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Atomstreit Nordkorea gibt Urananreicherung zu

04.09.2009 ·  Brief an den UN-Sicherheitsrat: Nordkorea ist dabei, nukleare Brennstäbe wiederaufzuarbeiten. Das gewonnene Plutonium werde für Atomwaffen verwendet. Washington nennt das Geständnis „besorgniserregend“.

Von Petra Kolonko, Tokio
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Nordkorea hat nach eigenen Angaben Fortschritte bei der Anreicherung von Uran gemacht und ist dabei, nukleare Brennstäbe wiederaufzuarbeiten. Das aus den Brennstäben gewonnene Plutonium werde für Atomwaffen verwendet, heißt es in einem Brief der nordkoreanischen Regierung an den UN-Sicherheitsrat, der am Freitag von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde. Auch angereichertes Uran kann zu Atomwaffen verarbeitet werden.

Der amerikanische Sondergesandte für Nordkorea, Bosworth, der am Freitag in Peking mit der chinesischen Regierung über Nordkorea sprach und dann nach Seoul weiterreiste, nannte die Erklärung Nordkoreas besorgniserregend. Die Vereinigten Staaten vermuten seit langem, dass Nordkorea ein Programm der Uran-anreicherung betreibt. Pjöngjang hatte dies bis vor kurzem bestritten.

Südkorea und Japan kritisierten Pjöngjang

Bosworth sagte, die Erklärung Nordkoreas bestätige abermals die Dringlichkeit einer gemeinsamen Position und die Notwendigkeit einer vollständigen und überprüfbaren Denuklearisierung Koreas. Südkorea und Japan kritisierten Pjöngjang.

In New York wurde bestätigt, dass ein Brief Nordkoreas bei der amerikanischen Vorsitzenden des Sicherheitsrates eingegangen ist und an die ständigen Mitglieder verteilt wurde. Der Brief ist eine Antwort der nordkoreanischen Regierung auf eine Anfrage des Rates nach einer Waffenlieferung Nordkoreas an Iran. Die Waffen waren vor wenigen Wochen von den Vereinigten Arabischen Emiraten beschlagnahmt worden.

Nordkorea verstößt gegen UN-Sanktionen

Sowohl mit der jetzt zugegebenen Urananreicherung als auch mit der Wiederaufarbeitung von Brennstäben verstößt Nordkorea gegen UN-Sanktionen. In dem Brief erklärt Nordkorea, es sei sowohl zu Verhandlungen bereit als auch auf Sanktionen eingestellt.

Wenn einige Mitglieder des Sicherheitsrates Sanktionen den Vorzug gäben, müsse es reagieren, indem es zuerst seine nukleare Abschreckung verstärke, bevor es zu Gesprächen komme. In dem Brief heißt es auch, dass der zweite Atomtest eine Reaktion auf die Verurteilung der Raketentests durch die UN gewesen sei. Einen Raketenabschuss Südkoreas habe der Sicherheitsrat nicht kritisiert.

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Politische Korrespondentin für Ostasien.

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