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Atomstreit Iran reichert anscheinend Uran an

19.04.2007 ·  Das Nuklearprogramm Irans ist der Fähigkeit zum Bau von Atombomben abermals näher gekommen: Die jüngst zur Anreicherung von Uran in Natans installierten Zentrifugen sind nach Berichten der Atomenergiebehörde nun anscheinend in Betrieb.

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Iran hat nach Feststellung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit der Anreicherung von Uran begonnen. Ein Diplomat der IAEA bestätigte am Mittwoch in Wien entsprechende Angaben der iranischen Führung, die bislang nicht von unabhängiger Seite überprüft worden waren. Die islamische Republik habe in der unterirdischen Atomanlage Natans 1300 Zentrifugen installiert, die zur Urananreicherung dienen können, erklärte der Diplomat.

Zumindest einige der Zentrifugen werden ihm zufolge mit Uran-Hexafluorid gespeist. Dies sei in einem vertraulichen Dokument festgehalten, das am Mittwoch den 35 Mitgliedern des Gouverneursrats der IAEA zugestellt wurde.

Mehr Uran als nötig

Die Vereinigten Staaten haben Iran vorgeworfen, mit dem Start seiner nuklearen Brennstoffproduktion den Willen der internationalen Gemeinschaft immer weiter zu missachten. Die Führung der Islamischen Republik führe das stolze iranische Volk damit noch tiefer in die Isolation, sagte ein Sprecher der amerikanischen Regierung am Mittwoch. Der angebliche atomare Fortschritt sei in Wirklichkeit ein Rückschritt, der nur zu noch schärferen Sanktionen gegen das Land führen könne.

Die Anreicherung von Uran ist erforderlich, um Atomkraftwerke zu betreiben und Atombomben zu bauen. Bei der sogenannten Konversion wird zunächst Uranoxid in Uran-Tetrafluorid (UF4) und dann in Uran-Hexafluorid (UF6) umgewandelt. Der entscheidende Schritt läuft dann in den Zentrifugen ab, in denen UF6 angereichert wird.

Nach Angaben des amerikanischen Instituts für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (ISIS) reicht eine Kaskade von 1500 Zentrifugen aus, um binnen eines Jahres mehr angereichertes Uran herzustellen, als für eine einzelne Atombombe nötig wäre.

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