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Atomdeal mit Iran : Israel hält Beweise zurück

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Israels Premierminister Benjamin Netanjahu präsentiert am 30. April 2018 Beweise, die belegen sollen, Iran habe gegen das Atomabkommen verstoßen. Bild: AP

Israel zeigte Ende April Aktenordner, die beweisen sollen, dass Iran gegen das internationale Atomabkommen verstoßen haben soll. Doch Israel hat die vermeintlichen neuen Informationen der IAEA offenbar nicht weitergeleitet.

          Israel hat Ende April zwar Aktenordner präsentiert, die das ganze Ausmaß des früheren iranischen Atomwaffenprogramms dokumentieren sollen. Es hat die Unterlagen nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) aber bisher nicht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien zur Verfügung gestellt. Ein Sprecher der Behörde wollte sich gegenüber der F.A.S. dazu nicht äußern. Er verwies lediglich auf eine frühere Mitteilung, der gemäß die Behörde alle „verfügbaren“ Informationen prüft, ohne sie öffentlich zu bewerten. In der Vergangenheit hatten die Vereinigten Staaten und andere Länder Geheimdienstinformationen über das iranische Atomprogramm jeweils zuerst der Atomenergiebehörde offenbart.

          Der CDU-Außenpolitiker Elmar Brok forderte Israel auf, die Unterlagen weiterzuleiten. „Nur die Atomenergiebehörde kann unparteiisch und unabhängig ermitteln, ob Teheran sein militärisches Atomprogramm nach 2009 fortgesetzt hat. Solange Israel sich dagegen sperrt, weckt es den Verdacht, dass es nicht über neue oder substantielle Belege verfügt“, sagte Brok der F.A.S. Nach israelischen Angaben handelt es sich um 55.000 gedruckte Seiten und 183 Daten-CDs, die der Mossad im Januar 2016 aus einem iranischen Lagerhaus entwendet hatte. Die Unterlagen dokumentierten „abschließend“ das iranische Atomwaffenprogramm, hatte Präsident Trump diese Woche gesagt, als er seinen Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran verkündete.

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