Der amerikanische Präsident Obama hat zum Auftakt des Doppelgipfels der G-8-Gruppe und der Nato die Bedeutung der Lebensmittelversorgung in Afrika für die internationale Sicherheit bekräftigt. Der Kampf gegen den Hunger zumal südlich der Sahara müsse „im Vordergrund der globalen Entwicklungszusammenarbeit“ stehen, sagte der Präsident am Freitag in Washington. Vor dem offiziellen Beginn des Treffens der Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) auf dem Landsitz des amerikanischen Präsidenten in Camp David erneuerte Obama die beim G-8-Gipfel von 2009 in L’Aquila in Italien gegebene Verpflichtung zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in den Entwicklungsländern.
Wie es aus dem Weißen Haus hieß, werden die Staats- und Regierungschefs der G-8-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Russland und Vereinigte Staaten zudem über den internationalen Ölmarkt, die Energiesicherheit und den Klimawandel, den Arabischen Frühling sowie die Euro-Krise sprechen. Obama empfing vor seinem Abflug nach Camp David den neuen französischen Präsidenten François Hollande zu einem bilateralen Treffen im Weißen Haus. Hollande bekräftigt dabei seine Absicht, alle französischen Kampftruppen bis Ende des Jahres aus Afghanistan abzuziehen. Hollande hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er die Truppen eineinhalb Jahre früher abziehen wolle als ursprünglich vereinbart.
Sowohl das G-8-Treffen wie der Nato-Gipfel in Chicago am Sonntag und Montag werden durch das ostentative Fernbleiben des russischen Präsidenten Wladimir Putin überschattet, der sich durch Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew vertreten lässt. Bei den Beratungen der 28 Nato-Staaten sowie weiterer 30 Partner und Verbündeter der Allianz geht es vor allem um die Entwicklung in Afghanistan sowie um die Raketenabwehr der Nato in Europa.
Zum Nato-Gipfel kommen auch die Präsidenten Afghanistans und Pakistans, Hamid Karzai und Asif Ali Zadari. Washington und die Nato wollen erreichen, dass Pakistan die zwei wichtigen Straßenverbindungen von Pakistan nach Afghanistan für Nachschublieferungen der internationalen Afghanistan-Truppe Isaf wieder öffnet. Islamabad hatte die Pässe am Hindukusch für die Nato im November gesperrt, nachdem bei einem amerikanischen Drohnenangriff irrtümlich 24 pakistanische Soldaten getötet worden waren.
Afrikanische Regime sind für den Hunger verantwortlich
Volker Seitz (gladwell)
- 19.05.2012, 12:24 Uhr
Da hat wohl wieder jemand schlecht geschlafen...
Mario Rutar (Rufaz)
- 19.05.2012, 11:44 Uhr
Seit wann steht der Kampf gegen den Hunger
Ulrich Stauf (DH7XU)
- 19.05.2012, 09:27 Uhr
Ich war auch mal Entwicklungshelfer
Closed via SSO (grana)
- 19.05.2012, 07:53 Uhr
Verbloedung zum Wahlkampf
Michael Boden (vonsaxon)
- 19.05.2012, 06:45 Uhr
