13.07.2007 · Nach den versuchten Anschlägen in London und Glasgow ist die einzige Frau unter den Verhafteten aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Ein weiterer Verdächtiger steht in Australien möglicherweise vor der Freilassung.
Fast zwei Wochen nach den versuchten Autobomben-Anschlägen in London und dem Anschlag am Glasgower Flughafen ist die einzige Frau unter den Verhafteten aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden. Gegen den mutmaßlichen Kopf der Terrorgruppe, deren Mitglieder alle im britischen Gesundheitswesen beschäftigt waren, wurde inzwischen Anklage erhoben.
Der aus dem Irak stammende Bilal Abdullah war der Fahrer des Jeeps, der am Eingang des Flughafenterminals in Glasgow in Flammen aufging. Sein Beifahrer, der sich mit Benzin übergoss und anzündete, liegt noch immer mit schweren Verbrennungen in einem Krankenhaus nahe Glasgow. Vier weitere Männer werden in London in Gewahrsam gehalten. Ihre Internierungsfrist endet dieses Wochenende, wenn nicht auch gegen sie Anklage erhoben wird oder Anträge an die Justizbehörden gestellt werden, die Frist um maximal zwei weitere Wochen zu verlängern.
Keine Haftverlängerung für Verdächtigen in Australien
In Australien hat am Freitag ein Gericht die Verlängerung der Untersuchungshaft für einen Verdächtigen abgelehnt, der im Zusammenhang mit den verhinderten Terroranschlägen in London festgenommen worden war. Der Inder Muhammed Haneef muss damit nach zwölf Stunden entweder beschuldigt oder freigelassen werden.
Der 27 Jahre alte Arzt wurde am 2. Juli auf dem Flughafen von Brisbane festgenommen. Die Zeitung „The Australien“ berichtete am Freitag unter Berufung auf Unterlagen der Polizei, der Mediziner werde verdächtigt die Terrororganisation unterstützt zu haben, die für die geplanten Anschläge in London und den Anschlag in Glasgow verantwortlich war. Noch lägen aber nicht ausreichend Beweise für eine Anklage vor.