Home
http://www.faz.net/-gq5-737up
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Atomstreit Sechsergruppe will wieder mit Iran verhandeln

 ·  Deutschland und die fünf UN-Vetomächte streben eine neue Verhandlungsrunde mit Iran an. Israel droht indes mit einem Angriff auf iranische Atomanlagen im kommenden Jahr.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (25)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 03.10.2012 19:18 Uhr

STUXNET

hat den Iranern rund 2 Jahre Entwicklungszeit gekostet, um nahe an eine A-Waffe zu kom- men. Es wird auch neue Varianten dieser teuflischen Malware geben, sodass der Westen nicht angreifen muss. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass der Iran nicht nachgibt und deshalb angegriffen wird. Wie einst Saddam im Irak. Es wird keinen Weltenbrand geben, denn der Iran hat sich zunehmend selbst isoliert. Ihm fehlen feste Verbündete. Seit Jahren kämpfen die Saudis gegen die Hegemoniebestrebungen. Es sind also nicht nur westliche Interessen im Spiel. Ich glaube, die Angriffsformation steht schon. Von den Revolutionsgarden wird wieder,
wie schon 1980, ein schlimmer Blutzoll gezahlt werden.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 29.09.2012 11:36 Uhr

@Busse Israelkritik = Antiisemitismus?

Werter Herr Busse,

selbstverständlich ist man nicht Antisemit, weil man Israel kritisiert. Da unterstellen Sie mir etwas, nur um sich das Argumentieren zu erleichtern. Was ich sage: Wer allein Israel für ein Handeln kritisiert, das jedem anderen Staat der Welt zugebilligt würde, der ist Antisemit. Oder konkret:

Israel wurde zwischen 1948 und 1973 dreimal von den arabischen Staaten mit Krieg überzogen. Danach vor allem mit Terror. Russland hat nach 1945 die Deutschen vertrieben weil Deutschland Russland mit Krieg überzogen hat. Kritsiert wird nur Israel.

Es hat nach '45 ungezählte Vertreibungen gegeben. Die Zahl der Opfer geht in die zich-Millionen. 1948 vertriebene Palästinenser gibt es heute ungefähr noch 125.000. Und über wen diskutiert die Welt heiß? Über Israel.

Der Iran drohte Israel mehrfach mit Auslöschung. Und wer ist für Sie der Aggressor? Israel.

Diese Einseitigkeit nenne ich antisemitisch. Sie dürfen Sie auch gerne antiisraelisch nennen.

Wolfgang Hebold

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.09.2012 16:03 Uhr
Günter Busse

@Hr.Hebold - haben Sie auch richtig gezählt?

Sie schreiben:
"Israel wurde zwischen 1948 und 1973 dreimal von den arabischen Staaten mit Krieg überzogen....."
Ja, mit der Staatsgründung Israels kam es zu einem Krieg, als die arabischen Staaten merkten, das zur Staatsgründung die Vertreibung der einheimischen Araber mit Gewalt und Terror gehörte. Die militärische Gewalt der Vertreibung wollten die Araber nicht hinnehmen.
Und 1973 der Jom-Kippur-Krieg. Das sind 2 Kriege.
1956 griff Israel im Suezkrieg zusammen mit Frankreich und England Ägypten an.
1967 griff Israel Ägypten und Syrien an.
1982 und 2006 griff Israel den Libanon an.
2009 griff Israel Gaza an.
Vom alltäglichen Terror der Besatzungssoldaten in der Westbank ganz zu schweigen.
Der Iran drohte Israel niemals mit Auslöschung - wohl aber mit dem Ende der Besatzung.
Ja, Hr.Hebold, seit 1967 leben die Palästinenser unter einem grausamen Besatzungsregime.
.
All dies nicht zu erwähnen - diese Einseitigkeit nenne ich antiarabisch. Sie dürfen Sie auch gerne rassistisch nennen.

Empfehlen
Axel Schäfer
Axel Schäfer (civil) - 29.09.2012 08:06 Uhr

Warum hilft Israel nicht ?

