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Auswärtiges Amt : Weiterer Deutscher in Türkei aus Haft freigekommen

  • Aktualisiert am

Türkische Soldaten stehen vor dem Gefängniskomplex, in dem Deniz Yücel, ein türkisch-deutscher Journalist, mehr als ein Jahr inhaftiert war. Bild: dpa

Die Türkei hat nach Angaben der Bundesregierung einen weiteren Deutschen aus dem Gefängnis entlassen. Doch die Person kann das Land nicht verlassen – wegen einer Ausreisesperre.

          In der Türkei ist ein weiterer deutscher Staatsbürger aus der Haft entlassen worden. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes teilte am Freitag in Berlin mit, die Person sei mit einer Ausreisesperre belegt worden und dürfe das Land nicht verlassen. Weitere Angaben zu der Person machte der Sprecher nicht, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes.

          Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist die Person in Besitz zweier Staatsbürgerschaften, der deutschen und der türkischen. Unklar war, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.

          Dem Außenamtssprecher zufolge sind jetzt noch vier Deutsche aus politischen Gründen in türkischer Haft. Die Bundesregierung bemühe sich in allen Fällen um die Freilassung der Betroffenen.

          Vor einer Woche war der „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel aus türkischer Haft entlassen worden. Zugleich war die Anklageschrift gegen ihn vorgelegt worden, wonach ihm 18 Jahre Haft drohen. Yücel hatte die Türkei am selben Tag verlassen können. Die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten hatte die Beziehungen zwischen Berlin und Ankara schwer belastet.

          Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan geht seit dem Putschversuch im Sommer 2016 mit harter Hand gegen politische Gegner vor. Die Bundesregierung beklagt eine Einschränkung von Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit in dem Nato-Partnerland.

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