19.02.2012 · Das iranische Ölministerium hat mitgeteilt, Ölexporte an Frankreich und Großbritannien eingestellt zu haben. Die BBC berichtet unter Berufung auf Diplomaten, dass tausende neue Zentrifugen in Betrieb genommen werden.
Von Andreas RossRichtlinien für Lesermeinungen
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Krieg ist nicht erst, wenn Bomben und Raketen explodieren.
Nicht umsonst und völlig zu Recht kennt die publizistische Sprache
den Ausdruck "Handelskrieg". Und das ist, was zur Zeit gegen
Iran geführt wird. Dank der modernen globalen Vernetzung ist dieser
Krieg jetzt schon "totaler" als es das von den
US-Verbündeten Taiwan und Israel offen unterlaufene Embargo gegen
Südafrika je war. Der bevorstehende Ausschluss der iranischen
Banken aus dem SWIFT-System wird ein weiterer, bedeutender Schritt in
diese Richtung sein. Der Unterschied zu einem "heißen"
Krieg liegt i.e.L. darin, dass Menschen nur mittelbar zu Schaden kommen.
Der wirtschaftliche und materielle Schaden ist aber mit einem
heißen Krieg vergleichbar.
Es wäre ebenso verständlich wie unklug, wenn sich aus Sicht
Irans der Unterschied zwischen Handels- und heißem Krieg bald so
weit verwischen würde, dass das Land scharfe Gegenmaßnahmen
ergreifen würde...
@günter busse >> Sie schrieben: "...und eigentlich selbst keine Probleme mit diesem Land hat."
.... so, haben wir nicht? Es ist genau 1 Jahr her, dass Westerwelle in den Iran gereist ist, sich von der Propaganda dieses "Klein-Hitlers" hatte vereinnahmen müssen, um 2 deutsche Reporter, welche über 4 Monate in "Geisel-Haft" gehalten wurden, nach Deutschland zurückzubringen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 22:28 Uhr@RÜDIGER NOLL
Diese beiden Journalisten sind doch bewusst das Risiko eingegangen, ohne ein entsprechendes Journalisten-Visum in den Iran einzureisen. Mal abgesehen von der dahinter steckenden politischen Zielstellung - der Iran ist unbestritten ein Staat, in dem andere Rechtsvorschriften als bei uns gelten. Aber auch in unser Land kann nicht jeder einreisen und hier arbeiten - er benötigt dazu u.U. ebenfalls ensprechende Genehmigungen und kann bei Verletzung der Vorschriften bestraft bzw. ausgewiesen werden. In einem Land, das von westlicher Seite aus ständig militärisch, politisch und wirtschaftliche Bedrohungen ausgesetzt ist, wird man natürlich auf Rechtsverletzungen von Personen aus dem Westen nicht sonderlich "freundschaftlich" reagieren, das wußten die Herren aber und sind das Risiko trotzdem eingegangen - ihr Pech.
Ist das wirklich ein Problem, das Sanktionen rechtfertigt?
Wenn vor einem Jahr zwei Reporter ohne Erlaubnis in den Iran einreisen
und dann festgenommen werden, müssen wir ein Jahr später
unsere Handelsbeziehung zum Iran
abbrechen?
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben sich schon bei Frau
merkel beschwert,
weil sie ohne Not eine eigenständige Politik aufgibt und sich nach
der Vorgabe anderer Länder richtet. Die Folgen ihrer Politik zahlen
wir an den Tankstellen.
Übrigens hat sie in ihrem Amtseid geschworen, sich für ihr
Land einzusetzen -
sie hat nicht geschworen, sich für andere Länder einzusetzen.
Unter dem Druck der westlichen Gemeinschaft scheint der Iran in
grotesker Selbstüberschätzung jetzt gegen jeden vorgehen zu
wollen. Und das mit allen Mitteln. Auch wenn es sich hier nur um
symbolische Akte handelt, da die beiden Westalliierten ohnehin kaum
Öl aus dem Iran erhalten und das eine Kriegsschiff im syrischen
Hafen vielleicht die syrischen Aufständischen beeindruckt, aber
sicher nicht die US-Navy.
