Home
http://www.faz.net/-gpf-pxpk
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 19.02.2005, 14:22 Uhr

Atomprogramm Nordkorea will nicht verhandeln

Nordkorea hat eine baldige Wiederaufnahme internationaler Gespräche über sein Atomprogramm abgelehnt. Das kommunistische Regime hatte vor zehn Tagen erklärt, über Atomwaffen zu verfügen.

© dpa

Nordkorea hat am Samstag eine baldige Wiederaufnahme internationaler Gespräche über sein Atomprogramm abgelehnt. Es sei weder die Zeit für direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten noch für eine Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche unter Einschluß von China, Rußland, Südkorea und Japan, sagte ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge.

„Da die Vereinigten Staaten auf ihrer feindlichen Politik gegenüber der DVRK (Volksrepublik Nordkorea) bestehen und sich weigern, in Koexistenz mit der DVRK zu leben ... gibt es keinen Grund für die DVRK, jetzt mit den Vereinigten Staaten in direkter Weise bilaterale Gespräche über das Atomthema auf der koreanischen Halbinsel zu führen", sagte der Sprecher.

Mehr zum Thema

Nordkorea hatte am 10. Februar erklärt, über Atomwaffen zu verfügen und seine Teilnahme an den Sechser-Gesprächen ausgesetzt. Dabei hatten sich Südkorea, Japan, Rußland, China und die Vereinigten Staaten darum bemüht, Nordkorea mit Hilfs- und Sicherheitszusagen zur Aufgabe seines Atomprogramms zu bewegen.

Das kommunistische Nordkorea ist verarmt und hat große Mühe, seine Bewohner aus eigener Kraft zu versorgen. Es hat schon mehrfach versucht, aus dem Konflikt um sein Atomprogramm diplomatische und wirtschaftliche Vorteile zu ziehen.

Quelle: Reuters

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Kim Jong-un Nordkoreas Raketenstart brüskiert die Welt

Nach dem wiederholten Start einer Weltraumrakete durch Nordkorea zeigt sich die Weltgemeinschaft entschlossen zu einer entschlossenen Reaktion. Der südkoreanische Geheimdienst befürchtet, Pjönjang könnte bald einen weiteren Atomtest starten. Mehr

07.02.2016, 12:13 Uhr | Politik
Spezialeinsatzkräfte der Armee Vereinigte Staaten verstärken Präsenz im Irak

Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Präsenz im Irak. Amerikanische Ausbilder sollen noch mehr irakische Soldaten auf Sondereinsätze vorbereiten. Mehr

22.01.2016, 11:02 Uhr | Politik
Nordkorea und China Allen Provokationen zum Trotz

Nach dem Start einer Rakete durch Nordkorea bräuchte die Weltgemeinschaft vor allem China, um Pjöngjang in die Schranken zu weisen. Doch Peking lehnt alle Maßnahmen ab, die Nordkorea destabilisieren könnten. Mehr Von Petra Kolonko, Peking

07.02.2016, 19:59 Uhr | Politik
Pjöngjang Nordkorea drohen nach Atomtest harte Sanktionen

Amerika und Südkorea haben nach dem neuen Atomtest Nordkoreas harte Sanktionen gegen das kommunistische Land angekündigt. Nordkorea hatte mitgeteilt, erfolgreich eine Wasserstoffbombe getestet zu haben und damit international für Empörung gesorgt. In den Straßen von Pjöngjang äußern die Menschen hingegen Bewunderung. Mehr

17.01.2016, 10:45 Uhr | Politik
Obama und Xi Amerika und China einig gegen Nordkoreas Raketenpläne

Die beiden Staatsoberhäupter machten klar, dass ein Test ein provokanter und destabilisierender Akt wäre und forderten eine starke internationale Antwort an. Mehr

05.02.2016, 22:14 Uhr | Politik

Der Westen will keinen kalten Krieg

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Es wäre wünschenswert, wenn es zu einem neuen west-östlichen Frühling käme. Und wenn man sich vertrauen könnte. Der russische Ministerpräsident hat in München beteuert, Moskau wolle genau das. Es könnte ja etwas dafür tun. Mehr 14 30