27.04.2012 · Nach der Serie von Bombenanschlägen in Julija Timoschenkos Heimatstadt Dnipropetrowsk gibt sich der ukrainische Präsident Janukowitsch kämpferisch. „Wir werden die richtige Antwort geben“, sagt er. Doch die Debatte über den Austragungsort der Fußball-EM dürfte nun noch schärfer geführt werden.
Richtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Die drei Siege der deutschen Nationalmannschaft werden hoffentlich auch
ohne einen Tross von Politikern auf der Tribüne eingefahren!! So
einfach trennt sich Sport von Politik!!
Alles andere Geschreibsl ist down!! - denn Timoschenko wollte ja ihre
Vermögen auf Sowjet-Nachkriegsweise vermehren, was aber die jetzige
Situation nicht rechtfertigt!
ich bin ein Fußballfan!
Fußball darf aber nicht Fundament meines Denkens und meiner
Entscheidungen werden.
Es sind tausende Menschen die entrechtet und auch gefoltert werden.
Jeder einzelne Mensch dem solches widerfährt muss dabei besonders
beachtet werden, das erkennt man spätestens dann, wenn man sich
selbst in der Lage dieses Menschen sieht.
Die Argumente, die für eine Veranstaltung in diesem Land stehen,
klingen so als wollte jemand das Elend des anderen nicht sehen. Ich
selbst hätte ein furchtbar schlechtes Gewissen.
Dann sollte man auch bedenken: Unrecht sät Unrecht, Gewalt bringt
Gewalt hervor und ....
Das darf man so nicht stehen lassen!
KEINE Teilnahme an der EM und keine Bestätigung eines Unrechtsstaates!
Die einzigen, die an einer EM, WM, Olympiade etc. wirklich verdienen, sind Immobilienentwickler und Konzerne, die bei Gelegenheit mit erheblichem Schmiergeldeinsatz einen U-Bahn-Auftrag kriegen (z.B. Siemens in Athen). Wenn "das Volk" stolz ist auf eine im jeweiligen Land veranstaltete Meisterschaft und sich Fähnchen an die Autos klebt, dann ist das ein dummer Nationalismus, dem nichts Besseres gehört als die Enttäuschung - wenn schon nicht die Kritik.
Kapital über Körper.
Wenn man hier so die Kommentare liest und wer so alles denkt und
eigentlich vom Fussball
keine Ahnung hat - WM statt EM.........typische pseudointellektuelle Kommentare.........!!
Eine EM Absage wäre eine Strafe für das Volk
Die Ukrainer haben schon eine Menge geleistet im Hinblick auf die EM und alle sind wahnsinnig stolz darauf. Man muss aber hinzufügen, dass man die Politik nicht mit dem durchschnittlichen Ukrainer gleichsetzen darf. Lassen wir die EM auch von Ukrainern austragen, den als Gast muss man sich trotzdem (nach Einhaltung von logischen Touristenregeln) keine Sorgen machen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 21:08 UhrStrafe für das Volk !
Und ?? - ich kann dieses ewige "Stolz und
Ehre-Macho-Pathos"-Gesülze nicht mehr hören......
EU absagen, sollen sie doch sehen wo sie mit Ihren Mafia-Hotelpreisen
bleiben !!
die ukraine moechte gern eigene poltik betreiben,
aber der gegenwind weht sehr stark,schlimmerweise nicht nur von der
oestlichen seite ,sondern auch von der westlichen und auch von der
innenseite.frau timoschenko hat nicht alles erreicht und wurde
gestuerzt,und jetzt hat sie ihren hungerstreik.die russen lassen das
land
als ganzes nicht in den westen fluechten,besonders in dieser zeit,denn
fuer mus-
kau ist sowas ein grosser verlust schon politisch und strategisch .die
eu hat zur
zeit sehr viele probleme ,nicht nur finanzieller art,sondern auch
ua.christlicher art
denn die ukraine vermehrt die orthodoxen innerhalb der gemeinschft,und
diese
sind von der glaube her ganz anderes eingestellt als die uebrigen
christen innerhalb der
gemeinschaft .diese negative windstoerme von ost und west erzeugen
hurricane im innen,
und treiben die denker ukaines in die verzweiflung
:'"was machen wir ?zu wem gehoern wir?wer kann uns verstehen?"
Ukraine-EM sofort absagen! Stattdessen in Polen & Deutschland austragen!
Die Polen sollen nicht das ausbaden, was die ukrainische Diktatur verbockt! Schnell sind 4-6 deutsche Austragungsorte gefunden, mit genug Hotels in der Nähe. Ich erwarte, dass der DfB schnell ein paar Verbündete sucht und eine solche Initiative startet! Zur Not muss auch Platini vom Amt entbunden werden, wenn er weiterhin Spiele auf blutgetränktem Rasen fordert!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 18:42 UhrDa haben es einige aber ganz eilig,
die Ukraine sofort zu verurteilen und an den Pranger zu stellen.
Irgendwie kommt mir diese leidliche Diskussion vor einem sportlichen
Großereignis sehr bekannt vor - vor zwei Jahren hieß die
Ukraine nur Südafrika. Auch da könnte man für die
Sicherheit nicht sorgen, das politisch korrupte System unter Zuma sei
doch nicht unterstützenswert, usw.
Bleiben wir doch mal bei den sachlichen Fakten:
1. Das Gebiet der heutigen Ukraine ist schon seit 500 Jahren von der
Spaltung in pro-russische und pro-westliche Parteien geprägt.
