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Atomstreit Iranische Delegation verläßt Moskau ohne Ergebnis

21.02.2006 ·  Rußland und Iran haben am Dienstag ihre Gespräche in Moskau über einen russischen Kompromißvorschlag in der Atomkrise beendet, ohne ein Ergebnis zu erreichen. Angeblich will Iran künftig nicht mehr mit der EU-Troika verhandeln.

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Rußland und Iran haben am Dienstag ihre Gespräche in Moskau über einen russischen Kompromißvorschlag in der Atomkrise beendet, ohne ein greifbares Ergebnis erzielt zu haben. Die iranische Delegation flog am Mittag nach Teheran zurück.

Dennoch hat die iranische Regierung das Moskauer Treffen als positiv und konstruktiv bezeichnet. Es seien weitere Diskussionen geplant, sagte der Leiter der iranischen Delegation, Ali Hosseinitasch, dem staatlichen Fernsehen seines Landes vor der Abreise aus Moskau. Die Verhandlungen gäben in einzelnen Punkten Anlaß zu der Hoffnung, daß es zu einem iranisch-russischen Joint-Venture bei der Urananreicherung komme. Zudem seien sich Iran und Rußland einig darüber, daß es nicht konstruktiv sei, den Konflikt an den UN-Sicherheitsrat zu überweisen.

Iran will nicht mehr mit EU-Troika verhandeln

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, die Gespräche seien weder ein Erfolg noch ein Mißerfolg gewesen. Es sei zu früh, von Ergebnissen zu sprechen. Thema der zweitägigen Gespräche war der Moskauer Vorschlag, Uran für iranische Atomkraftwerke auf russischem Gebiet anzureichern.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP will Iran fortan nicht mehr mit der EU-Troika, die aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien besteht, über sein Atomprogramm verhandeln. Das sagte Außenminister Manuschehr Mottaki am Dienstag in Teheran. Weitere Gespräche könnten nur noch mit einzelnen Staaten geführt werden, sagte Mottaki demnach.

Solana: Iran hat keine Vorschläge gemacht

Die EU-Troika hatte in den vergangenen Monaten versucht, Teheran durch ein gemeinsames Auftreten im Atomstreit zum Einlenken zu bewegen. Die Verhandlungen waren jedoch ausgesetzt worden, nachdem Iran am 10. Januar die Urananreicherung wiederaufgenommen hatte.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hatte nach einer Aussprache mit Mottaki in Brüssel am Montag gesagt, dieser habe keine neuen Vorschläge gemacht, um den Nuklearstreit beizulegen. Wenn keine Einigung zustande kommt, soll der Streit Anfang März vor den UN-Sicherheitsrat getragen werden.

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