Home
http://www.faz.net/-gq5-6xt70
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Atomstreit Iran stellt Ölverkäufe an Frankreich und Großbritannien ein

 ·  Das iranische Ölministerium hat mitgeteilt, Ölexporte an Frankreich und Großbritannien eingestellt zu haben. Die BBC berichtet unter Berufung auf Diplomaten, dass tausende neue Zentrifugen in Betrieb genommen werden.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (27)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Klaus Meyer

Krieg ist nicht erst, wenn Bomben und Raketen explodieren.

Nicht umsonst und völlig zu Recht kennt die publizistische Sprache den Ausdruck "Handelskrieg". Und das ist, was zur Zeit gegen Iran geführt wird. Dank der modernen globalen Vernetzung ist dieser Krieg jetzt schon "totaler" als es das von den US-Verbündeten Taiwan und Israel offen unterlaufene Embargo gegen Südafrika je war. Der bevorstehende Ausschluss der iranischen Banken aus dem SWIFT-System wird ein weiterer, bedeutender Schritt in diese Richtung sein. Der Unterschied zu einem "heißen" Krieg liegt i.e.L. darin, dass Menschen nur mittelbar zu Schaden kommen. Der wirtschaftliche und materielle Schaden ist aber mit einem heißen Krieg vergleichbar.
Es wäre ebenso verständlich wie unklug, wenn sich aus Sicht Irans der Unterschied zwischen Handels- und heißem Krieg bald so weit verwischen würde, dass das Land scharfe Gegenmaßnahmen ergreifen würde...

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 20.02.2012 10:43 Uhr

@günter busse >> Sie schrieben: "...und eigentlich selbst keine Probleme mit diesem Land hat."

.... so, haben wir nicht? Es ist genau 1 Jahr her, dass Westerwelle in den Iran gereist ist, sich von der Propaganda dieses "Klein-Hitlers" hatte vereinnahmen müssen, um 2 deutsche Reporter, welche über 4 Monate in "Geisel-Haft" gehalten wurden, nach Deutschland zurückzubringen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 22:28 Uhr
Helmut Scheller

@RÜDIGER NOLL

Diese beiden Journalisten sind doch bewusst das Risiko eingegangen, ohne ein entsprechendes Journalisten-Visum in den Iran einzureisen. Mal abgesehen von der dahinter steckenden politischen Zielstellung - der Iran ist unbestritten ein Staat, in dem andere Rechtsvorschriften als bei uns gelten. Aber auch in unser Land kann nicht jeder einreisen und hier arbeiten - er benötigt dazu u.U. ebenfalls ensprechende Genehmigungen und kann bei Verletzung der Vorschriften bestraft bzw. ausgewiesen werden. In einem Land, das von westlicher Seite aus ständig militärisch, politisch und wirtschaftliche Bedrohungen ausgesetzt ist, wird man natürlich auf Rechtsverletzungen von Personen aus dem Westen nicht sonderlich "freundschaftlich" reagieren, das wußten die Herren aber und sind das Risiko trotzdem eingegangen - ihr Pech.

Empfehlen
Günter Busse

Ist das wirklich ein Problem, das Sanktionen rechtfertigt?

Wenn vor einem Jahr zwei Reporter ohne Erlaubnis in den Iran einreisen und dann festgenommen werden, müssen wir ein Jahr später unsere Handelsbeziehung zum Iran
abbrechen?
Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben sich schon bei Frau merkel beschwert,
weil sie ohne Not eine eigenständige Politik aufgibt und sich nach der Vorgabe anderer Länder richtet. Die Folgen ihrer Politik zahlen wir an den Tankstellen.
Übrigens hat sie in ihrem Amtseid geschworen, sich für ihr Land einzusetzen -
sie hat nicht geschworen, sich für andere Länder einzusetzen.

Empfehlen
Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 20.02.2012 09:58 Uhr

Panik und Selbstüberschätzung

Unter dem Druck der westlichen Gemeinschaft scheint der Iran in grotesker Selbstüberschätzung jetzt gegen jeden vorgehen zu wollen. Und das mit allen Mitteln. Auch wenn es sich hier nur um symbolische Akte handelt, da die beiden Westalliierten ohnehin kaum Öl aus dem Iran erhalten und das eine Kriegsschiff im syrischen Hafen vielleicht die syrischen Aufständischen beeindruckt, aber sicher nicht die US-Navy.