Hier scheint auch Panik Pate zu stehen. Aber die liegt ja nicht selten
in der Nähe der Selbstüberschätzung. Sollte der Iran
nicht schleunigst klein beigeben, werden die USA und Israel -
wahrscheinlich ist, dass es die USA allein machen - das iranische
Atomprogramm militärisch beenden. Und das mit gutem Grund. Der
Schaden für den Iran wird sich in Grenzen halten, da das Regime
nicht aufs Atomprogramm angewiesen ist und die Anlagen nicht in den
Städten liegen. Wenn der Iran sich aber gegen Israel wendet, wird
er wirkliche Folgen zu spüren bekommen. Und dann wird wieder
gejammert.
@WOLFGANG HEBOLD
Was heißt: gegen jeden vorgehen zu wollen? Frankreich und Großbritannien wollten den Iran boykottieren und darauf reagiert man im Iran - macht den Hahn freiwillig und schon jetzt zu. Freuen wir uns doch, damit beginnt der Boykott schon jetzt und trifft den Iran so noch viel viel schlimmer - oder hab ich da was falsch verstanden? Und zu dem iranischen Kriegschiff in einem syrische Hafen kann ich nur fragen: In wievielen Häfen dieser Welt und vor wievielen Küsten dieser Welt demonstrieren Schiffe der NATO täglich die Macht der westlichen Allianz? Stellt die Flotte der USA im Golf keine Demonstration der Macht dar? Ich denke, dass die USA und/oder Israel mit einem Militärschlag das Atomprogramm des Irans beenden werden. Dazu wird man einmal mehr Völkerrecht brechen, es ist ein weiterer Angriff auf jemanden, der nicht bereit ist, sich zu unterwerfen. Der Iran will und wird Israel nicht angreifen, schon aus dem genannten Grund - deshalb wird man den Iran überfallen.
...um hier klar zu erkennen: ein Militärschlag steht unmittelbar
bevor. Zumdindest in diesem Jahr noch werden Jagdbomber oder Drohnen die
Anlagen angreifen (müssen).
Das Terror-Regime im Iran hat zu hoch gepokert, Appeasement-Politiker
gibt es kaum noch, und da die Mullahs nie einen Hehl daraus gemacht
haben, Israel das Existenzrecht streitig machen zu wollen, wird nun
kommen, was kommen muss.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich dies dann nicht negativ auf die
Reformbemühungen in Nordafrika auswirkt. Denn auch dort ist der
Islam nach wie vor mehr kulturelle Politdoktrin, denn eine wirklich
freie Religion.
@Helmut Scheller (mueding)
Sie schreiben: "Alle Zitate und Informationen, die mir bislang vorlagen..."
Eine Bitte: erweitern Sie einfach Ihren Fundus an Quellen. Es gibt sogar
TV-Reden, die bereits gesendet wurden, in dem der
"Präsident" dazu aufruft, Israel
"auszulöschen" und ins Meer zu treiben. Ferner leugnet
der Iran sogar den Holocaust und läd sich regelmäßig
Vertreter der NPD ein. Ist Ihnen das auch neu?
Wenn wir über grundsätzlich bekanntes philosophieren wollen,
können wir dann gleich noch mit der "Verschwörung
Mondlandung", "Verschwörung 11. Sept" usw.
weitermachen.. aber dann bitte nicht hier bei der F.A.Z.
@THOMAS SIEVERS
Haben Sie einen einzigen Beleg dafür, dass der Iran dem
israelischen Staat bzw. seinen Bürgern je sein Existenzrecht
bestritten hat?
Alle Zitate und Informationen, die mir bislang vorlagen, bezogen sich
darauf, dass man im Iran der Meinung ist, dass es Friede in der Region
erst geben könne, wenn der israelische Staat anerkennt, dass es
sich bei Israel nicht um einen rein jüdischen sondern um eine Staat
handelt, im dem beide Religionen, die jüdische und die islamische,
genauso wie die Angehörigen beider semitischer Völker, des
jüdischen und des arabischen, gleichberechtigt Anspruch auf Heimat
besitzen.
Selbst in den Medien Israels wird immer wieder, allerdings ohne in
Europa damit zitiert zu werden, darauf verwiesen, dass ganz
Palästina "urjüdischer" Boden sei, auf den man
Anspruch habe. Dort wird oft genug von "arabischen Besatzer"
in Judäa und Galiläa und den jüdischen Siedlern als den
"Befreiern" geschrieben.
