Die amerikanische -Regierung sieht vor dem ersten Jahrestag der Tötung von Al-Qaida-Chef Usama bin Ladin keine erhöhte Anschlagsgefahr. Das Weiße Haus teilte am Donnerstag mit, es lägen keine Hinweise auf Anschlagspläne von Anhängern des islamistischen Terrornetzwerks in den Vereinigten Staaten vor. Allerdings gehe von Al Qaida und anderen Terrorgruppen weiter eine grundsätzliche Bedrohung aus, sagte Regierungssprecher Jay Carney.
Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington mit fast 3000 Toten war bin Laden der Staatsfeind Nummer eins der Vereinigten Staaten. Fast ein Jahrzehnt konnte er sich verstecken, bis ihn die amerikanischen Geheimdienste im pakistanischen Abbottabad aufspürten. Ein Spezialkommando der amerikanischen Eliteeinheit Navy Seals stürmte das Anwesen in der Nacht zum 2. Mai 2011 und erschoss den Al-Kaida-Chef.
Pakistan weist Witwen nach Saudi-Arabien aus
Derweil hat Pakistan kurz vor dem ersten Todestag von Terrorchef Usama bin Ladin dessen drei Witwen sowie mehrere Kinder in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus Pakistan abgeschoben. Um Mitternacht wurden sie mit einem Kleinbus aus einer Villa in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad abgeholt, in der sie seit knapp einem Jahr unter Hausarrest gestanden hatten, und zum Flughafen gebracht. Dort startete am frühen Freitagmorgen eine Sondermaschine Richtung Saudi-Arabien. Wie der Anwalt der Familie, Amir Khalil, am Freitag mitteile, hob die Sondermaschine mit insgesamt 14 Angehörigen um 02.00 Uhr (Ortszeit) vom Flughafen Islamabad aus ab. Zwei der Witwen sind Staatsbürgerinnen des Golfstaats. Die jüngste Witwe stammt aus dem Jemen. Sie und ihre fünf Kinder sollten später aus Saudi-Arabien in ihre Heimat weiterreisen, sagte Anwalt Khalil.
Anfang April waren die drei Frauen und zwei erwachsene Töchter Bin Ladins wegen illegalen Aufenthalts in Pakistan zu 45 Tagen Gefängnis und einer kleinen Geldstrafe verurteilt worden. Die Zeit ihres Hausarrests wurde teilweise auf die Strafe angerechnet. Deshalb hatten sie die Haftstrafe bereits in der vergangenen Woche verbüßt. Nach offiziellen Angaben mussten vor der Abschiebung aber noch einige Formalitäten geklärt werden. Es gab jedoch auch Spekulationen, dass sich Saudi-Arabien zunächst gegen die Aufnahme der Familie sträubte.
Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington mit fast 3000 Toten war Bin Ladin Amerikas Staatsfeind Nummer. Fast ein Jahrzehnt konnte er sich verstecken, bis die amerikanischen Geheimdienste ihn und seine Familie im pakistanischen Abbottabad aufspürten. Ein Spezialkommando der Eliteeinheit Navy Seals stürmte das Anwesen in der Nacht zum 2. Mai 2011 und erschoss den Al-Qaida-Chef.
