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Atomstreit Iranische Führung vergleicht Merkel mit Hitler

09.02.2006 ·  Reaktion auf Merkels Kritik am iranischen Atomprogramm? Ein Mitglied der iranischen Führung soll über die Kanzlerin gesagt haben, sie sehe sich „in ihren kindlichen Träumen als Hitler“ und sie glaube, der Welt ihre Befehle erteilen zu können.

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Ein Mitglied der iranischen Führung hat Bundeskanzlerin Merkel mit Hitler verglichen. „In ihren kindlichen Träumen sieht Merkel sich als Hitler und glaubt, daß sie jetzt, da sie im Kanzleramt sitzt, der Welt und den freien Ländern ihre Befehle erteilen kann“, zitierte die Agentur AFP Sejjed Massud Dschasajeri, den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Revolutionsgarden.

„Von Leuten, die eine zionistische Vergangenheit haben, kann man nichts anderes erwarten“, habe er hinzugefügt.

Unlängst hatte der Sprecher des iranischen Außenamtes von „Narzißmus und Überheblichkeit“ Frau Merkels gesprochen und ihr geraten, nur langsam den Mund aufzumachen. Einige Verantwortliche in Deutschland seien zu Sprechern der Vereinigten Staaten und Israels geworden.

Auslöser: Merkels Kritik an Ahmadinedschad?

Merkel hat den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad vor kurzem scharf für anti-israelische Äußerungen kritisiert und die Bedrohung durch die Islamische Republik mit dem Erstarken des Nationalsozialismus in Deutschland verglichen. Damit begründete sie die entschlossene Haltung Deutschlands im Konflikt um das iranische Atomprogramm.

Der Iran hat noch bis Anfang März Zeit den Verdacht, an Atomwaffen zu arbeiten, auszuräumen. Ansonsten droht ein Eingreifen des UN-Sicherheitsrats, der Sanktionen verhängen kann.

Die Revolutionsgarde existiert parallel zum iranischen Militär und besteht ihrerseits aus Heer, Luftwaffe und Marine. Sie soll die Prinzipien der Islamischen Revolution im Land verteidigen und untersteht direkt dem geistlichen Oberhaupt des Landes, Ajatollah Ali Chamenei.

Quelle: nbu./ban. / F.A.Z., 09.02.2006 / FAZ.NET mit Material von Reuters
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