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Angriff in Syrien : Amerikaner töten mehr als 100 Regierungs-Kämpfer

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Zwei amerikanische Kampfflugzeuge vom Typ F-22 über Syrien Bild: EPA

Die von Amerikanern geführte Militärkoalition hat eine Attacke syrischer Regierungstruppen auf verbündete Kräfte mit Luftangriffen beantwortet. Dabei wurden in der östlichen Provinz Deir Essor nach Militärangaben mehr als hundert regierungstreue Kämpfer getötet.

          Bei einem Angriff der amerikanischen Armee in Syrien sollen einem Bericht zufolge mehr als 100 regierungstreue Kämpfer getötet worden sein. Die von den Vereinigten Staaten geführte Anti-IS-Koalition und ihre Verbündeten hätten im Osten des Landes aus der Luft und mit Artillerie angegriffen, zitierte der Sender CNN am Donnerstag einen nicht näher genannten Offiziellen der amerikanischen Armee. „Wir schätzen, dass mehr als 100 syrische Pro-Regime-Kräfte getötet wurden“, sagte er.

          Die Anti-IS-Koalition erklärte, regierungstreue Kräfte hätten am Mittwoch im Euphrat-Tal ein Hauptquartier der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) angegriffen. Dort hätten sich auch Soldaten des Anti-IS-Bündnisses aufgehalten. Der Angriff auf die Anhänger von Syriens Präsident Baschar al-Assad war demnach eine Verteidigungsmaßnahme nach einem „unprovozierten Angriff“. Die Pro-Regime-Kräfte hätten dabei Panzer russischer Bauart und Artillerie eingesetzt, zitierte CNN den Vertreter des amerikanischen Militärs weiter. Vermutlich hätten sie Ölfelder in der Region einnehmen wollen.

          Die Vereinigten Staaten vertreten in Syrien die Linie, sich aus dem Bürgerkrieg herauszuhalten und nur gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zu kämpfen. Schon im vergangenen Jahr hatten sie aber regierungstreue Milizen angegriffen und das als Verteidigungsmaßnahme bezeichnet. Das amerikanische Militär arbeitet im Kampf gegen den IS eng mit den SDF zusammen. Diese werden von der Kurdenmiliz YPG angeführt.

          Unterdessen hat Syriens Luftwaffe abermals ein Rebellengebiet nahe der Hauptstadt Damaskus angegriffen und dabei Aktivisten zufolge mindestens 21 Zivilisten getötet. Bei der heftigen Bombardierung der Region Ost-Ghuta seien 125 Menschen verletzt worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Damit seien in den vergangenen drei Tagen bei Angriffen auf Ost-Ghuta mehr als 150 Zivilisten ums Leben gekommen, rund 40 von ihnen Kinder.

          Regierungstruppen haben das vor allem von islamistischen Rebellen kontrollierte Gebiet vollständig eingeschlossen. Rund 400 000 Menschen sind fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten.

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