Der Iran nimmt eben Partei für Palästinenser wie die USA
für die Juden.
Ziel ist der Krieg gegen ein feindliches Regime,
Bis heute gibt es keinen eindeutigen Beweise, das der Iran an der Bombe
wirklich baut.
Trotzdem wird die Propagandamaschine unermüdlich in Betrieb gehalten.
Israel besitzt Atombomben, hat den Sperrvetrag nicht unterzeichnet,
lehnt jede Zusammenarbeit mit der IAEO ab - und fordert
Militärschläge und noch härtere Sanktionen
gegen ein Land, das den Sperrvertrag unterschrieben hat, bis heute keine
Atombomben hat.
Offentsichtlich die unterschiedlichen Massstäbe.
Und alle machen mit, selbst Deutschland, das traditionell gute
Beziehungen zum Iran hat und eigentlich selbst keine Probleme mit diesem
Land hat.
.
Der Iran hat das Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie, und dazu
gehört auch die Anreicherung von Uran.
Mit welchem Recht spricht der Westen dem Iran diese Rechte ab?
Mit welchem Recht verhängt der Westen Sanktionen, durch ein Teil
der Bevölkerung verarmt?
Mit dem zynischen PLan, das die Armut im Land das Regime in
Bedrängnis bringt.
Es geht nicht um die Atomenergie......
@GÜNTER BUSSE
Ist schon sehr fragwürdig, wenn diejenigen, die in Deutschland fast
jeden sicheren Transport von spaltbarem Material durch ihre militanten
Aktionen zu einem Sicherheitsrisiko machen, gleichzeitig erwarten, dass
die Iraner das von ihnen benötigte, auch für die friedliche
Nutzung des Atoms nun einmal notwendige Material in anderen Ländern
produzieren und rund um die Erde transportieren (lassen) - letzter
Lieferant war Argentinien.
Außerdem erwarten diejenigen, die Deutschlands weitgehende
Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferungen
einfordern, dass die Iraner sich in Abhängigkeit von der
Bereitstellung aufbereitetem radioaktiven Brennmaterials für ihre
Reaktoren begeben, obwohl sie von der westlichen Welt jederzeit mit
Repressionen, also mit dem Ausfall der Lieferungen rechnen müssen?
Es gäbe keine Repressionen, sobald die Atomgefahr beseitigt sein?
Blödsinn, der Iran ist für den Westen seit der Entmachtung der
dortigen westlichen Marionette Pahlevi 1979 ein Schurkenstaat.
@Hr.Hebold,
wie kommen Sie darauf, das der Iran keine Inspektoren ins Land
lässt? In keinem anderen Land laufen so umfangreiche
Aktivitäten der IAEO wie im Iran. Genau das steht im letzten
Bericht der IAEO. Dieser Bericht basiert ja auf der Tätigkeit der
Inspektoren im Iran.
Aber gut, das Sie die Meinung vertreten, dass der Iran ein Recht auf die
Nutzung der Kernenergie hat. Genau das wird dem Iran verweigertt, wenn
ihm das Recht auf die Anreicherung von Uran abgesprochen wird. Denn zur
zivilen Nutzung gehört laut Sperrvertrag ein geschlossener
Uran-Kreislauf MIT der Anreicherung zur Herstellung von Kernbrennstoff.
Und genau das aufzugeben fordert der Westen vom Iran.
@GÜNTER BUSSE
Der Westen, die USA und Israel, sprechen dem Iran das Recht auf
friedliche Nutzung der Atomkraft, auf die Produktion der notwendigen
Brennstoffen im Iran und (vorbeugend) auf einen, in der Zukunft
liegenden Besitz von Atomwaffen ab.
Sie sprechen dem Iran diese Rechte eines souveränen Staates mit dem
gleichen Recht ab, mit dem sie geduldet haben, dass ausgerechnet ein so
instabiles Land wie Pakistan in den Besitz von Atomwaffen durch
Unterstützung der Golfstaaten unter Führung der saudischen
Diktatur kam.
