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Ausbildungseinsatz verlängert EU will Militärmission nach Somalia verlagern

 ·  Die Europäische Union hat ihren Einsatz zum Aufbau der somalischen Streitkräfte um zwei Jahre verlängert. Schrittweise soll die Mission von Uganda ins Bürgerkriegsland Somalia verlagert werden.

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© Lorenz Hemicker Ein ungarischer Ausbilder und somalische Rekruten bei der Patrouillenausbildung in Bihanga im Westen Ugandas

Die Europäische Union hat am Dienstag ihren Einsatz zur Ausbildung somalischer Soldaten (EUTM Somalia) bis März 2015 verlängert. Einen entsprechenden Beschluss fassten in Brüssel die Mitglieder des Rats der Europäischen Union. In einer Erklärung des Rates hieß es, die Mission diene weiterhin der Stärkung der somalischen Streitkräfte. Allerdings plane man eine „Neuausrichtung“ der Aktivitäten.

Stand bislang die Ausbildung somalischer Rekruten im Westen Ugandas im Mittelpunkt, will die EU nun schrittweise den Einsatz nach Somalia verlagern. Bislang war das aus Sicherheitsgründen vermieden worden. Neben Beratern für das somalische Verteidigungsministeriums und die Armeeführung, will die EU laut eigenen Angaben auch Militärausbilder stellen, um die somalischen Soldaten im eigenen Land zu schulen und so ein somalisches Militär-Ausbildungssystem zu etablieren, das bislang nicht existiert.

Wann die ersten Soldaten nach Somalia entsendet werden, welche Staaten sie stellen und wie sie vor Ort geschützt werden sollen, dazu machten die Mitglieder des Rats in der Erklärung keine Angaben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte FAZ.NET, eine Verlegung deutscher Soldaten stehe derzeit nicht an. Man beteilige sich wie bisher an der Mission in Uganda. Dort sind aktuell zwölf deutschen Soldaten im Trainingslager Bihanga und im Stab in der Hauptstadt Kampala im Einsatz.

Die angekündigte Verlagerung der EUTM Somalia, die im Februar 2010 begonnen hat,  dürfte laut Einschätzungen aus Bundeswehrkreisen ohnehin eher eine Frage „von Monaten denn von Wochen“ sein. Ab Ende Februar werde das nächste somalische Kontingent im ugandischen Trainingscamp Bihanga erwartet. Die Mission war in den vergangenen Monaten verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, das sie als Blaupause für den erwogenen Einsatz europäischer Ausbilder in Mali (EUTM Mali) gilt, an dem eine Beteiligung der Bundeswehr ebenfalls erwartet wird.

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