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Menschenrechtsbericht : Rebellen rekrutieren Kindersoldaten im Irak

  • Aktualisiert am

Auf dem Vormarsch: eine Rebellengruppe im Irak Mitte Juni 2014 Bild: dpa

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch ist sich sicher: Syrische und irakische Rebellen locken Jugendliche mit dem Versprechen auf Bildung an, schicken sie aber an die Front.

          Rebellengruppen in Syrien rekrutieren nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) Kindersoldaten. Einige Gruppierungen setzten bereits 15-Jährige zum Kampf ein, erklärte die Organisation am Montag. Die Jugendlichen würden unter dem Vorwand angeworben, sie hätten Zugang zu Bildung. Auch die Terrorgruppe Isis, die derzeit im Irak vorrückt, habe mit Kampagnen für kostenlose Schulbildung Kinder rekrutiert. Die Minderjährigen würden an der Waffe ausgebildet und für gefährliche Einsätze und Selbstmordanschläge missbraucht.

          „Die Grauen werden nur noch schlimmer“

          Der HRW-Report basiert auf Zeugenberichten von 25 Kindersoldaten, die teilweise immer noch an die Front geschickt werden. Sie dienten für die Isis, die Freie Syrische Armee (FSA), die Islamische Front, die islamistische al Nusra Front sowie für kurdische Rebellengruppen.

          Die Rebellen dürften nicht länger verletzliche Kinder ausbeuten, sagte der Fachmann der Menschenrechtsorganisation für Kinderrechte, Priyanka Motaparthy. „Die Grauen des syrischen Konflikts werden nur noch schlimmer gemacht, indem Kinder an die Front geschickt werden.“ Länder, die die syrischen Rebellen unterstützten, sollten Druck für ein Ende der Rekrutierung von Kindersoldaten ausüben, forderte er.

          In Syrien herrscht seit mehr als drei Jahren Bürgerkrieg. Ausgangspunkt waren im März 2011 zunächst friedliche Proteste gegen Präsident Baschar al Assad, die in einen blutigen Aufstand mündeten. Nach UN-Angaben wurden bislang schätzungsweise 160.000 Menschen in dem Konflikt getötet.

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