Die USA sprechen dem Iran entsprechende Rechte ab, obwohl sie es
zumindest duldeten wenn nicht sogar befördert haben, dass mit
Israel -ausgerechnet das Land in den Besitz von Atomwaffen kam, dass
seit 1948 beständig in einem bewaffneten Konflikt mit seinen
Nachbarn lebt.
Die USA haben haben keine wirkliche "Angst" vor einer
iranischen Bombe, sie sehen sich aber als einzige Instanz an, die den
Besitz aus Sicht der eigenen Interessenlage heraus genehmigen kann und
sie sagen nein.
Kommt es zum Schwur in Persien, so ist der Krieg nicht mehr fern
Nun ist es also so weit: Persien stellt den Verkauf von Erdöl an
die schlimmsten Quälgeister unter den europäischen VS-Vasallen
ein; und wenn dies kein Bluff ist, um durch eine zeitweilige Einstellung
der Lieferungen bei Verhandlungen bessere Karten zu haben, so ist der
Krieg nicht mehr fern, da es sich die VS-Amerikaner nicht erlauben
können, wenn ein bedeutendes Ölland ohne ihren Dollar sein
Öl verkauft und dazu noch kein Öl mehr an sie und ihre
Vasallen liefert. Denn damit wäre ein Präzedenzfall, für
die anderen Ölländer, geschaffen und um diesen zu verhindern
sollen die VS-Amerikaner wesentlich ihre jüngsten Raubkriege gegen
Libyen und Mesopotamien geführt haben.
Doch ist Persien eben kein so hilfloses Opfer wie die beiden anderen
Unglücksraben: Das Land ist ungleich größer,
militärisch erheblich besser gerüstet, verfügt über
zahlreiche Gebirge und hat eine sehr viel treuere Bevölkerung, dazu
steht es höher in der Gunst Rußlands, Chinas und Indiens. Es
bleibt also spannend.
Persien, Mesopotamien, der Nabelberg
Mir scheint, Sie sind ein Autodidakt und hängen jetzt irgendwo
zwischen Antike und spätem Mittelalter herum.
Was soll außerdem das wenig geistreiche Herumgetrete auf den USA?
Egal in welcher Zone Sie geboren worden sind, den Amis haben auch Sie
viel zu verdanken. Ein wenig erinnern Sie mich an die aktuellen
Griechen, die Sie sicher "Hellenen" nennen.
schand wie mit dem Iran umgegangen wird
seit 20 Jahren wird behauptet das der Iran Atomwaffen baut, ja 1993 war
man sich sogar sicher das der Iran bis 2000 eine eigene Bombe haben wird
und was ist?
der IRAN hat keine Bombe, baut an keiner Bombe und hat laut Aussagen von
US-Verteidigungsminister Leon Panetta im moment noch nicht mal vor an
einer Bombe zu bauen
das heißt alle Sanktionen begründen sich auf der Vermutung
und der Angst das der Iran irgendwann mal vielleicht oder auch nicht mit
dem Bau anfangen könnte
hinzu kommt die letzt Sanktionsverschärfung kam eine Woche vor
einer neuen IAEA-UNtersuchung
also verbrecherische Sanktionen gegen ein friedliches Land,
Anschläge auf dieses Land, einkreisen mit Militär sowie
permanente Angriffsdrohungen gegen Iran von Seitens des
Angriffskriegliebenden Israels welches ohne Angst vor Verurteilung
machen kann was es will
und nun ist man böse weil der Iran sein Öl nicht bis zum
Embargo liefert ^^ - froh sollten wir sein das Griechenland noch
beliefert wird (25% und mehr aus Iran)
@MIRKO LORENZ
Ich stimme mit Ihnen völlig überein.
Unsere Politiker begreifen nicht, dass man mit den Iranern nicht wird
weiter friedlich zusammen leben können, wenn man diesen Staat,
seine Politiker und die Bevölkerung in die Enge treibt. Da werden
sogar Ratten gefährlich.
Der Iran ist mit Sicherheit nicht mit einem Staat wie Afghanistan - dass
Land wird von je her und noch heute von Stammesstrukturen dominiert, von
einzelnen Warlords und ihm fehlt jegliche wirkliche Zentralgewalt.