Warum gibt Israel nicht zu, was ohnehin jeder weiß ? Warum melden die ihre Atomanlagen nicht bei der IAEO an ? Da Israel in der Lage war sein Atomprogramm so lange geheim zu halten, dürfte es ihnen auch heute gelingen bestimmte Teilaspekte vor der IAEO zu verschleiern, wie das wohl alle Atommächte die dort angemeldet sind tun.
Damit würde sich doch die Verhandlungsbasis wesentlich verbessern, man kann dann mit Recht auf andere zeigen, die sich garnicht an die Regeln halten.
Bisher kann der Iran immer sagen, was wollt ihr mit euren UN-Resolutionen, bei uns sollen die durchgesetzt werden und andere können scheinbar machen was sie wollen.
Da wegen der örtlichen Machtverhältnisse (Saudiarabien als US Vasall) die USA immer involviert sind sollte man vielleicht mal über echte Verhandlungen nachdenken, wie sie z.B. der ehemalige US-Botschafter im Iran immer gefordert hat. Die Krawalltüte Ahmadinejad ersetzt Khamenei ohnehin demnächst.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 19:25 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 03.10.2012 19:25 Uhr

Das Schlimmste für jeden Gegner ist...

"weapons in beeing". Das ist das uneinschätzbare Drohpotential einer Superwaffe. Es ist die völlige Ungewissheit, was die kann. Das reichte bei den Atomwaffen seit 1945 bis zum Nicht-
einsatz, der jedoch nie garantiert werden wird. Man kann auch von "Angstwaffen" reden. Die
Israelis haben sicher auch Neutronenwaffen. Die zerstören kaum Sachen, sondern Leben.
Iran hat somit keine Chance, überlegene Menschenmassen einzusetzen. Eines muss mit beachtet werden, die Beliebtheit der religiösen Führung neigt sich gegen Null. In Teheran kann es passieren, dass islam. Geistliche von Taxis nicht mitgenommen werden.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 29.09.2012 05:58 Uhr

Endlich ein Roter Rahmen abgesteckt

Damit ist der Rahmen für das Kommende abgesteckt. Israel gibt den Vetomächen bis ins nächste Frühjahr Zeit, dann nimmt die IDF das Problem in die Hand. Endlich, kann man im Interesse Israels nur sagen. Denn die bisherigen Runden waren ja eher Diskussionen ohne Verpflichtungen. Jetzt wird es Ernst. Dass Israel für dieses Vorgehen jedes Recht hat, steht dabei außer Frage. Man stelle sich nur vor, der iranische Präsident hätte Russland mit der Auslöschung gedroht. Moskau würde mit einer Reaktion sicher nicht so lange warten wie Jerusalem.

Aber nicht nur die Verhandlungspartner sind unter Zeitdruck. Für die iranischen Wissenschaftler, die am Atomwaffenprogramm des Iran beteiligt sind, gilt selbiges. Sie müssen sich nun beeilen, wenigstens einen Sprengkopf für einen glaubwürdigen Test zu bauen. Andernfalls kann der Iran nur auf den üblichen Antisemitismus hoffen, der nach einem Angriff Israels sich wieder mal im Nahen Ost und in Europa austoben darf. Aber auch das sind die Juden gewohnt.

Empfehlen
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.09.2012 15:24 Uhr
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 30.09.2012 15:24 Uhr

@ Wolfgang Hebold „Dass Israel für dieses Vorgehen jedes Recht hat, steht dabei außer Frage.“

Es gab in Europa eine Situation, in der ein kleiner Staat über Krieg oder Frieden entscheiden konnte. Er entschied sich, durch ignorieren gemachter Verhandlungsangebote, für den Krieg, weil er sich seiner Beschützer sicher glaubte.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 30.09.2012 06:16 Uhr

Selektion

Werter Herr Busse,

schön, dass Sie wenigstens zugeben, an Israel und an die arabischen Staaten zweierlei Maß anzulegen. Die Araber brauchen sich Ihrer Meinung gar nicht ans Recht halten, Israel schon. Das ist zwar lächerlich, aber wenigstens ehrlich. Danke!

