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Atomstreit Bush warnt Pjöngjang

19.10.2006 ·  Der amerikanische Präsident droht mit ernsten Konsequenzen, falls Nordkorea plane, Atomwaffen an Iran oder an das Terrornetz Al Qaida zu liefern. Der künftige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte, ein weiterer Atomtest Nordkoreas werde eine „sehr viel ernstere“ Reaktion auslösen.

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Der internationale Druck auf Nordkorea wächst. Der amerikanische Präsident George W. Bush droht mit schwerwiegenden Konsequenzen, falls das kommunistische Land Atomwaffen an Iran oder an das Terrornetz Al Qaidaa weiterverkaufen wolle. Ein solcher Versuch würde als ernste Bedrohung für die Sicherheit der Vereinigten Staaten verstanden, sagte Bush am Mittwoch dem Fernsehsender ABC News.

Der künftige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon rief Nordkorea auf, keinen zweiten Atomtest durchzuführen. Ein solcher Schritt werde eine „sehr viel ernstere“ Reaktion der internationalen Gemeinschaft auslösen, sagte Ban am Donnerstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Er rief die Regierung in Pjöngjang zur Einhaltung der UN-Resolution auf.

Rice setzt diplomatische Reise fort

Nordkorea hatte mit seinem ersten Atomtest am 9. Oktober weltweit Empörung ausgelöst. Der UN-Sicherheitsrat verhängte am Samstag Sanktionen gegen Nordkorea, das die Resolution als Kriegserklärung bezeichnete. Ban trifft an diesem Donnerstag in Seoul die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice, um über den Konflikt zu beraten.

Bush warnt Nordkorea vor Weitergabe von Atomwaffen

Der Südkoreaner tritt am 1. Januar die Nachfolge von UN-Generalsekretär Kofi Annan an. (Siehe auch: Vereinte Nationen: Ban wird neuer UN-Generalsekretär)

Rice traf am Donnerstag in Tokio mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe zusammen. Beide einigen sich dabei laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo auf weitere Gespräche über gemeinsame Inspektionen nordkoreanischer Schiffe, wie sie die UN-Resolution vorsieht. (Siehe auch: Video: Rice in Asien bemüht um Deeskalation)

Ebenfalls in Einklang mit der Resolution kündigte Südkorea eine Verschärfung seiner Kontrollen von Schiffslieferungen nach Nordkorea an. Die Regierung wolle auch ihre Liste von Produkten überarbeiten, die in den Norden geliefert werden dürften, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag. Außerdem werde Seoul seine Subventionen für ein gemeinsames Tourismusprojekt mit Pjöngjang einstellen, das seit 1998 laufe. Die südkoreanischen Behörden wollten den Bericht zunächst nicht bestätigen.

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