Beim Iran handelt sich zwar um eine extrem traditionell-religiös
ausgerichtete, aber gleichzeitig in den Ballungszentren, unter der
nachwachsenden Generation in den Großstädten um eine moderne
Gesellschaft.
Der Lebensstandard breiter Bevölkerungschichten liegt weit
über dem in Afghanistan.
Am Iran wird sich der Westen die Zähne ausbeißen, weil man
hat dort nämlich etwas zu verlieren hat. Dem normalen Menschen ist
der Kaiser unter dem er lebt, nämlich egal, solange der ihn
einigermaßen gut leben lässt.
Minister Westerwelles grosse Fehler
Minister Westerwelle muesste vor Gericht geladen werden fuer die Beschaedigung von deutschen Interessen. 1.Die weltweiten Sanktionen von vielen Laendern kosten viele Arbeitsplaetze in Deutschland+Europa und beschaedigen den internationalen Handelsruf von Deutschland. 2.Die Oelsanktionen von Iran beschaedigen die Belange der deutschen Autofahrer(ueber 50% der Bevoelkerung) wegen Hochtreibung der Benzinpreise , zu gleicher Zeit bewirken die Sanktionen eine erhoehte Gefahr von Krieg,weil wenn man ein Land dermassen isoliert das man da nicht mehr normal leben kann,muss es zum Krieg kommen,abgesehen von der Etik+Moral die ganz verwerflich ist
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 12:34 Uhr@THOMAS SIEVERS
Herr Boule hat als Realist zwangsläufig doch an keiner Stelle ein
Primat von Etik und Moral eingefordert. Die ganze Welt orientiert sich
an ihren jeweiligen Interessen - die USA und Israel ganz besonders. Bei
den USA wird dies von einigen Politikern ja wenigstens noch kritisch
begleitet, bezüglich Israels gibt es von offizieller Seite doch
eigentlich ausschliesslich Verständnis.
Wenn politische Entscheidungen getroffen werden, dann muss ich als
Bürger wenigstens erwarten können, dass meine Interessen dabei
so weit als möglich uns sinnvoll gewahrt bleiben.
In diesem Fall aber wurde eine Boykott-Entscheidung getroffen, die im
Iran überhaupt nichts bewirken kann, da man sich international um
das, von Europa nicht abgenommene Öl, schlagen wird. Der Iran wird
in diesem Zusammenhang nicht zu Kompromissen dem Westen gegenüber gezwungen.
Allerdings wird uns Bürgern ein Schaden per Preiserhöhungen
wegen erhöhter Nachfrage bei Ersatzlieferanten entstehen und
vielleicht Kosten durch einen Krieg.
Etik und Moral...
...waren noch nie in der Geschichte ein Maßstab der Politik. Wie sollte das auch gehen, schreiben Sie doch selbst, dass Ihnen ihre/unsere wirtschaftlichen Interessen über alles gehen ;)
Das Embargo - ein sinnloser Akt
Das Embargo der EG, keine Ölprodukte mehr vom Iran zu beziehen hat sich als sinnloser Akt erwiesen und wurde in einen Ölboykott seitens Iran umgewandelt. Die eventuellen Bemühungen des Landes, eine Atombombe zu bauen werden dadurch nicht um eine Minute verzögert. Haben denn die EG-Außenminister (allen voran mit markigen Worten Herr Westerwelle) geglaubt, ein totalitäres Regime wie der Iran läßt sich von solchen Sprüchen irgendwie beeindrucken? Einzige fassbare Folge: Der Ölpreis hat nochmal einen Kick nach oben bekommen. Sollen wir uns dafür bedanken?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 12:02 Uhr@RONALD SCHLIMM
Nun, gegen weitere Preissteigerungen für Öl, die nichts mit
höheren Erschließungskosten zu tun haben, werden die
westlichen Ölmultis nichts einwenden - leicht errungene Gewinne.
Bei allen westlichen Regierung handelt es sich doch nun einmal um
Administrationen von Gnaden des internationalen Finanzkapitals .
Unsere Politiker haben jeden Morgen eine Heidenangst, dass irgendeine
Ratingagentur auch nur eine vorbeugende Drohung ausspricht.
