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Atomstreit IAEA bestätigt: Nordkorea schaltet Reaktor ab

16.07.2007 ·  Die Internationale Atomenergiebehörde hat bestätigt, dass Nordkorea seinen Atomreaktor in Yongbyon abgeschaltet hat. Washington und Seoul begrüßen das. Zuvor waren im Gegenzug die ersten Lieferungen von Heizöl in Nordkorea eingetroffen.

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Die internationalen Atominspekteure haben bestätigt, dass Nordkorea seinen Nuklearreaktor in Yongbyon tatsächlich heruntergefahren hat. Das berichtete der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed el Baradei, am Montag nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua bei einem Besuch in Bangkok.

Nach viereinhalb Jahren Abwesenheit waren die zehn Inspekteure am Samstag nach Nordkorea zurückgekehrt und hatten sofort vor Ort in Yongbyon, 100 Kilometer außerhalb von Pjöngjang, mit der Arbeit angefangen. Am selben Tag hatte Nordkorea die Vereinigten Staaten wissen lassen, dass es seinen Reaktor abgeschaltet hat.

„Guter Anfang“

Im Gegenzug erhält das unter Energiemangel leidende Land 50 000 Tonnen schweres Heizöl. Nach einer ersten Ladung, die am Freitag eingetroffen war, machte sich am Montag ein weiteres Schiff mit 7500 Tonnen von Südkorea auf den Weg, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete.

In Seoul traf am Montag der amerikanische Unterhändler Christopher Hill mit Südkoreas Vereinigungsminister Lee Jae Joung zusammen. Mit Blick auf das Abschalten des Reaktors sprach Hill laut Yonhap von einem „guten Anfang“, verwies aber darauf, wie viel Zeit es bis dahin gebraucht habe. „Wir haben wirklich viel Arbeit vor uns.“

Washington und Seoul setzen auf Sechser-Gespräche

Die Vereinigten Staaten und Südkorea begrüßten die Berichte über die Schließung der Anlage, die im Februar im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche vereinbart worden war. Viereinhalb Jahre nach ihrer Ausweisung aus Nordkorea waren am Wochenende zehn Atominspekteure nach Pjöngjang zurückgekehrt, von wo sie sofort zu der Atomanlage in Yongbyon weiterreisten.

Ein Sprecher des amerikanischen Außenministeriums äußerte die Hoffnung auf Kooperation mit allen Beteiligten und „schnelle Fortschritte“ bei der neuen Runde der Sechser-Gespräche am Mittwoch in Peking. Daran nehmen Nordkorea, die Vereinigten Staaten, China, Südkorea, Japan und Russland teil.

„Nur einen erster Schritt“

Hill, der vor seinem Eintreffen in Seoul zuvor schon in Japan über die Entwicklung beraten hatte, nannte die Schließung des Reaktors „nur einen ersten Schritt“. Als nächste Aufgabe erwartet Hill die Auflistung aller Nuklearanlagen Nordkoreas „innerhalb mehrerer Wochen, möglicherweise ein paar Monaten“, wie ihn die japanische Nachrichtenagentur Kyodo zitierte. Die Überprüfung werde aber schwierig, weil die Inspekteure sich bislang nur in Yongbyon bewegen dürften, sagte Hill.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen wollen die IAEA-Fachleute, die eine Tonne Ausrüstung mit nach Nordkorea gebracht haben, Kameras und andere Einrichtungen zur Überwachung des Atomkomplexes installieren. Zwei Inspekteure werden danach ständig dort bleiben

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