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Brisanter Bericht Amerikanische Geheimdienste: Keine akute atomare Gefahr in Iran

04.12.2007 ·  Amerikanische Geheimdienste schätzen die Gefahr, dass Iran eine Atombombe entwickelt, in einem neuen Bericht geringer ein als bislang. Das Weiße Haus teilte mit, es gebe „Anlass zur Hoffnung, dass das Problem diplomatisch gelöst werden kann“.

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Die Gefahr, dass Iran eine Atombombe entwickelt, ist nach der Einschätzung amerikanischer Geheimdienste geringer als bisher angenommen. Die Regierung in Teheran sei inzwischen „weniger entschlossen“, ein Nukleararsenal zu entwickeln, heißt es in einem am Montag in Washington veröffentlichten Bericht der 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten.

Das Atomwaffenprogramm des Landes sei bereits im Jahr 2003 unterbrochen und zumindest bis Mitte dieses Jahres nicht wiederaufgenommen worden. Grund für den Stopp seien vor allem die gestiegene internationale Überwachung und internationaler Druck gewesen.

„Teheran ist verwundbarer als vermutet“

Unklar sei allerdings, ob die Regierung in Teheran derzeit beabsichtige, Atomwaffen zu entwickeln. Sie halte sich zumindest eine entsprechende Möglichkeit offen. Technisch sei das Land aber „frühestens Ende 2009“ dazu in der Lage, hochangereichertes Uran für die Atomwaffenproduktion herzustellen. Das sei allerdings „sehr unwahrscheinlich“.

Eine ausreichende Menge atomwaffenfähigen Urans könnte wahrscheinlich erst zwischen 2010 und 2015 gesammelt sein. Die Geheimdienste seien „mäßig bis stark“ davon überzeugt, dass Iran derzeit über keine Nuklearwaffen verfüge. In ihrem letzten Bericht zu dem Thema vor zwei Jahren hatten die Geheimdienste noch eine kritischere Bilanz gezogen.

Den Stopp des Atomprogramms führen die Geheimdienste auf den internationalen Druck auf Iran zurück. „Wir urteilen mit hoher Gewissheit, dass der Stopp in erster Linie eine Reaktion auf wachsende internationale Aufmerksamkeit und Druck war.“ Das lasse vermuten, dass Iran „verwundbarer auf Einfluss (von außen) ist als wir bislang vermuteten“, und lege nahe, „dass Teherans Entscheidungen eher auf einer Kosten-Nutzen-Analyse beruhen als auf einem Streben nach der Waffe ohne Berücksichtigung der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Kosten“.

„Einige positive Nachrichten“

Das Weiße Haus bewertete die Erkenntnisse der Geheimdienste verhalten positiv. Sie zeigten, dass Fortschritte dabei erzielt worden seien, eine atomare Bewaffnung Irans zu verhindern, teilte der Nationale Sicherheitsberater Stephen Hadley mit. Dass Teheran in den Besitz eines Nukleararsenals gelangen könnte, bleibe „ein sehr ernsthaftes Problem“. Hadley sagte jedoch, der Bericht enthalte „einige positive Nachrichten“ und gebe „Anlass zur Hoffnung, dass das Problem diplomatisch gelöst werden kann“.

Das bestätige die Strategie von Präsident George W. Bush, der den Konflikt durch verstärkten internationalen Druck beilegen wolle. Daneben stehe die Bereitschaft zu Verhandlungen, die iranischen Interessen nachkomme und zugleich sicherstelle, dass es niemals eine Atommacht Iran geben werde. Hadley forderte die Weltgemeinschaft auf, den Druck auf Teheran nochmals zu erhöhen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA / AFP
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