2. Den Staat mit gewählten Organen und relativ transparenten Wahlen
als Diktatur zu bezeichnen, halte ich für eine Anmaßung.
3. Die Inhaftierung Frau Timoschenkos können wir aus unserer
europäischen Brille nur schwer beurteilen, da wir wenig über
ihre politisch-wirtschaftliche Rolle kennen.
4. Es ist bisher kein Zusammenhang zwischen den heutigen Anschlägen
und der Inhaftierung bis auf den Verweis mit der Stadt festzustellen.
Das können auch beliebige Täter gewesen sein.
Ich bin auch der Meinung, dass man die EM absagen sollte. Diese kann man im kommenden Jahr in einem anderen land nachholen. Viel zu gefährlich, auch wenn von Seiten der Ukraine eine sichere EM zugesichert wird.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 18:58 UhrPolen
Sie haben wohl vergessen, dass die EM auch in Polen stattfindet. Warum
sollen die Polen, die 20 Mrd. EUR investiert haben wegen der
Zustände in der Ukraine bestraft werden. Ich war von Anfang an der
Meinung dass eine EM in z.B. Polen / Tschechien eine viel bessere Wahl
gewesen wäre. Die Ukraine ist noch nicht so weit. Alleine die
Tatsache, dass von 16 Mannschaften 14 in Polen ihr Quartier gebucht
haben, spricht Bänder.
Für eine Absage der EM ist es zu spät, das macht die UEFA nicht.
ukraine unter der haube des terrors
bei dem fall von dnipropetrowsk haben wir es nicht leicht orakeln,wie
bei dem fall von breivik,
obwohl anhaeger von breivik koennten sein.es gibt aber auch andere
fakten,die mitspielen ,
und moeglich verantwortnung tragen:der fall von temoschenko,die politik
russland und sein
widerspensige haltung bei dem weltsicherheit im syrischen fall,dien
beziehungen russland
gegenueber,die absichten wiew in die eu auzunehmen,und die damit
zusammen haengenden
fussballspiele,und vor all diesen puenkten, ob diese neuen plaene in den
grossen plan von der
neuen weltordnung mit ein passen.warten wir paar stunden ab und sehen
wir was noch kommt.auf jeden fall unsere mitgefuehle sind entschieden
fuer die unschuldigen hier.
Ich denke, dass hinter diesen Anschlägen der ukrainische Präsident Janukowitsch selbst steckt. Man sollte die WM in der Ukraine absagen. Aber wie so oft werden sich die Sportfunktionäre mit Ihrer armseligen Phrase "Sport hat mit Politik nichts zu tun" wieder durchsetzen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 16:11 Uhr...
Ich denke, die Situation ist sehr unübersichtlich. Auf der einen
Seite eine Politikerin mit Star-Wars-Frisur, die - wie das unter
undemokratischen Politikern weit verbreitet ist - wohl finanzielle
Günstlingspolitik betrieben hatte und auch etwas korrupt war.
Deswegen wurde sie zu einer Haftstrafe verurteilt. Natürlich geht
im Angesicht derartiger Geschichten den Politikern unserer Republik der
Hintern auf Grundeis - man stelle sich vor, das wäre bei uns auch
so, im Land der frei herumlaufenden Ehrenworte und Blackouts.
Auf der anderen Seite ein anderer Politiker, dessen Regierungsstil,
sagen wir, als anrüchig bezeichet wird. Wie der Regierungsstil vom
politischen Gegner meist bezeichnet wird. Ob jemand den Krieg von den
Sternen geholt hat - oder jemand anderes den Anschein erwecken
möchte, genau das sei passiert - oder ein unbekannter Dritter die
angespannte Situation ausnuützen möchte? Schwer zu sagen.
Die Deutschen hätten jetzt gute Gelegenheit, ihre Freundschaft mit
dem iukrainischen Volk zu bekunden, indem sie für die schlimm -
wahrscheinlich nur proforma angeklagte - eingekerkerte Politikerin
eintritt.
Das wär ein schöner Akt. Das letzte Mal gab es ein deutsch
ukrainisches Treffen im Zuge des irrsinnigen und grausamen Naziterrors
im Zweiten Weltkrieg.
Bestimmt würde die Bevölkerung Westerwelle als
Außenminister willkommen heißen, wenn er im ukr. Kerker nach
den Rechten sieht.
Er brauchte der aufrechten Politikerin nur die Hand zu schütteln,
ein ukrainischer Sprachkurs wäre nicht erforderlich. Erff. kommt
Frau Merkel später nach. Denn spätestens ihr weiblicher Charme
würde den Diktator entwaffnen.
Es ist höchste Zeit, dass von der EU massiveres Geschütz
aufgefahren wird. Gegen diesen Möchtegern-Herrscher auf Kosten
seiner Bürger. Denn die Gefahr droht, dass sich die altbekannten
schrecklichen Herrschaftsstrukturen aus der Zeit des Kalten Krieges
wieder einnisten.
Hallo, Reinhard Lauterbach,
danke für Ihre Anmerkung. Sie beweist, dass Sie meinen Beitrag exakt verstanden haben. Manchmal erzeugt eben nur das Überraschende Wirkung. Vielleicht auch in der Ukraine.
Merkels Charme?
Herr Storm, sollte das Ironie auf offener Bühne sein? Wenn Merkels Charme Herrn Janukowitsch entwaffnen soll, dann muss das ein Charme nach der Preisboxer-Statur Janukowitschs sein. Dieser Spruch dürfte sich in den südeuropäischen Krisenstaaten heftigen Zuspruchs auf den Internetforen erfreuen!:-))