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Asylantrag in Russland Snowden bleibt vorerst auf dem Flughafen Scheremetjewo

 ·  „Whistleblower“ Edwar Snowden wird vorerst im Transitbereich des Moskauer Flughafen Scheremetjewo bleiben. Über seinen Asylantrag in Russland ist noch keine Entscheidung gefallen. Sein kremlnaher Anwalt Kutscherena verbreitet jedoch widersprüchliche Meldungen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (14)
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Konstantin Schneider

Die "Folterknechte" der Freien Welt sitzen in Bluffdale

Snowden hat alles Recht der Welt, sich nötigenfalls sogar in Russland niederzulassen und Moskau unsicher zu machen. Karlsruhe sollte vorsorglich im Kreml um Erlaubnis bitten, damit Snowden noch vor den Bundestagswahlen von Sonderermittlern verhört werden kann. Wir Deutschen haben ganz einfach ein gesondertes Interesse daran, möglichst schnell zu erfahren, wieviel Unrecht von amerikanischer Seite bereits geschehen ist.

Wer sich jetzt noch einbildet, er könne die Russen dazu zwingen, sich gegenüber Snowden falsch zu verhalten, ist natürlich absolut auf dem Holzweg. Spätestens zum Mauerfalljubiläum im November 2014 sollte sich Snowden nämlich in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen dürfen. Denn er hat uns gezeigt, dass die wahren "Folterknechte" der Freien Welt in Bluffdale sitzen.

Sollte sich noch herausstellen, dass alles nur ein RiesenBluff der NSA war, dann haben sich die Schlapphüte eben total verzockt.

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Bernd Naumann

Sicherheit

Daten sammeln allein ist kein Problem, es kommt drauf an, wie mit diesen umgegangen wird. Es gibt keinerlei Hinweis auf missbräuchlichen Umgang, aber Hinweise darauf, dass Terroranschläge mit vielen Toten und Verletzten verhindert wurden. Insofern haben die Geheimdienste eine gute Arbeit geleistet und ich bin froh darüber. Glauben die Hysteriker tatsächlich, es wären einzelne Mails worden?
Snowden hat den Verbrechern direkt in die Hände gespielt, er hat der Demokratie nicht genutzt, sondern er hat sie verwundbarer gemacht. Sollten durch sein Handeln zukünftig Terroranschläge mit Toten und Verletzten nicht verhindert werden können, hoffe ich, dass er wegen direkter Beihilfe zum Mord hingerichtet wird.
Ja und noch eins: die intellektuellen linksdrehenden Meinungsführer werden, wie immer bisher, auch für Terroranschläge verständnisvolle Worte finden. (Israel, Islam, Amerika..Kreuzzüge.)
Nur in diesem Kontext ist die Beweihräucherung des uns hassenden Snowden noch verständlich.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.07.2013 07:45 Uhr
Johannes Müller

Naiv

Mit der Sammlung von Daten (in diesem Umfang) fängt das Problem an. Selbst ein heute sauber regulierter Umgang mit diesen Daten kann morgen gekippt werden. Wenn z.B. Menschen mit ideologischen Vorstellungen an die Macht kommen. Die Daten sind dann weiterhin vorhanden und werden plötzlich zur Gefahr. Selbst heute ist es schon sehr schwer darauf zu vertrauen, das diese Daten nicht missbraucht werden und sei es "nur" für wirtschaftliche Zwecke. Bei all der Geheimhaltung gibt es viel zu wenig Kontrolle und logischerweise keinerlei Transparenz über diese "Machenschaften".

Leider denken viele Menschen so wie Sie und machen sich keinerlei Gedanken über das Gefahrenpotential oder haben einfach ein blindes Vertrauen in die Obrigkeit. Aber da "oben" sitzten auch nur Menschen. Menschen machen Fehler... manche mit Absicht...

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Marc Webber
Marc Webber (Badrek) - 25.07.2013 14:18 Uhr

Das ist genau der Punkt!

Der Typ hält sich für etwas ganz besonderes - dabei hat er sein Land verraten und hetzt alle gegeneinander auf! Manche Dinge sollten auch unter Partnern unausgesprochen bleiben - wie in einer Ehe...

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 25.07.2013 11:14 Uhr

Problem Obama

Die USA haben sich weit aus dem Fenster gelehnt, und das Problem heißt Obama.
Dem "Friedensnobelpreisträger" wird international nicht mehr viel Vernünftiges zugetraut.
Ein Bill Clinton wäre die Angelegenheit anders angegangen, aber Obama sieht sich nicht als Politiker, sondern als Heilsbringer/Ideologe. Das ist schwierig- für alle. Mit Obama läßt sich nicht gut Kirchen essen bzw. Politik betreiben.
Obamas Rhetorik und Taten (erzwungene Landung von Evo Morales in Wien z.Bsp.) machen aus Snowden erst recht so einen Überflieger.