Hier scheint auch Panik Pate zu stehen. Aber die liegt ja nicht selten in der Nähe der Selbstüberschätzung. Sollte der Iran nicht schleunigst klein beigeben, werden die USA und Israel - wahrscheinlich ist, dass es die USA allein machen - das iranische Atomprogramm militärisch beenden. Und das mit gutem Grund. Der Schaden für den Iran wird sich in Grenzen halten, da das Regime nicht aufs Atomprogramm angewiesen ist und die Anlagen nicht in den Städten liegen. Wenn der Iran sich aber gegen Israel wendet, wird er wirkliche Folgen zu spüren bekommen. Und dann wird wieder gejammert.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 22:39 Uhr
Helmut Scheller

@WOLFGANG HEBOLD

Was heißt: gegen jeden vorgehen zu wollen? Frankreich und Großbritannien wollten den Iran boykottieren und darauf reagiert man im Iran - macht den Hahn freiwillig und schon jetzt zu. Freuen wir uns doch, damit beginnt der Boykott schon jetzt und trifft den Iran so noch viel viel schlimmer - oder hab ich da was falsch verstanden? Und zu dem iranischen Kriegschiff in einem syrische Hafen kann ich nur fragen: In wievielen Häfen dieser Welt und vor wievielen Küsten dieser Welt demonstrieren Schiffe der NATO täglich die Macht der westlichen Allianz? Stellt die Flotte der USA im Golf keine Demonstration der Macht dar? Ich denke, dass die USA und/oder Israel mit einem Militärschlag das Atomprogramm des Irans beenden werden. Dazu wird man einmal mehr Völkerrecht brechen, es ist ein weiterer Angriff auf jemanden, der nicht bereit ist, sich zu unterwerfen. Der Iran will und wird Israel nicht angreifen, schon aus dem genannten Grund - deshalb wird man den Iran überfallen.

Empfehlen
Thomas Sievers

Man muss kein Prophet sein...

...um hier klar zu erkennen: ein Militärschlag steht unmittelbar bevor. Zumdindest in diesem Jahr noch werden Jagdbomber oder Drohnen die Anlagen angreifen (müssen).

Das Terror-Regime im Iran hat zu hoch gepokert, Appeasement-Politiker gibt es kaum noch, und da die Mullahs nie einen Hehl daraus gemacht haben, Israel das Existenzrecht streitig machen zu wollen, wird nun kommen, was kommen muss.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich dies dann nicht negativ auf die Reformbemühungen in Nordafrika auswirkt. Denn auch dort ist der Islam nach wie vor mehr kulturelle Politdoktrin, denn eine wirklich freie Religion.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 22:47 Uhr
Thomas Sievers

@Helmut Scheller (mueding)

Sie schreiben: "Alle Zitate und Informationen, die mir bislang vorlagen..."

Eine Bitte: erweitern Sie einfach Ihren Fundus an Quellen. Es gibt sogar TV-Reden, die bereits gesendet wurden, in dem der "Präsident" dazu aufruft, Israel "auszulöschen" und ins Meer zu treiben. Ferner leugnet der Iran sogar den Holocaust und läd sich regelmäßig Vertreter der NPD ein. Ist Ihnen das auch neu?

Wenn wir über grundsätzlich bekanntes philosophieren wollen, können wir dann gleich noch mit der "Verschwörung Mondlandung", "Verschwörung 11. Sept" usw. weitermachen.. aber dann bitte nicht hier bei der F.A.Z.

Empfehlen
Helmut Scheller

@THOMAS SIEVERS

Haben Sie einen einzigen Beleg dafür, dass der Iran dem israelischen Staat bzw. seinen Bürgern je sein Existenzrecht bestritten hat?
Alle Zitate und Informationen, die mir bislang vorlagen, bezogen sich darauf, dass man im Iran der Meinung ist, dass es Friede in der Region erst geben könne, wenn der israelische Staat anerkennt, dass es sich bei Israel nicht um einen rein jüdischen sondern um eine Staat handelt, im dem beide Religionen, die jüdische und die islamische, genauso wie die Angehörigen beider semitischer Völker, des jüdischen und des arabischen, gleichberechtigt Anspruch auf Heimat besitzen.
Selbst in den Medien Israels wird immer wieder, allerdings ohne in Europa damit zitiert zu werden, darauf verwiesen, dass ganz Palästina "urjüdischer" Boden sei, auf den man Anspruch habe. Dort wird oft genug von "arabischen Besatzer" in Judäa und Galiläa und den jüdischen Siedlern als den "Befreiern" geschrieben.
Der Iran nimmt eben Partei für Palästinenser wie die USA für die Juden.