Wolfgang Hebold

Empfehlen
Günter Busse

@Hr.Hebold

Das an einem Gefangenen die gleichen Rechtsansprüche wie an seinen Gefängniswärter gestellt werden, ist mir neu.
Und das an eine Besatzungsmacht, die alltäglich die Besetzten erniedrigt, die gleichen Rechtsansprüche gestellt werden wie an die unter ihrer Besatzung lebenden, ist mir ebenfalls neu. Von welchem Rechtssystem sprechen Sie? Jedenfalls nicht vom westlich-demokratischen
und ebenfalls nicht vom Völkerrecht, das mit der UNO vereinbart wurde.
Sie müssen ein Rechtssystem kennen, das nur Eingeweihte kennen.
Ist es vielleicht das interne der Besatzer?

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 29.09.2012 11:44 Uhr

Rechtsbrüche

Werter Herr Müller,

ohne Ihre Detailkenntnisse überstrapazieren zu wollen: Aber wenn Sie Israel permanente Rechtverstöße vorwerfen, dann bitte ich Sie: Nennen Sie mir eine UN-Resolution, die an beide Konfliktparteien ging und die nur von Israel gebrochen wurde. Es geht nämlich um beiderseitige und nicht nur um einseitige Rechtsbrüche. Andernfalls macht sich der, der ständig auf die Rechtsverstöße nur der einen Seite verweist, lächerlich. Es sei denn, er will ohnehin nur an Israel Forderungen stellen und nicht an die Gegenseite.

Wolfgang Hebold

Empfehlen
Günter Busse

Klar, wer gegen einen von Israel begonnenen Krieg gegen den Iran ist,

kann nur ein Antisemit sein.
Israel, das Atombomben hat, den Sperrvertrag nicht unterzeichnet hat und jede Zusammenarbeit mit der IAEO ablehnt, hat selbstverständlich "jedes Recht", den Iran
anzugreifen, der keine Atombomben hat, den Sperrvertrag unterzeichnet hat und IAEO-Inspektoren ins Land lässt.
Nur die Antisemiten in Nahost und Europa sehen das leider anders.
Aber zum Glück gibt es ja auch noch einsichtige Mitbürger wie Hr.Hebold, die tapfer gegen diesen schrecklichen Antisemitismus kämpfen.

Empfehlen
Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Roland Müller

Herr Hebold,

Israel besitzt nicht jedes Recht, sondern die Pflicht, sich an das internationale Recht zu halten, was es seit Jahrzehnten allerdings notorisch nicht tut. Und wenn die IDF die Sache in die Hand nimmt, wird höchstwahrscheinlich der Großteil der israelischen Bomber abgeschossen und durch den libanesich-iranischen Raketenhagel weite Teile von Israel abgefackelt. Von weiteren Flurschäden bei den Kombattanten mal ganz abgesehen. Dann stellt sich die Frage, wer den Wiederaufbau, Witwen- und Waisenrenten und dergleichen mehr bezahlt, abgesehen davon, das es in Israel ein paar Tausend Tote geben wird. Für meinen Teil kann ich Ihnen nur dazu sagen, das nicht Israel und die USA, sondern Russland und China die rote Linie in Syrien längst gezogen haben und mich ihr zynisches Propagandageschwätz zutiefst anwidert.

Empfehlen
Adel Richter
Adel Richter (Kairi) - 28.09.2012 22:49 Uhr

Iran soll Atombomben bauen!

Ich verstehe nicht warum man Iran verweigert Atombomben zu bauen. Viele westliche Staaten haben Atombomben. Israel hat über 100 Atombomben! Iran hat sich bis jetzt nur friedlich verhalten. Pakistan hat ja auch Atombomben. Die einzigen die Atombomben aber genutzt haben, war ein westlicher und christliche Staat! Man sollte entweder von allen die Atombomben nehmen oder allen die Bombe geben. Nur so kommt das Gleichgewicht auf dieser Welt zu Stande. Das ist Gerechtigkeit.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.09.2012 20:14 Uhr
Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 29.09.2012 20:14 Uhr

Atombomben sind für den Iran "Alternativlos"

denn nur so, kann er den drohenden Angriff von Israel verhindern. In diese Lage hat er sich selbst manövriert.

