24.06.2008 · Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums hat die verschärften Sanktionen der EU als „Politik mit Zuckerbrot und Peitsche“ bezeichnet: „Solche Initiativen werden nur Irans Willen stärken.“
Iran hat die Verschärfung der EU-Sanktionen im Atomstreit am Dienstag als „illegal und absurd“ bezeichnet. Teheran verurteile „diese Art von illegalen, widersprüchlichen Initiativen“ aufs Schärfste, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Teheran, Mohammad Ali Hosseini. Er sprach von einer „EU-Politik mit Zuckerbrot und Peitsche“ und beklagte eine Doppelmoral des Westens. „Solche Initiativen werden nur Irans Willen stärken, seine (Nuklear-)Rechte zu realisieren“, sagte er.
Die EU verdächtigt Iran, insgeheim an einem Atomwaffenprogramm zu arbeiten. Teheran hat die Vorwürfe stets vehement zurückgewiesen. Der EU-Ministerrat hatte am Montag entschieden, iranische Vermögen in der Europäischen Union einzufrieren. Vor allem der iranischen Großbank Melli, über die ein wesentlicher Teil der Geschäftsbeziehungen zwischen europäischen und iranischen Firmen läuft, wurde damit die weitere Arbeit an Standorten in Hamburg, London und Paris unmöglich gemacht. Nach den Worten von EU-Diplomaten handelt es sich um „ergänzende Maßnahmen“ zu den Iran-Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.
Unterdessen haben die Vereinigten Staaten die Verschärfung der EU-Sanktionen unterstützt. Es sei wichtig, dass die internationale Gemeinschaft den Druck auf das iranische Regime weiter erhöhe, solange es sich weigere, seine Urananreicherung einzustellen, hieß es aus dem amerikanischen Außenministerium.
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