Empfehlen
Günter Busse

Ziel ist der Krieg gegen ein feindliches Regime,

Bis heute gibt es keinen eindeutigen Beweise, das der Iran an der Bombe wirklich baut.
Trotzdem wird die Propagandamaschine unermüdlich in Betrieb gehalten.
Israel besitzt Atombomben, hat den Sperrvetrag nicht unterzeichnet, lehnt jede Zusammenarbeit mit der IAEO ab - und fordert Militärschläge und noch härtere Sanktionen
gegen ein Land, das den Sperrvertrag unterschrieben hat, bis heute keine Atombomben hat.
Offentsichtlich die unterschiedlichen Massstäbe.
Und alle machen mit, selbst Deutschland, das traditionell gute Beziehungen zum Iran hat und eigentlich selbst keine Probleme mit diesem Land hat.
.
Der Iran hat das Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie, und dazu gehört auch die Anreicherung von Uran.
Mit welchem Recht spricht der Westen dem Iran diese Rechte ab?
Mit welchem Recht verhängt der Westen Sanktionen, durch ein Teil der Bevölkerung verarmt?
Mit dem zynischen PLan, das die Armut im Land das Regime in Bedrängnis bringt.
Es geht nicht um die Atomenergie......

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.02.2012 19:25 Uhr
Helmut Scheller

@GÜNTER BUSSE

Ist schon sehr fragwürdig, wenn diejenigen, die in Deutschland fast jeden sicheren Transport von spaltbarem Material durch ihre militanten Aktionen zu einem Sicherheitsrisiko machen, gleichzeitig erwarten, dass die Iraner das von ihnen benötigte, auch für die friedliche Nutzung des Atoms nun einmal notwendige Material in anderen Ländern produzieren und rund um die Erde transportieren (lassen) - letzter Lieferant war Argentinien.
Außerdem erwarten diejenigen, die Deutschlands weitgehende Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferungen einfordern, dass die Iraner sich in Abhängigkeit von der Bereitstellung aufbereitetem radioaktiven Brennmaterials für ihre Reaktoren begeben, obwohl sie von der westlichen Welt jederzeit mit Repressionen, also mit dem Ausfall der Lieferungen rechnen müssen? Es gäbe keine Repressionen, sobald die Atomgefahr beseitigt sein?
Blödsinn, der Iran ist für den Westen seit der Entmachtung der dortigen westlichen Marionette Pahlevi 1979 ein Schurkenstaat.

Empfehlen
Günter Busse

@Hr.Hebold,

wie kommen Sie darauf, das der Iran keine Inspektoren ins Land lässt? In keinem anderen Land laufen so umfangreiche Aktivitäten der IAEO wie im Iran. Genau das steht im letzten Bericht der IAEO. Dieser Bericht basiert ja auf der Tätigkeit der Inspektoren im Iran.
Aber gut, das Sie die Meinung vertreten, dass der Iran ein Recht auf die Nutzung der Kernenergie hat. Genau das wird dem Iran verweigertt, wenn ihm das Recht auf die Anreicherung von Uran abgesprochen wird. Denn zur zivilen Nutzung gehört laut Sperrvertrag ein geschlossener Uran-Kreislauf MIT der Anreicherung zur Herstellung von Kernbrennstoff. Und genau das aufzugeben fordert der Westen vom Iran.

Empfehlen
Helmut Scheller

@GÜNTER BUSSE

Der Westen, die USA und Israel, sprechen dem Iran das Recht auf friedliche Nutzung der Atomkraft, auf die Produktion der notwendigen Brennstoffen im Iran und (vorbeugend) auf einen, in der Zukunft liegenden Besitz von Atomwaffen ab.
Sie sprechen dem Iran diese Rechte eines souveränen Staates mit dem gleichen Recht ab, mit dem sie geduldet haben, dass ausgerechnet ein so instabiles Land wie Pakistan in den Besitz von Atomwaffen durch Unterstützung der Golfstaaten unter Führung der saudischen Diktatur kam.
Die USA sprechen dem Iran entsprechende Rechte ab, obwohl sie es zumindest duldeten wenn nicht sogar befördert haben, dass mit Israel -ausgerechnet das Land in den Besitz von Atomwaffen kam, dass seit 1948 beständig in einem bewaffneten Konflikt mit seinen Nachbarn lebt.
Die USA haben haben keine wirkliche "Angst" vor einer iranischen Bombe, sie sehen sich aber als einzige Instanz an, die den Besitz aus Sicht der eigenen Interessenlage heraus genehmigen kann und sie sagen nein.