Falls das nicht klappt haben wir einen atomaren Showdown mit einer saftigen Wirtschaftskrise und Ölpreisschock (5€ der Liter Benzin - der Traum aller Grünen)

PS: fände auch ich toll, dann wären die Straßen leer ;-)

Empfehlen
Michael Hartdegen

Der Iran wird sich auch weiter nicht in die Karten schauen lassen

Solange die "Diplomatie" darauf besteht, dass der Iran "Kontrolleure" in seine Militärbasen lässt, wird jedes Gespräch scheitern.
Der Iran pocht jedes Mal darauf, dass der "Gegner" sich mit ihm auf Augenhöhe trifft. Dies ist hier niemals der Fall. Es wird behauptet (und offiziell gibt es keinerlei Beweise!), dass der Iran an der Bombe baut. Solange diese Behauptung nicht hieb und stichfest belegt ist, kann und muss der Iran sich nicht in die militärischen Karten schauen lassen.
Dafür sind die Iraner zu stolz auf ihr Land.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.09.2012 09:30 Uhr
Reinhold Maier
Reinhold Maier (Reinmai) - 29.09.2012 09:30 Uhr

Was macht sie so sicher,

daß der "Gegner" des Iran nicht weiß um das Atomwaffenprogramm? Ich wiederhole mich hier gerne: der Iran, allen voran seine Mullah-Clique, hat ein bestimmtes ideologisches Interesse. Und deren propagandistisches Sprachrohr Ahmadinedschad wirbt permanent und steht für diese Ideologie...er sucht sich ja auch besäuselnd Verbündete in aller Welt, um seinen zionistischen Erzfeind Israel und alle "Ungläubigen" dieser Welt zu eliminieren, also pure Ideologie! Und wie kann man stolz auf sein Land sein, wenn es diktatorisch geführt wird? Man muß nur die (permanent unterdrückte) Opposition im Iran befragen...die kann es am besten beurteilen.

Empfehlen
Reinhold Maier
Reinhold Maier (Reinmai) - 28.09.2012 20:46 Uhr

Jeder Politiker,

jeder Diplomat, jeder Außenminister, jeder Unterhändler...ausnahmslos alle, die bereits etliche Male mit dem Iran verhandelt haben, tun dies mit dem Wissen, daß dieses Mullah-Regime auf Zeit spielt. Es ist daher nachvollziehbar, wenn Israel nervös wird. Schließlich steht hinter diesem Regime im Iran eine Ideologie und Atomwaffentechnologie ist hier nur Mittel zum Zweck.

Empfehlen
patrick hermsdorf

Uns gehts ja gar nicht so schlecht,



was das geistige Niveau unserer Politiker angeht, welch Heuchler sie auch sind.
... Wenn ich nur Netanjahu lese, dann glaube ich den tiefsten Boden ganz dicht an meinem Kinn zu spüren. Es stinkt!

Barack Obama hat es richtig gemacht, hoffentlich gewinnt er gerade deswegen die Wahlen!

Empfehlen
Simon Eichendorff

Dunkel

Was heisst, ihre Urananreicherung auf 20 % auszusetzen? Das ist kein Deutsch. Und was sollen das für Verhandlungen sein, von denen wir wie üblich nichts genaueres erfahren sollen, obwohl die Vermeidung eines weltbedrohenden Krieges davon abhängen könnte. was soll das Ziel sein? Dass Iran auf die friedliche Nutzung der Kernenergie und damit auf jede Urananreicherung verzichtet? Wer weiss, was die genaue Verhandlungsstrategie und das Verhandlungsziel sind? Was heisst, die Gruppe der sechs Staaten verlange, dass der Iran sich bewege? Ich tappe im Dunkeln.

