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Sonntag, 12. Februar 2012
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Bundeswehr vor Somalia Mehr als 1000 deutsche Soldaten gegen Piraten

25.11.2008 ·  Bis zu 1400 deutsche Soldaten will das Verteidigungsministerium in Berlin für den EU-Einsatz „Atalanta“ gegen Piraten bereitstellen. Nach F.A.Z.-Informationen soll dazu eine Fregatte am Horn von Afrika operieren.

Von Stephan Löwenstein, Berlin
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Für den EU-Einsatz „Atalanta“ gegen Piraten vor der somalischen Küste will das Bundesverteidigungsministerium nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bis zu 1400 Soldaten bereitstellen.

Eine Fregatte soll dazu am Horn von Afrika operieren. Für die Fregatte wären - einschließlich der Wechselbesatzung - nur etwa 500 Mann nötig. Vorgesehen ist aber auch, dass Sicherungskommandos auf Frachtern deutscher Reeder eingeschifft werden, die für deutsche Reeder am Horn von Afrika unterwegs sind.

Marine geht abermals gegen Piraten vor

Die deutsche Marine hatte am Wochenende abermals Nothilfe gegen einen Angriff von Piraten geleistet. Wie das Verteidigungsministerium am Montag in Berlin mitteilte, schickte die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ am Sonntagnachmittag ihren Bordhubschrauber in Richtung zweier Handelsschiffe, die im Golf von Aden von Piraten mit Schnellbooten angegriffen worden waren.

Den Angaben zufolge verließen die Piraten daraufhin das Seegebiet, die beiden Handelsschiffe konnten ihre Fahrt fortsetzen. Die deutsche Marine hatte bereits in der vergangenen Woche mehrfach Nothilfe gegen Piraten geleistet.

Piraten senken Lösegeldforderung für Supertanker

Nach Drohungen islamistischer Milizen in Somalia haben die Piraten mit dem entführten Supertanker „Sirius Star“ den Ankerplatz vor der Hafenstadt Haradhere verlassen. Ein Mitglied der Ältesten des Ortes sagte am Montag, die Piraten hätten sich „in Richtung hoher See“ entfernt.

Die Islamisten hatten mehrmals damit gedroht, die Seeräuber zu bekämpfen. Nach Angaben arabischer Medien fordern die Piraten für die Herausgabe des Supertankers mittlerweile 15 Millionen Dollar. Zunächst lag die Forderung bei 25 Millionen Dollar. Nach Verhandlungen mit dem stellvertretenden somalischen Ministerpräsidenten Ahmed Abdulsalam, der zum gleichen Stamm wie die Piraten gehöre, hätten sie ihre Geldforderung aber gesenkt, hieß es.

Russische Kriegsschiffe sollen nach Angaben der russischen Marine vom Montag künftig im Golf von Aden ständig im Einsatz sein. Auch eine Entsendung von Flottillen werde erwogen. Russland schickte im Oktober die Fregatte „Neustraschimi“ in die Region, nachdem dort ein mit Panzern beladene ukrainische Frachtschiff gekapert worden war.

Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden im Seegebiet vor Somalia acht Schiffe mit mehreren hundert Besatzungsmitgliedern entführt. Angesichts der gefährlichen Lage erwägen immer mehr Reedereien, die Wasserstraße zu meiden.

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