Empfehlen
Walter Weidenvogel

Kommt es zum Schwur in Persien, so ist der Krieg nicht mehr fern

Nun ist es also so weit: Persien stellt den Verkauf von Erdöl an die schlimmsten Quälgeister unter den europäischen VS-Vasallen ein; und wenn dies kein Bluff ist, um durch eine zeitweilige Einstellung der Lieferungen bei Verhandlungen bessere Karten zu haben, so ist der Krieg nicht mehr fern, da es sich die VS-Amerikaner nicht erlauben können, wenn ein bedeutendes Ölland ohne ihren Dollar sein Öl verkauft und dazu noch kein Öl mehr an sie und ihre Vasallen liefert. Denn damit wäre ein Präzedenzfall, für die anderen Ölländer, geschaffen und um diesen zu verhindern sollen die VS-Amerikaner wesentlich ihre jüngsten Raubkriege gegen Libyen und Mesopotamien geführt haben.
Doch ist Persien eben kein so hilfloses Opfer wie die beiden anderen Unglücksraben: Das Land ist ungleich größer, militärisch erheblich besser gerüstet, verfügt über zahlreiche Gebirge und hat eine sehr viel treuere Bevölkerung, dazu steht es höher in der Gunst Rußlands, Chinas und Indiens. Es bleibt also spannend.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 09:23 Uhr
Roland Magiera

Persien, Mesopotamien, der Nabelberg

Mir scheint, Sie sind ein Autodidakt und hängen jetzt irgendwo zwischen Antike und spätem Mittelalter herum.

Was soll außerdem das wenig geistreiche Herumgetrete auf den USA? Egal in welcher Zone Sie geboren worden sind, den Amis haben auch Sie viel zu verdanken. Ein wenig erinnern Sie mich an die aktuellen Griechen, die Sie sicher "Hellenen" nennen.

Empfehlen
Mirko Lorenz

schand wie mit dem Iran umgegangen wird

seit 20 Jahren wird behauptet das der Iran Atomwaffen baut, ja 1993 war man sich sogar sicher das der Iran bis 2000 eine eigene Bombe haben wird und was ist?

der IRAN hat keine Bombe, baut an keiner Bombe und hat laut Aussagen von US-Verteidigungsminister Leon Panetta im moment noch nicht mal vor an einer Bombe zu bauen

das heißt alle Sanktionen begründen sich auf der Vermutung und der Angst das der Iran irgendwann mal vielleicht oder auch nicht mit dem Bau anfangen könnte

hinzu kommt die letzt Sanktionsverschärfung kam eine Woche vor einer neuen IAEA-UNtersuchung

also verbrecherische Sanktionen gegen ein friedliches Land, Anschläge auf dieses Land, einkreisen mit Militär sowie permanente Angriffsdrohungen gegen Iran von Seitens des Angriffskriegliebenden Israels welches ohne Angst vor Verurteilung machen kann was es will

und nun ist man böse weil der Iran sein Öl nicht bis zum Embargo liefert ^^ - froh sollten wir sein das Griechenland noch beliefert wird (25% und mehr aus Iran)

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 12:48 Uhr
Helmut Scheller

@MIRKO LORENZ

Ich stimme mit Ihnen völlig überein.
Unsere Politiker begreifen nicht, dass man mit den Iranern nicht wird weiter friedlich zusammen leben können, wenn man diesen Staat, seine Politiker und die Bevölkerung in die Enge treibt. Da werden sogar Ratten gefährlich.
Der Iran ist mit Sicherheit nicht mit einem Staat wie Afghanistan - dass Land wird von je her und noch heute von Stammesstrukturen dominiert, von einzelnen Warlords und ihm fehlt jegliche wirkliche Zentralgewalt.
Beim Iran handelt sich zwar um eine extrem traditionell-religiös ausgerichtete, aber gleichzeitig in den Ballungszentren, unter der nachwachsenden Generation in den Großstädten um eine moderne Gesellschaft.
Der Lebensstandard breiter Bevölkerungschichten liegt weit über dem in Afghanistan.
Am Iran wird sich der Westen die Zähne ausbeißen, weil man hat dort nämlich etwas zu verlieren hat. Dem normalen Menschen ist der Kaiser unter dem er lebt, nämlich egal, solange der ihn einigermaßen gut leben lässt.

