Es gehört zu den Mythen der Nahost-Politik, dass die Vereinigten Staaten und Iran nur direkt miteinander sprechen müssten, und schon werde nicht alles gut, aber vieles besser, im bilateralen Verhältnis und darüber hinaus.
Präsident Obama hatte im ersten Jahr seiner Präsidentschaft die Hand in Richtung Teheran ausgestreckt - sie wurde ausgeschlagen. Gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit hat er seinen Vizepräsidenten abermals die Bereitschaft zu direkten Gesprächen verkünden lassen - die ablehnende Reaktion seitens des geistlichen Oberhaupts, das tatsächlich die Macht in Händen hält und nicht der Präsident, kam binnen weniger Tage.
Ajatollah Chamenei will nicht mit Amerika verhandeln, weil das „die Probleme nicht lösen“ könne. Den Atomkonflikt?
Vermutlich fürchtet er eher um seine Herrschaft. Die Feindbilder Amerika und Israel, dieses vielleicht noch mehr, sind der Kitt, der das islamische Regime in Teheran zusammenhält. Warum sollte man da den Feind aufwerten? Was die diplomatische Regelung des Atomkonflikts anbelangt, so ist es (noch) nicht die Stunde der Optimisten.
Ist dies ein Signal nach Innen oder nach Außen ?
klaus keller (klkeller)
- 07.02.2013, 20:53 Uhr
Klarstellung
Closed via SSO (hebold)
- 07.02.2013, 20:46 Uhr
Holy shit, sein gutes Recht!
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 07.02.2013, 20:40 Uhr
Auch USA und Israel werden über ihre Feindbilder zusammengehalten!
Fritz Garbor (Staffelberg2)
- 07.02.2013, 20:05 Uhr
Falsches Singnal
Rolf Pötsch (Gegengruen)
- 07.02.2013, 19:46 Uhr
