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Atomstreit Obama ordnet neue Sanktionen gegen Iran an

06.02.2012 ·  Die Vereinigten Staaten verschärfen ihre Sanktionen gegen Teheran: Präsident Obama verfügte am Montag die Blockade von Eigentum und Vermögenswerten der iranischen Regierung und Zentralbank in Amerika.

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Der amerikanische Präsident Barack Obama hat am Montag neue Sanktionen gegen die iranische Regierung verhängt. Darunter fallen Eigentum und Vermögenswerte der iranischen Regierung und Zentralbank in Amerika. Betroffen seien auch alle iranischen Finanzinstitutionen.

In einem Interview des Fernsehsenders NBC sagte Obama am Montag, er sei der Ansicht, Israel habe noch keine Entscheidung über einen Angriff auf Einrichtungen des umstrittenen iranischen Atomprogramms getroffen. „Ich glaube nicht, dass Israel schon entschieden hat“, sagte Obama in der Nacht zum Montag in einem Interview. Die Vereinigten Staaten arbeiteten eng mit Israel zusammen.

Washington werde sicherstellen, dass Amerika und Israel „im Gleichschritt vorgehen und eine Lösung finden, hoffentlich auf diplomatische Weise“. Es müsse verhindert werden, dass es zu einem nuklearen Rüstungswettlauf in einer instabilen Weltregion komme. Der Präsident bekräftigte, dass weiterhin keine Option vom Tisch sei. Obama zeigte sich überzeugt, dass der internationale Druck auf Iran wirke. Die Regierung in Teheran müsse lediglich glaubhaft darlegen, dass sie eine friedliche Nutzung der Atomkraft anstrebe und keine militärische, um die Isolation von der Staatengemeinschaft zu durchbrechen. Obama äußerte die Ansicht, dass Iran derzeit nicht in der Lage sei, die Vereinigten Staaten durch einen Terrorangriff verbündeter Gruppen zu treffen. 

Verteidigungsminister Leon Panetta hatte nach Berichten amerikanischer Medien am Donnerstag gesagt, er halte es für wahrscheinlich, dass Israel Iran im April, Mai oder Juni angreife. Damit wolle Israel verhindern, dass Iran Atomwaffen fertigstelle und für israelische Angriffe unerreichbare unterirdische Uranlager anlege. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu verbot nach Medienberichten vom Montag seinen Ministern, weiter über mögliche Angriffe zu reden.

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