Empfehlen
Eric Boule

Minister Westerwelles grosse Fehler

Minister Westerwelle muesste vor Gericht geladen werden fuer die Beschaedigung von deutschen Interessen. 1.Die weltweiten Sanktionen von vielen Laendern kosten viele Arbeitsplaetze in Deutschland+Europa und beschaedigen den internationalen Handelsruf von Deutschland. 2.Die Oelsanktionen von Iran beschaedigen die Belange der deutschen Autofahrer(ueber 50% der Bevoelkerung) wegen Hochtreibung der Benzinpreise , zu gleicher Zeit bewirken die Sanktionen eine erhoehte Gefahr von Krieg,weil wenn man ein Land dermassen isoliert das man da nicht mehr normal leben kann,muss es zum Krieg kommen,abgesehen von der Etik+Moral die ganz verwerflich ist

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 12:34 Uhr
Helmut Scheller

@THOMAS SIEVERS

Herr Boule hat als Realist zwangsläufig doch an keiner Stelle ein Primat von Etik und Moral eingefordert. Die ganze Welt orientiert sich an ihren jeweiligen Interessen - die USA und Israel ganz besonders. Bei den USA wird dies von einigen Politikern ja wenigstens noch kritisch begleitet, bezüglich Israels gibt es von offizieller Seite doch eigentlich ausschliesslich Verständnis.
Wenn politische Entscheidungen getroffen werden, dann muss ich als Bürger wenigstens erwarten können, dass meine Interessen dabei so weit als möglich uns sinnvoll gewahrt bleiben.
In diesem Fall aber wurde eine Boykott-Entscheidung getroffen, die im Iran überhaupt nichts bewirken kann, da man sich international um das, von Europa nicht abgenommene Öl, schlagen wird. Der Iran wird in diesem Zusammenhang nicht zu Kompromissen dem Westen gegenüber gezwungen.
Allerdings wird uns Bürgern ein Schaden per Preiserhöhungen wegen erhöhter Nachfrage bei Ersatzlieferanten entstehen und vielleicht Kosten durch einen Krieg.

Empfehlen
Thomas Sievers

Etik und Moral...

...waren noch nie in der Geschichte ein Maßstab der Politik. Wie sollte das auch gehen, schreiben Sie doch selbst, dass Ihnen ihre/unsere wirtschaftlichen Interessen über alles gehen ;)

Empfehlen
Ronald Schlimm
Ronald Schlimm (ronslim) - 19.02.2012 17:59 Uhr

Das Embargo - ein sinnloser Akt

Das Embargo der EG, keine Ölprodukte mehr vom Iran zu beziehen hat sich als sinnloser Akt erwiesen und wurde in einen Ölboykott seitens Iran umgewandelt. Die eventuellen Bemühungen des Landes, eine Atombombe zu bauen werden dadurch nicht um eine Minute verzögert. Haben denn die EG-Außenminister (allen voran mit markigen Worten Herr Westerwelle) geglaubt, ein totalitäres Regime wie der Iran läßt sich von solchen Sprüchen irgendwie beeindrucken? Einzige fassbare Folge: Der Ölpreis hat nochmal einen Kick nach oben bekommen. Sollen wir uns dafür bedanken?

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 12:02 Uhr
Helmut Scheller

@RONALD SCHLIMM

Nun, gegen weitere Preissteigerungen für Öl, die nichts mit höheren Erschließungskosten zu tun haben, werden die westlichen Ölmultis nichts einwenden - leicht errungene Gewinne.
Bei allen westlichen Regierung handelt es sich doch nun einmal um Administrationen von Gnaden des internationalen Finanzkapitals .
Unsere Politiker haben jeden Morgen eine Heidenangst, dass irgendeine Ratingagentur auch nur eine vorbeugende Drohung ausspricht.
Sie springen sofort, wenn Anlegern Verluste drohen, wie man an den Reaktion in Bezug auf die angeblichen Bankenkrisen bis hin zur griechischen, die eigentlich nur Geldschöpfungsmaschinerien waren, sehen konnte.
Sie haben es doch zugelassen, dass wir es heute mit einem Bankensystem zu tun haben, das man bei Strafe des Systemzusammenbruchs nicht mehr scheitern lassen darf, bei dem man alle Banken auf Kosten der Steuerzahler immer wieder gerettet werden müssen, damit der wirkliche Geldadel seine Vermögen weiterhin alle rund 10 Jahre verdoppeln kann.