Sie springen sofort, wenn Anlegern Verluste drohen, wie man an den
Reaktion in Bezug auf die angeblichen Bankenkrisen bis hin zur
griechischen, die eigentlich nur Geldschöpfungsmaschinerien waren,
sehen konnte.
Sie haben es doch zugelassen, dass wir es heute mit einem Bankensystem
zu tun haben, das man bei Strafe des Systemzusammenbruchs nicht mehr
scheitern lassen darf, bei dem man alle Banken auf Kosten der
Steuerzahler immer wieder gerettet werden müssen, damit der
wirkliche Geldadel seine Vermögen weiterhin alle rund 10 Jahre
verdoppeln kann.
Wir brauchen das iranische Ol nicht, Frankreich auch nicht ...
Grossbritannien und Frankreich werden billigeres Ol von Libyen beziehen ... und eines Tages wird die demokratische Welt entscheiden mussen, entweder die Atomanlagen werden zerstort oder aber es wird ein unkalulierbares Wettrusten in der Golf und - Mittelmeerraum geben ...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 11:51 Uhr@PETER SLATER
Genau, denn genau dieses Öl und der Zugriff auf riesige
Wasservorräte, mit denen man wesentliche Teile Nordafrikas
erpressen kann - das war der Grund dafür, warum die westliche Welt
ein Mandat des Sicherheitsrates, dass ausschließlich der
Sicherheit der Bevölkerung vor unnötiger Gewalt und zu keiner
Zeit der militärischen Unterstützung libyscher Clans beim
Sturz und der Ermordung Gadaffis dienen sollte, schändlich für
einen Regimewechsel nutzte.
Übrigens, wenn man soviel gegen ein Wettrüsten in der
Golfregion hat
- warum akzeptierte man dann die israelische Atomrüstung und nahm
diskussionslos dessen Weigerung hin, sich einem Atomsperrvertrag anzuschließen?
- warum unternahm in der Zeit von 1979 bis 1998 niemand etwas gegen die
pakistanische Atomaufrüstung, warum gab es nie einen Angriff auf
entsprechende pakistanische Forschungseinrichtungen?
- warum aber durfte Israel gleichzeitig ungestraft 1981 irakische und
2007 syrische Atomforschungseinrichtungen bombardieren?
"Gleichzeitig stellte Iran eine Wiederaufnahme der Atomgespräche in Aussicht."
Für was, zu welchem Zweck?? Diese Gespräche gibt es inzwischen seit über 10 Jahren und wurden vom Iran nur genutzt um Zeit zu schinden, während er im Hintergrund weiter an den Vorbereitungen zur "Bombe" bastelte. Das einzige was Gespräche noch bringen, ist die notwendige Zeit die der Iran braucht, um die Bombe fertigzustellen. Danach wird es keine Gespräche mehr geben, denn dann ist der Iran nahezu unangreifbar. Vermutlich läuft gerade die Uhr ab und jede weitere Zeitverzögerung könnte gefährliche Fakten, für den nahen/mittleren Osten und die westliche Welt, schaffen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 10:40 Uhr@RÜDIGER NOLL
Wofür läuft die Zeit gerade ab?
Ich glaube zwar nicht an das Märchen von der Atombewaffnung des
Iran, aber wenn diese zu einer Realität würde, hätten in
der Region eben drei statt heute zwei die Verfügungsgewalt
über derartige Waffen. Es hat doch den Westen auch nicht wirklich
gestört, als 1979 bekannt wurde, dass Pakistan mit saudischer Hilfe
nach der Bombe strebte.
Weder die USA noch Israel haben jemals Pakistan in der Zeit bis zum
ersten erfolgreichen Atomwaffentest im Jahre 1998 mit einem Angriff auf
Atomforschungszentren gedroht.
Pakistan ist aber ein größerer Risikofaktor wie der Iran.
Beim Iran geht es nicht wirklich um die Bombe, es geht um die
sunnitische Vormachtstellung in der Region. Es geht darum, dass die USA
es bis heute nicht verwunden haben, dass die Iraner den Diktator Pahlevi
zu Teufel gejagt, den us-amerikanischen Weltgendarmen nicht respektieren
und sich aktiv für die arabischen Bewohner Palästinas, das
Israel als seinen alleinigen Besitz ansieht, engagieren.
well done !