28.02.2010 · Ein ranghoher Anführer der baskischen Untergrundorganisation Eta ist nach spanischen Angaben in Frankreich festgenommen worden. Zusammen mit zwei weiteren wichtigen Eta-Separatisten sei Ibon Gogeaskotxea in der Normandie gefasst worden.
Im Nordwesten Frankreich ist der nach spanischen Angaben derzeit ranghöchste Anführer der baskischen Untergrundorganisation Eta festgenommen worden. Der „Militär-Chef“ Ibon Gogeaskotxea sei am Vormittag in der Normandie gefasst worden, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Demnach wurde er bei einem gemeinsamen Einsatz der französischen und der spanischen Polizei in der Normandie festgenommen. Neben Arronategui seien zwei weitere mutmaßliche Eta-Mitglieder in Gewahrsam genommen worden.
Ibon Gogeaskotxea, der angeblich vergeblich versuchte, im Jahr 1997 König Juan Carlos bei der Eröffnung des Guggenheim-Museums in Bilbao durch ein Bombenattentat umzubringen, gilt als einer von gegenwärtig drei Anführern der baskischen Terrororganisation Eta mit Zuständigkeit für die Beschaffung von Sprengstoff, Waffen und Fahrzeugen für Anschläge. Zusammen mit ihm wurden zwei weitere „Etarras“ gefasst, von denen einer wegen der Ermordung eines sozialistischen Gemeinderats und eines Unternehmers im spanischen Baskenland im Jahr 2008 gesucht wurde.
Die von der EU und den Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestufte Eta kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von mehr als 820 Menschen verantwortlich gemacht.
Zahlreiche Festnahmen in der jüngeren Vergangenheit haben nach Einschätzung der Sicherheitskräfte die Untergrundorganisation deutlich geschwächt. In ihrem bewaffneten Kampf für ein unabhängiges Baskenland hat die Eta mehr als 800 Menschen getötet.