Empfehlen
Peter Slater

Wir brauchen das iranische Ol nicht, Frankreich auch nicht ...

Grossbritannien und Frankreich werden billigeres Ol von Libyen beziehen ... und eines Tages wird die demokratische Welt entscheiden mussen, entweder die Atomanlagen werden zerstort oder aber es wird ein unkalulierbares Wettrusten in der Golf und - Mittelmeerraum geben ...

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 11:51 Uhr
Helmut Scheller

@PETER SLATER

Genau, denn genau dieses Öl und der Zugriff auf riesige Wasservorräte, mit denen man wesentliche Teile Nordafrikas erpressen kann - das war der Grund dafür, warum die westliche Welt ein Mandat des Sicherheitsrates, dass ausschließlich der Sicherheit der Bevölkerung vor unnötiger Gewalt und zu keiner Zeit der militärischen Unterstützung libyscher Clans beim Sturz und der Ermordung Gadaffis dienen sollte, schändlich für einen Regimewechsel nutzte.
Übrigens, wenn man soviel gegen ein Wettrüsten in der Golfregion hat
- warum akzeptierte man dann die israelische Atomrüstung und nahm diskussionslos dessen Weigerung hin, sich einem Atomsperrvertrag anzuschließen?
- warum unternahm in der Zeit von 1979 bis 1998 niemand etwas gegen die pakistanische Atomaufrüstung, warum gab es nie einen Angriff auf entsprechende pakistanische Forschungseinrichtungen?
- warum aber durfte Israel gleichzeitig ungestraft 1981 irakische und 2007 syrische Atomforschungseinrichtungen bombardieren?

Empfehlen
Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 19.02.2012 15:09 Uhr

"Gleichzeitig stellte Iran eine Wiederaufnahme der Atomgespräche in Aussicht."

Für was, zu welchem Zweck?? Diese Gespräche gibt es inzwischen seit über 10 Jahren und wurden vom Iran nur genutzt um Zeit zu schinden, während er im Hintergrund weiter an den Vorbereitungen zur "Bombe" bastelte. Das einzige was Gespräche noch bringen, ist die notwendige Zeit die der Iran braucht, um die Bombe fertigzustellen. Danach wird es keine Gespräche mehr geben, denn dann ist der Iran nahezu unangreifbar. Vermutlich läuft gerade die Uhr ab und jede weitere Zeitverzögerung könnte gefährliche Fakten, für den nahen/mittleren Osten und die westliche Welt, schaffen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2012 10:40 Uhr
Helmut Scheller

@RÜDIGER NOLL

Wofür läuft die Zeit gerade ab?
Ich glaube zwar nicht an das Märchen von der Atombewaffnung des Iran, aber wenn diese zu einer Realität würde, hätten in der Region eben drei statt heute zwei die Verfügungsgewalt über derartige Waffen. Es hat doch den Westen auch nicht wirklich gestört, als 1979 bekannt wurde, dass Pakistan mit saudischer Hilfe nach der Bombe strebte.
Weder die USA noch Israel haben jemals Pakistan in der Zeit bis zum ersten erfolgreichen Atomwaffentest im Jahre 1998 mit einem Angriff auf Atomforschungszentren gedroht.
Pakistan ist aber ein größerer Risikofaktor wie der Iran.
Beim Iran geht es nicht wirklich um die Bombe, es geht um die sunnitische Vormachtstellung in der Region. Es geht darum, dass die USA es bis heute nicht verwunden haben, dass die Iraner den Diktator Pahlevi zu Teufel gejagt, den us-amerikanischen Weltgendarmen nicht respektieren und sich aktiv für die arabischen Bewohner Palästinas, das Israel als seinen alleinigen Besitz ansieht, engagieren.

Empfehlen
Monika Lorenz

Schlicht an einfach:

well done !

Empfehlen
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1975, Redakteur in der Politik.

Jüngste Beiträge

Wir sind Jonny

Von Philip Eppelsheim

Die Kriminalstatistik sagt: Die Gewalt nimmt ab. Aber über die Angst spricht niemand. Im öffentlichen Raum wurden jeden Tag etwa 175 Menschen geschlagen und getreten. Mehr 45 38