23.09.2007 · Seit Tagen protestieren Mönche, Zivilisten und erstmals auch Nonnen gegen die Militärregierung in Burma. Zuerst ging es um stark gestiegene Preise, inzwischen sind die Forderungen politischer geworden.
Der Widerstand gegen die Militärjunta in Birma wächst. Am Sonntag zogen 15.000 Menschen durch die Hafenmetropole Rangun, berichteten Augenzeugen. Darunter waren neben 3000 Mönchen auch erstmals etwa 300 Nonnen und mehr als 10.000 Zivilisten.
Der Aufstand der Mönche, die seit Dienstag zunächst gegen drastische Preiserhöhungen demonstriert haben, wurde am Sonntag deutlich politischer: Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie „Gerechtigkeit wird Ungerechtigkeit bezwingen“ mit sich.
„Freiheit für Aung San Suu Kyi“
Demonstranten, die die Mönche begleiteten, skandierten nach Angaben von Augenzeugen Sprüche, darunter: „Freiheit für Aung San Suu Kyi“. Die Friedensnobelpreisträgerin steht seit Jahren unter Hausarrest. Am Samstag waren mehr als 2000 Mönche überraschend zu ihrem Haus gezogen. Die 62-Jährige zeigte sich erstmals seit vier Jahren kurz in der Öffentlichkeit. Sie habe den Mönchen unter Tränen gedankt, berichteten Augenzeugen später.