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Burma Neun Tote nach Anschlägen in Rangun

15.04.2010 ·  Bei einer Serie von Anschlägen in der burmesischen Stadt Rangun sind neun Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. In einem Park der Stadt explodierten drei Bomben, eine vierte konnte entschärft werden.

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Bei einer Serie von Anschlägen in Burma sind mindestens neun Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Drei Sprengsätze explodierten in einem Park im Zentrum von Rangun, der früheren Hauptstadt des südostasiatischen Landes. Ein vierter Sprengsatz konnte rechtzeitig entschärft werden. Es wurde erwartet, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt. Ausländer befanden sich nach ersten Angaben nicht unter den Opfern.

Die Explosionen ereigneten sich am Nachmittag in der Nähe von Pavillons am Kandawgyi-See, die zum viertägigen Wasserfest errichtet worden waren. Mit dem Wasserfest wird in Burma traditionell das neue Jahr eingeläutet. Hunderte Menschen hatten sich in dem Park versammelt, um das buddhistische Neujahrsfest zu feiern.

Rebellengruppe kämpft seit Jahrzehnten gegen die Armee

In den vergangenen Jahren waren in Rangun und in anderen Landesteilen Burmas immer wieder Anschläge verübt worden. Die Regierung hatte mehrfach eine Rebellengruppe der Minderheit der Karen dafür verantwortlich gemacht, die bereits seit Jahrzehnten gegen die burmesische Armee kämpft. Burma wird seit 1962 von einer Militärjunta regiert.

Video: Der Weg von Aung San Suu Kyi

Für Herbst hat die Militärregierung erstmals seit 20 Jahren eine Parlamentswahl angesetzt. Aus Protest gegen die restriktiven Wahlgesetze kündigte die oppositionelle Nationale Liga für Demokratie (NLD) von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi allerdings den Boykott des Urnengangs an. Die NLD hatte die letzten freien Wahlen im Jahr 1990 gewonnen; die Militärs erkannten das Ergebnis jedoch nie an. Suu Kyi verbrachte 14 der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest oder im Gefängnis.

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