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Harald Herbst
Harald Herbst (Autunno) - 25.07.2013 06:21 Uhr

Kämpfer für Recht und Vertrauen

Staufenberg und Co. waren vor fast 70 Jahren, heute sind es Mannings und Snowden.
Müssen sie erst in Guantanamo umgebracht werden, bevor sie die verdiente Ehre bekommen?

Autunno

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Holden  Caulfield

Lügen, Lügen, Lügen!

PRISM: Merkel sprach bereits 2003 vor dem Bundestag über PRISM

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Hans Jürgen Lohmar

Welcher Nachteil?

Ein Snowden wollte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Menschheit dienen, sondern einmal die ganz große Bühne betreten. Das ist ihm bravourös gelungen.
Mit dem Nachteil, der ja in seiner Wirklichkeit keiner ist, weil ihm die erhoffte Aufmerksamkeit und Gunst einer breiten Öffentlichkeit zuteil wird, wird er in den Ländern seiner Zuflucht zwar ein vielleicht nicht ganz ruhiges, aber ein mit sich selbst zufriedenes und - dem Füllhorn des Enthüllungsjournalismus´ sei Dank - auskömmliches Leben führen dürfen. Und nun wird er sogar geehrt. Es sei ihm gegönnt.
Doch was hinterlässt ein Snowden, wenn sich in wenigen Tagen der Dampf gelegt hat? Gewiss nicht eine Rückkehr in die Zeit, als Leserbriefe zur Post gebracht wurden.
Cui bono? Vielleicht manch einer politischen Partei, die mit Snowden Wahlkampf macht. Wem sonst?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.07.2013 08:51 Uhr
Johannes Müller

Falsch

Wenn Sie sich so gar nicht informieren bevor Sie einen Kommentar schreiben, wäre es eventuell konsequenter, dann auch gar nichts zu schreiben.

E. Snowden hat seinen Wohlstand und seine Familie schweren Herzens aufgegeben, um einen der grössten Skandale unserer Zeit öffentlich zu machen. Was Sie ihm hier vorwerfen hat er wirklich nicht verdient.

Sollten Sie noch Interesse daran haben sich doch noch ein faires Bild von diesem Menschen zu machen, kann ich Ihnen einen Artikel aus dem Guardian ans Herz legen.

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Helmut Falser
Helmut Falser (Ody41) - 24.07.2013 18:40 Uhr

Na jetzt wird's schon klarer

Für mich wird die ganze Geschichte immer mehr zu einer ganz gewöhnlichen "Spy-Story": Spion steht kurz vor seiner Enttarnung, haut ab, versteckt sich unter dem Kittel seines (ehemaligen KGB-)Chefs. Dieser möchte die Amis noch ein wenig ärgern, deswegen inszeniert er den ganzen Klimbim. Herr Snowden versorgt noch schnell seine Kumpels bei Spiegel und Guardian, weil er ja "in Rußland nicht soll" (die Tantiemen können ja trotzdem fließen...). Ich kann mir ziemlich schlecht vorstellen, dass die Amis einen russischen Flieger nach Kuba oder in eine anderes Land seiner edlen marxistischen Asylgeber "abgeschossen" hätten, macht sich aber in unseren linken Kreisen gut - besonders im Wahlkampf.

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Kurt Schröder

Fein, dann kann sich Herr Snowden vermutlich demnächst mit Herrn Obama treffen, im September

In Rußland. Der „Whistleblower“ Edwar Snowden hätte schon Asyl in Deutschland verdient. Was ich in der Berichterstattung noch vermisse sind Detailinformationen über den Menschen Snowden. Kindheit, Jugend, Ausbildung, Beruf, Famiie unsunf.

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Closed via SSO
klaus keller (klkeller) - 24.07.2013 18:06 Uhr

Bei (dem) euch piepts wohl

fällt mir gerade so ein. Diese Pfeife (Whistle). Dieser Pfeifenheini. Wir erleben die Umdeutung von Begriffen. Aber das ist ja nichts neues. Moskau, Machtzentrale der Freien Welt.
Ich glaub es ja nicht.

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Closed via SSO

Deutschland muss in dieser Sache viel selbstständiger auftreten

Ich hätte gerne gesehen, dass Snowden in Deutschland Asyl bekäme. Er tritt für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ein und als Verfolgter hätte er Anspruch auf Schutz und Sicherheit.
Nun bekommt er Papiere in einer Demokratie, die noch nicht wirklich lupenrein ist und ist somit genauso wie Gerhard Schröder von Putin mehr oder weniger abhängig.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.07.2013 18:12 Uhr
Kurt Schröder

Danke für Ihr "lupenreines" Statement

Wir alle sind von "Putin", also Rußland, mehr oder weniger abhängig. Alleine schon wegen der Rohstoffreserven.

Dies nur so am Rande, ganz nebenbei.

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24.07.2013, 18:45 Uhr

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