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Burma Obama fordert Freilassung Suu Kyis

27.05.2009 ·  Der amerikanischen Präsident Obama hat die Freilassung der burmesischen Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi gefordert: Der „Schau-Prozess“ gegen die Nobelpreisträgerin werfe „ernsthafte Zweifel“ an der Glaubwürdigkeit des Regimes auf.

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Der amerikanischen Präsident Barack Obama hat die bedingungslose Freilassung der burmesischen Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi gefordert. Die „fortgesetzte Inhaftierung, Isolierung und der Schau-Prozess“ gegen die 63 Jahre alte Nobelpreisträgerin würfen „ernsthafte Zweifel am Willen des Regimes auf, ein verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu sein“.

Ungebetener Besuch

In Rangun ging am Mittwoch der jüngste Prozess gegen San Suu Kyi weiter. Die Politikerin ist angeklagt, die Auflagen ihres Hausarrests verletzt zu haben. Hintergrund ist der Besuch eines Amerikaners, der von den Wachen angeblich unbemerkt Anfang Mai durch einen See zu ihrem Haus geschwommen war.

San Suu Kyi bekräftigte, sie habe mit der Beherbergung des amerikanischen Staatsbürgers John Yettaw nicht gegen die Bedingungen ihres Hausarrests verstoßen. Der Mann habe schon im November 2008 versucht, zu ihr zu gelangen, und sie habe damals die Behörden über ihren Arzt davon in Kenntnis gesetzt. Diese hätten jedoch nichts unternommen, heißt es in einer Erklärung, die die Partei der Oppositionspolitikerin vor Gericht vorlegte.

Den zweiten Besuch des 53 Jahre alten Yettaw habe sie ebenfalls über ihren Arzt mitteilen lassen wollen, dieser habe sie aber nicht besuchen dürfen. Im Übrigen habe die Militärjunta nicht angeordnet, dass sie einen Besuch in ihrem Haus sofort zu melden habe. Dass sie allein sich wegen des Zwischenfalls vor Gericht verantworten müsse, beweise die Voreingenommenheit der Anklage.

Hunderet protestieren gegen Regime

Die Partei San Suu Kiys, die Nationale Liga für Demokratie (NLD), erinnerte am Mittwoch an den seit sechs Jahren andauernden Hausarrest der Oppositionsführerin und den 19. Jahrestag ihres Siegs bei der Parlamentswahl, den die Militärjunta aber niemals anerkannt hat. Hunderte von Anhängern versammelten sich am Mittwoch vor der Parteizentrale in Rangun und ließen Tauben in den Himmel aufsteigen.

Der britische Premierminister Brown schloss sich derweil einer Online-Petition an, die Burma zur Freilassung San Suu Kyis auffordert. „Ich schließe meine Stimme dem wachsenden Chor derjenigen an, die Ihre Freilassung fordern“, hieß es in der Erklärung Browns. „Zu lange schon hat die Welt gegenüber dieser unerträglichen Ungerechtigkeit nichts getan.“

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