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.09.2012 22:20 Uhr
Simon Eichendorff

Massenvernichtungswaffen

Am Ende des Artikels lese ich, dass Frau Ashton ein Angebot erhalten hat, das allerdings im Artikel nicht verständlich erklärt ist. Sie habe diesen Vorschlag als unzureichend abgelehnt. Hatten die sechs vorher verlangt, das Iran sich bewege? Ich werde aus dem Artikel ebensowenig schlau wie ich mich darüber informiert fühle, über was genau verhandelt wird. Ich habe das Gefühl, wie ein Bild-Leser mit plakativen Informationen abgespeist zu werden, anstatt genaue Informationen zu erhalten. Es ist ja allgemein bekannt, dass der Westen Iran verdächtigt, ein Atomwaffenprogramm zu haben. Diese Vorgabe kenne ich noch aus den Verhandlungen mit dem Irak über die sog. Massenvernichtungswaffen. Da gab es auch einen Verdacht ohne Beweise, und nach einem Krieg die Erkenntnis, dass da keine solchen Waffen waren. Man hatte Inspektoren geschickt, und immer wieder behauptet, der Irak habe nicht alle Türen geöffnet. Die Parallele drängt sich auf. Daher möchte ich es etwas genauer wissen.

Empfehlen
Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 30.09.2012 15:08 Uhr

@ Roland Magiera „....dafür ist der Iran zu isoliert und zu schwach.“

Wer weiß schon was passiert, wenn dieses islamische Land, auch wenn Schiiten nicht der Masse der Muslime folgen, von einem westlichen Staat angegriffen würde. Träte eine Solidarisierung mit den muslimischen Brüdern ein, könnte ein stark ausgeweiteter asymetrischer Krieg die Folge sein und der wird nie auf Gefechtsfeldern geführt, sondern dann möglicher Weise auf westlichen Bahnhöfen, Flugplätzen etc.. Eine andere Variante des „Weltkrieges“.

Empfehlen
Roland Magiera

"Was heisst, die Gruppe der sechs Staaten verlange, dass der Iran sich bewege?"

In der Diplomatensprache soviel wie dass der Iran ein verhandelbares Angebot vorlegt.
Der Iran ist nun am Zug und sollte sich diesen gründlichst überlegen.
Ein Zeichen, dass die schon einigermaßen auf Augenhöhe agieren, der Iran sollte es nur nicht zu sehr ausnutzen, dass der Westen einen bewaffneten Konflikt zu vermeiden versucht.

Nordkorea kann man klein halten, Pakistan ist mit dem Westen verbündet. Iran mit Kernwaffen ist ein unkalkulierbares Risiko. Ein Weltkrieg ist jedoch nicht zu befürchten, dafür ist der Iran zu isoliert und zu schwach.

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 28.09.2012 18:33 Uhr

Ja genau, eine neue Verhandlungsrunde das bringt wenigstens etwas .....

.... vor allem Zeit für den Iran um weiter an der Bombe zu bauen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.10.2012 19:35 Uhr
Carsten Berg
Carsten Berg (Carberg) - 03.10.2012 19:35 Uhr

Die Iraner sind heute

ein geknechtetes Volk ohne große wirtschaftliche Möglichkeiten. Der Warenboykott hatte seine
Wirkung. Viele Iraner sind Gegner der Mullahs. Es wird Israel nicht erschwert, weitere elek- tronische Spionage und Sabotage (Stuxnet) zu betreiben. Im Gegenteil, viele Iraner wären
dankbar, wenn sie mgl. viele Dollars erhielten, um rechtzeitig abzuhauen. Israel lebt seit Jahr-
zehnten von der nahöstlichen Korruption. Sie erfahren praktisch alles. Im spätestmöglichen Moment werden sie den Iran partiell angreifen. Strategie und Taktik dürften im Plan vorliegen.
Die iran. Führung vertraut offenbar voll auf Allah, sich den USA entgegenzustellen. Sie sollten
Historiker aus Japan und Deutschland konsultieren.

Empfehlen
Karsten Krug
Karsten Krug (kkrug) - 29.09.2012 20:15 Uhr

Was soll er sonst tun?

Kontrolleuer reinlassen und sich attestieren lassen, dass das Atomprogramm nicht zu friedlichen Zwecken taugt?

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1969, politischer Korrespondent für die Nato und die EU mit Sitz in Brüssel.

Jüngste Beiträge

Wir sind Jonny

Von Philip Eppelsheim

Die Kriminalstatistik sagt: Die Gewalt nimmt ab. Aber über die Angst spricht niemand. Im öffentlichen Raum wurden jeden Tag etwa 175 Menschen geschlagen und getreten. Mehr 2