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Brasilien Dilma Rousseff als Präsidentin vereidigt

Als neue Präsidentin Brasiliens ist Dilma Rousseff am Samstag vereidigt worden. Roussef legte im Kongress in Brasília gemeinsam mit Vizepräsident Michel Temer den Amtseid auf die Verfassung ab. Rousseff ist die erste Präsidentin Brasiliens und Nachfolgerin von Lula da Silva, der nach acht Jahren aus dem Amt schied.

© AFP Dilma Roussef nach der Abgabe ihrer Stimme bei der Präsidentenwahl im Oktober 2010.

In Brasilien ist Dilma Rousseff als erste Präsidentin des Landes vereidigt worden. Die 63-jährige Politikerin der brasilianischen Arbeiterpartei (PT) trat am Samstag die Nachfolge von Luis Inßcio Lula da Silva an. Der Brasilianer scheidet als beliebtester Präsident in der Geschichte des Landes aus dem Amt. Rousseff war seine Wunschkandidatin für die Nachfolge im Präsidentenamt.

Rousseff ist die erste Präsidentin in der Geschichte des größten lateinamerikanischen Staates. Im Präsidentschaftswahlkampf hatte sie mit dem Versprechen geworben, die Politik Lula da Silvas fortsetzen zu wollen. Rousseff fehlt zwar das Charisma und die Volkstümlichkeit ihres Vorgängers, doch sie gilt als gradlinige, kompetente und unbestechliche Technokratin.

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„Eiserne Lady“

Rousseff übernimmt von ihrem Vorgänger ein aufstrebendes Land. 2014 richtet Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft aus, 2016 die Olympischen Sommerspiele. Bis dahin wird es voraussichtlich die fünftgrößte Wirtschaftsnation sein. Erst kürzlich wurden vor der Küste große Erdölvorkommen entdeckt. Dass Rousseff über die nötigen Managementfähigkeiten verfügt, bezweifelt niemand.

Als Stabschefin leitete und koordinierte sie seit 2005 die Regierungsarbeit der 38 Ministerien und stieg zur einflussreichsten Vertrauten Lulas auf. Dass sie auch hart gegenüber sich selbst sein kann, zeigte sie in ihrem Kampf gegen den Lymphdrüsenkrebs. Ihr Ruf als fordernde und fähige Macherin hat ihr den Spitznamen „Eiserne Lady“ eingebracht.

Quelle: dapd/dpa

 
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