Der wegen Polizistenmordes verurteilte schwarze Autor und „Black Panther“-Aktivist Mumia Abu-Jamal muss nicht mehr mit seiner Hinrichtung rechnen. Die Staatsanwaltschaft bei einem Bundesgericht in Philadalphia teilte am Mittwoch mit, dass sie in dem seit fast 30 Jahren währenden Verfahren nicht länger die Todesstrafe fordern wird.
Der zuständige Staatsanwalt Seth Williams sagte, er hege weiter keinerlei Zweifel, dass der damals 27 Jahre alte Abu-Jamal am 9. Dezember 1981 den Polizisten Daniel Faulkner erschossen habe und in einem ersten Verfahren im Jahr darauf zu Recht zum Tode verurteilt worden sei. Gemäß einer Vereinbarung mit der Witwe des zum Zeitpunkt seines Todes 25 Jahre alten Polizisten Faulkner werde er nun lebenslange Haft ohne Möglichkeit der vorzeitigen Entlassung fordern, sagte Staatsanwalt Williams, der wie Abu-Jamal schwarz ist.
Bis heute Unschuld beteuert
Abu-Jamal, dessen ursprünglicher Name Wesley Cook lautete, beteuert bis heute seine Unschuld. In seinen Publikationen hatte er den mehrheitlich weißen Geschworenen in dem ersten Verfahren gegen ihn rassistische Vorurteile vorgeworfen sowie den Prozess gegen ihn als ingsesamt unfair gebrandmarkt.
Während der langwierigen Berufungsverhandlungen, die bis zum Obersten Gericht führten, wurde Abu-Jamal zur Symbolfigur für Gegner der Todesstrafe in Amerika. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Forderung nach der Todesstrafe hat fallen lassen, wird Abu-Jamal den Rest seines Lebens in einem Gefängnis in Pennsylvania verbringen.
Die Witwe Faulkners sagte, Abu-Jamal sei nur wegen „der schändlichen Feigheit“ der für die Verhängung des Strafmaßes zuständigen Bundesrichter seiner gerechten Strafe entgangen.
Verbrecher bleibt Verbrecher und Mörder bleibt Mörder...
Mario Rutar (Rufaz)
- 08.12.2011, 09:36 Uhr
Wen kümmern die vielen unschuldigen Schwarzen
Carsten Zimmermann (Maltegreif)
- 08.12.2011, 00:35 Uhr
Gönnen wir's ihm
Norbert Czech (nczech)
- 07.12.2011, 21:17 Uhr
