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Atomstreit „Iran missbraucht uns“

 ·  Russland verschärft seinen Ton gegenüber Iran. Moskau werde „keine antiamerikanischen Spiele spielen“. Teheran ist anscheinend in Zahlungsverzug für das mit russischer Hilfe gebaute Atomkraftwerk Buschehr.

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Russland verschärft im Atomstreit anscheinend seinen Ton gegenüber Iran. Mehrere russische Zeitungen zitierten am Mittwoch eine anonyme hochgestellte Quelle im Kreml mit den Worten, Iran „missbraucht die konstruktive Haltung Russlands“. Moskau werde mit Teheran „keine antiamerikanischen Spiele spielen“. Ein Iran „mit Atombombe oder dem Potential zu ihrem Bau ist für uns unannehmbar“, wurde die Quelle weiter zitiert.

Russland erleide durch seinen Einsatz gegen die von den Vereinigten Staaten und den Westeuropäern geforderte Verschärfung der UN-Sanktionen gegen Iran „Verluste in der Außenpolitik und im Ansehen“, erhalte von Teheran aber dafür im Gegenzug nichts.

Neue Iran-Resolution zeichnet sich ab

Gleichzeitig wurde auch der Streit über die Fertigstellung des von Russland in Iran gebauten Atomkraftwerks Buschehr heftiger. Das russische Unternehmen „Atomstrojexport“ wirft Iran seit einigen Wochen Zahlungsverzug vor. In russischen Medien wird das als Indiz dafür verstanden, dass Moskau von Teheran abrückt. Der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani hatte Russland wegen des Streits über Buschehr am Dienstag „Unzuverlässigkeit“ vorgeworfen. Russland solle seinen Verpflichtungen nachkommen.

Unterdessen zeichnete sich im UN-Sicherheitsrat eine Einigung bei den Gesprächen über eine neue Iran-Resolution ab. Der amerikanische UN-Botschafter Alejandro Wolff gab sich zuversichtlich, dass es noch in dieser Woche eine Abstimmung darüber geben werde. Der russische UN-Botschafter Witalij Tschurkin sprach davon, dass bei den Verhandlungen am Montag in allen Punkten eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt. Es seien aber weitere Gespräche über Details notwendig.

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Von Philip Eppelsheim

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