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Wahl in Japan : Abe holt absolute Mehrheit

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Wahlsieger: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe Bild: dpa

Dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe ist der von ihm erhoffte Befreiungsschlag bei den Neuwahlen gelungen. Nach Hochrechnungen gewinnt er mit den Liberal-Demokraten eine Zweidrittelmehrheit.

          Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und seine Liberaldemokratische Partei (LDP) haben bei den vorgezogenen Neuwahlen am Sonntag einen Erdrutschsieg erzielt. Nach ersten Ergebnissen und Prognosen des japanischen Fernsehens stellt seine national-konservative LDP zusammen mit ihrem Juniorpartner, der buddhistischen Komeito, mindestens zwei Drittel der Abgeordneten im Unterhaus des Parlaments.

          Beide Parteien haben bei den Mandaten demnach leicht zugelegt. Abe hatte die vorgezogene Wahl vor einem Monat überraschend nach lediglich der Hälfte der vierjährigen Legislaturperiode ausgerufen. Den Wahlkampf machte er zu einem Plebiszit über die nach ihm als „Abenomics“ bezeichnete Wirtschaftspolitik. Japan ist im Herbst in die Rezession gerutscht, die Realeinkommen der Japaner sinken. Angesichts der Schwäche der Oppositionsparteien schien Abe eine Neuwahl in diesem Jahr sicherer zu sein, als angesichts schlechterer Wirtschaftsdaten das Ende der Wahlperiode abzuwarten.

          Allerdings wirft die auf einen historischen Tiefststand gesunkene Wahlbeteiligung einen Schatten auf Abes Triumph. Von den bereits niedrigen 59,3 Prozent ging sie noch einmal deutlich auf 52,7 Prozent zurück. Die größte Oppositionskraft, die sozialliberale Demokratische Partei (DPJ) wird seit ihrem Ausscheiden aus der Regierung 2012 von Flügelkämpfen erschüttert. Es ist ihr nicht gelungen, die große Gruppe der Unzufriedenen zu sich zu ziehen. Sie bleibt weit unter ihrem Ziel von 100 Mandaten, aber weiter stärkste Oppositionskraft im Parlament.

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