türkische Regierungschef betonte, sein Land strebe keine Ausdehnung in den Irak an. Seine Geduld mit der PKK sei aber am Ende. Bei einer Rede im Zentrum für Strategische und Internationale Studien kritisierte Erdogan das zögerliche Handeln der Vereinigten Staaten und Iraks in dem Konflikt. „Wir würden uns dringende, konkrete Maßnahmen wünschen, die über die reine Rhetorik hinausgehen und die PKK aus dem Nordirak vertreiben.“

Erdogan hat indes die Europäische Union beschuldigt, den Beitritt seines Landes durch unfaire Barrieren zu behindern. Seine Regierung verfolge den Jahrzehnte alten Plan weiter, eines Tages der EU beizutreten, sagte Erdogan seiner Rede in Washington. Leider gebe es „gewisse politische Barrieren“. Die Türkei sei traurig darüber mitansehen zu müssen, wie die EU „nach Spielbeginn immer neue Regeln“ aufstelle. Erdogan betonte, sein Land sei wegen der Lage zwischen Europa und Asien „ein Bollwerk“ gegen einen Kampf der Zivilisationen.

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