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Veröffentlicht: 20.04.2017, 13:31 Uhr

Atomstreit Nordkorea droht mit „gewaltigem Präventivschlag“

Pjöngjang verschärft das Säbelrasseln. In der staatlichen Zeitung „Rodong Sinmun“ wird mit einem Militärschlag gedroht, der auch das amerikanische Festland „zu Asche verwandeln“ soll.

© AP Nordkoreas Flagge auf der Botschaft in Peking

Nordkorea und die Vereinigten Staaten bleiben auf Konfrontationskurs. Die nordkoreanische Führung drohte am Donnerstag mit einem „gewaltigen Präventivschlag“. Nordkorea sei auf jegliche Angriffe der Vereinigten Staaten vorbereitet, schrieb die staatliche Zeitung „Rodong Sinmun“. Amerikas Außenminister Rex Tillerson hatte zuvor angekündigt, die Vereinigten Staaten prüften alle Möglichkeiten, auf Nordkorea wegen dessen Raketen- und Atomwaffenprogramms Druck auszuüben. Vize-Präsident Mike Pence sagte auf seiner Asienreise, die Zeit der „strategischen Geduld“ sei vorbei.

Nordkoreas staatliche Zeitung schrieb wörtlich: „Sollten wir unseren gewaltigen Präventivschlag ausführen, wird er nicht nur vollständig und sofort die Invasionstruppen der US-Imperialisten in Südkorea und Umgebung sondern auch das US-Festland auslöschen und sie zu Asche verwandeln.“

Mahnungen in den Wind geschlagen

Das international weitgehend isolierte Nordkorea hat wiederholt damit gedroht, Japan, Südkorea und die Vereinigten Staaten auch mit Atomwaffen zu vernichten. Mahnungen seines einzigen Verbündeten China hat die Führung mehrmals in den Wind geschlagen. Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Rakete entwickelt, die auch das Festland erreichen kann. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass es noch einige Zeit dauern dürfte, bis das Land über die notwendige Technologie verfügt.

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Der amerikanische Präsident Donald Trump fährt einen harten Kurs gegen die Führung in Pjöngjang. Vergangene Woche erklärte er, er habe mit dem Flugzeugträger „Carl Vinson“ eine „Armada“ als Warnung an Nordkorea geschickt. Allerdings herrschte dann Verwirrung über das tatsächliche Ziel des Verbandes. Nach Angaben des amerikanischen Militärs nahm der Flugzeugträger zunächst an einer kurzen Übung mit den australischen Streitkräften teil. Jetzt sei er wie befohlen auf dem Weg in den Westpazifik. Derzeit halten die Vereinigten Staaten ihre jährlichen gemeinsamen Manöver mit den südkoreanischen Streitkräften ab. Solche Übungen hat der Norden wiederholt als Vorbereitungen für eine Invasion bezeichnet.

Nordkorea hatte am Sonntag abermals eine Rakete getestet. Der Versuch schlug jedoch fehl. Im UN-Sicherheitsrat blockierte Russland am Mittwoch eine Verurteilung Nordkoreas. Die Regierung in Moskau bestand eigenen Angaben zufolge auf einer Formulierung, die auch eine Beilegung des Konflikts durch einen Dialog vorsieht. Das war im letzten Entwurf fallengelassen worden.

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