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Bundeswehr Tornados in Afghanistan gelandet

05.04.2007 ·  Sechs Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr sind sicher im nordafghanischen Mazar-i-Sharif eingetroffen. Nächste Woche sollen die Tornados der Nato unterstellt werden und ab Mitte April die Isaf-Schutztruppe unterstützen.

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Ohne Zwischenfälle sind die sechs „Tornado“-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr am Donnerstag im nordafghanischen Mazar-i-Sharif eingetroffen. Von dem dortigen Bundeswehrstützpunkt aus sollen sie in den kommenden Monaten helfen, die Luftüberwachung und Aufklärung in ganz Afghanistan sicherzustellen. Die Regierung in Kabul begrüßte die Maschinen als wichtigen Beitrag für die Sicherheit des Landes.

Am 9. April sollen die Flugzeuge der Nato unterstellt werden und nach Trainingsflügen vom 15. April an die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) im umkämpften Süden unterstützen. Die deutschen Piloten haben den Auftrag, Bilder von Taliban-Stellungen aufzunehmen und sie den Nato-Partnern zur gezielten Bekämpfung der Taliban zur Verfügung zu stellen. An Kampfeinsätzen sollen sich die Soldaten nicht direkt beteiligen. Insgesamt werden die Tornados von etwa 200 Soldaten der Bundeswehr begleitet, die in Mazar-i-Sharif stationiert sind. Sie werden im Abstand von etwa drei bis vier Monaten ausgetauscht.

Einsatz bei Tag und Nacht

Der Bundestag hatte den zunächst bis Mitte Oktober befristeten Einsatz vor vier Wochen beschlossen. Die „Recce-Tornados“ sind für die Luftaufklärung mit zwei optischen und einem Infrarotsensor ausgestattet. Das ermöglicht einen Einsatz bei Tag und Nacht. Mit den leistungsfähigen Objektiven können die deutschen Jets noch aus fünf Kilometern Entfernung ein Auto-Nummernschild fotografieren. Ab 15. April soll die vorläufige Einsatzbereitschaft hergestellt sein, wenige Tage später ist die volle Einsatzbereitschaft geplant.

Am Morgen habe es wegen des Wetters eine leichte Verzögerung gegeben, ansonsten sei die Verlegung der sechs Maschinen über mehrere tausend Kilometer wie geplant verlaufen, sagte ein Sprecher. Insgesamt waren am Montag zehn Maschinen vom Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein gestartet. Sie landeten zunächst auf dem italienischen Stützpunkt Decimomannu auf Sardinien. Die nächste Etappe in die Vereinigten Arabischen Emirate absolvierten nur noch acht Flugzeuge. Den letzten Abschnitt des Fluges nach Afghanistan absolvierten nur die für den Einsatz vorgesehenen sechs Maschinen. Damit wollte die Luftwaffe sicherstellen, dass trotz möglicher technischer Probleme auf der langen Strecke alle sechs angeforderten Maschinen in Afghanistan ankommen.

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