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Atomstreit mit Iran Der Ajatollah lehnt ab

Ajatollah Chamenei will im Atomkonflikt nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln. Die Feindbilder Amerika und Israel sind der Kitt, der das islamische Regime in Teheran zusammenhält.

© AP Ayatollah Ali Chamenei: „Verhandlungen können die Probleme nicht lösen“

Es gehört zu den Mythen der Nahost-Politik, dass die Vereinigten Staaten und Iran nur direkt miteinander sprechen müssten, und schon werde nicht alles gut, aber vieles besser, im bilateralen Verhältnis und darüber hinaus.

Klaus-Dieter Frankenberger Folgen:

Präsident Obama hatte im ersten Jahr seiner Präsidentschaft die Hand in Richtung Teheran ausgestreckt - sie wurde ausgeschlagen. Gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hat er seinen Vizepräsidenten abermals die Bereitschaft zu direkten Gesprächen verkünden lassen - die ablehnende Reaktion seitens des geistlichen Oberhaupts, das tatsächlich die Macht in Händen hält und nicht der Präsident, kam binnen weniger Tage.

Ajatollah Chamenei will nicht mit Amerika verhandeln, weil das „die Probleme nicht lösen“ könne. Den Atomkonflikt?

Vermutlich fürchtet er eher um seine Herrschaft. Die Feindbilder Amerika und Israel, dieses vielleicht noch mehr, sind der Kitt, der das islamische Regime in Teheran zusammenhält. Warum sollte man da den Feind aufwerten? Was die diplomatische Regelung des Atomkonflikts anbelangt, so ist es (noch) nicht die Stunde der Optimisten.

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Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 07.02.2013, 16:49 Uhr

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Von Berthold Kohler

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